Silgrond von Jynroch/Artefakte und ihre Erstellung/Erster Zauber
| Artefakte und ihre Erstellung |
| Überblick · Einführung · Vorstellung des ersten Zaubers · Vorstellung des zweiten Zaubers · Werkstoffe |
AN JUX ORT MANI ORT GRAV YLEM REL (ORT GRAV YLEM)
Die Worte der Macht sollten nach und nach einfließen, was etwas schwieriger ist, da der Geist so seine Konzentration und Lenkung auf den richtigen Gewebeaspekt von allein finden muss, und nicht von den Worten der Macht geführt wird. Dies ist aber nötig, da solch eine Reinigung der Matrix, bis auf die ureigenste, dem Gegenstand reinste Form der Matrix, inklusive der gewünschten Effekte die bestehen bleiben sollen, sehr langsam von statten geht und nach und nach angeregt werden muss. Der Magier also konzentriert sich wie gesagt auf die Matrix, verteilt die Ginseng - Alraunenpaste auf dem Objekt und spricht klar und deutlich die Worte aus. Nun beginnt der eigentlich schwierige Teil des Rituals, er muss in Gedanken das Wirkungsziel des Spruches lenken und dirigieren, was darauf hinausläuft, das er "Verunreinigungen" sprich ungewünschte Effekte am Gewebe auslöschen muss und die Matrix dieser "Verunreinigungen" auflöst. Hierbei ist es natürlich wie schon aufgeführt von Vorteil, wenn der Magus bei der Erschaffung auf die Veränderung der Matrix acht gab und diese mit steuerte, denn so ist das Grundgewebe der Matrix schon wesentlich reiner und ausgeprägter vorhanden und die Reinigung an sich dauert weniger lange und ist so wesentlich Kraftsparender. In seltenen Fällen, bei perfekten Sternkonjugationen und besten Paraphernalia, sowie einem sorgsam vorbereitetem Objektum aus den optimalen Materialien, kann auf diese Vorbehandlung verzichtet werden, allerdings ist es immer besser erst einmal zu prüfen, denn ganz darauf zu verzichten. Ist nun das Magische Gefäß, welches die jetzt gänzlich freie Matrix des Objektums darstellt, fertig, so kann man sie auf die Thesen auf das Objekt legen.
Der Zeitabstand in dem diese Belegung stattfinden soll, ist recht unterschiedlich und differenziert von Material des Objektes, über die Zauber die gesprochen werden sowie die Begleitumstände. Bei großen und sehr komplexen Gegenständen muss die Belegung schnell stattfinden, da die Matrix dieser Objekte auch schnell wieder neue "Verunreinigungen" aus dem Gewebe wieder einfängt. Man muss sich das hier wie ein Fischernetz vorstellen, in dem sich die Wirkungen des arkanen Gewebes verfangen. Je größer und feinmaschiger das Netz ist desto schneller verfängt sich etwas darin. Deshalb erfordert es große Kraft komplexe Gegenstände herzustellen, da diese gleichzeitig am besten Abgeschirmt werden, gereinigt werden, dann sehr schnell mit den Thesen belegt werden müssen, damit beizeiten die Versiegelung stattfinden kann. Hierfür ist es Ratsam die Aufgaben auf mehrere Magi zu verteilen. Naturvölker praktizieren diese Art der Magie ohnehin meinst schon, und das auch recht unbewusst. Meist handelt es sich für den nicht eingeweihten Betrachter, manchmal selbst für die Eingeweihten, als okkultes Ritual, mit unverständlichen Gesten und Mimik, in dem viele Personen schließlich über die Schaffung eines solchen Gegenstandes wachen. Aber wenden wir uns dem eigentlichem Thema wieder zu.
Die Besprechung des Objetums mit den Formeln muss mit höchster Konzentration geschehen und es darf kein Fehler unterlaufen, da sonnst "Reste" der fehlgegangenen Formel an der Objektmatrix hängen bleiben und sozusagend wieder Verunreinigungen darstellen. Das würde bedeuten, das ein erneutes Reiniugnsritual vollzogen werden muss. Da dies wegen Sternenkonstellationen und ähnlichem nicht immer möglich ist, muss der Magus also sehr auf Sorgsamkeit bedacht sein. Nun folgt der letzte und abschließende Aspekt der Verzauberung, die "Versiegelung der Matrix".
Um Störende Einflüsse auf die astrale Form des Objektes zu verhindern, oder die Formeln die nun auf dem Objekt liegen für längere Zeit zu binden, auf das sie sich nicht aus der Objektmatrix "auswaschen" mit der Zeit, muss selbige Versiegelt werden. Dies stelle man sich als Verstärkung, der magischen Gewebefäden zwischen den Kraftpunkten der Formeln und des Objektes, vor. Bevor aber diese Versiegelung stattfinden kann müssen erst einmal schädigende Einflüsse vom Objektum entfernt werden. Diese entstehen trotz einer Abschirmung, wenn der Gegenstand mit zaubern belegt werden, da diese nicht immer passend in die Objektmatrix eingearbeitet werden können. Hierfür würde es sich wirklich lohnen, um die "offene Zeit" in der das Objekt Veränderungen an seiner Matrix gegenüber sehr reaktionsfreudig ist, zu verkürzen, Thesen direkt auf das Objekt zugeschnitten zu kreieren. Dies ist ein gewisser Mehraufwand, der sich aber dahingehend lohnt, den Kraftaufwand bei der Versiegelung und der Restsäuberung erheblich zu vermindern.
Die "Gewebefäden" die also am Objektum störend und wie kleine "Greifarme" im astralen Gewebe nach neuen Störungen Greifen, ansitzen, müssen entfernt werden so schnell und so weit es geht. Dabei muss allerdings beachtet werden, das man die auf das Objekt gelegten Thesen nicht zu weit beeinträchtigt als das sie nicht mehr wirken könnten. Deswegen ist es wie vorhergehend schon erwähnt besser die Thesen auf das Objekt zugeschnitten zu entwickeln. Ist man hiermit fertig kann man mit der Versiegelung des Objektes beginnen und seine Reaktionsfreudigkeit zurücksetzten und gar ganz eindämmen.
Die Ritualthesen im einzelnen genau aufgeschlüsselt und erläutert.
AN JUX ORT MANI ORT GRAV YLEM REL (ORT GRAV YLEM)
Den Worten der Macht entnehmen wir recht schnell ihre Bedeutung. AN bedeutet Aufhebung, Negierung, JUX schädlich, ORT Magie, MANI ist eine Heilung, ORT GRAV YLEM die magische Matrix der Materie, und REL steht für den Wandel. Setzten wir es also in eine Reihe bedeutet es uns: Auflösung schädlicher Magie und Heilung der magischen Matrix eines Objektes und deren Wandel. Mit dieser Zeile wird es uns leichter fallen das komplexe Ritual und seine Wirkung genauer zu betrachten.
Lassen wir eine kurze Betrachtung der Paraphernalia folgen. Einmal von einem günstigen Mond, und einer guten Sternkonstellation abgesehen, benötigen wir ein Extraktum aus Ginsengwurzeln, welches die schädliche Magie negiert und das Gewebe in den Urzustand bringen wird, da es so seine Heilende Wirkung auch auf das Artefaktum konzentrieren kann, sowie Alraunen, die, die dafür vorhandene Kraft im astralen Fluss freisetzt und uns stärkt bei der Durchführung dieses Projektes. Diese beiden werden zerstampft und über ein leichtes Seidentuch gefiltert, so das eine sehr feine Paste mit geringer Flüssigkeitskonzentration entsteht. Mit dieser bestreichen wir das Objekt, welches es zu reinigen gilt. Man achte sorgsam darauf wichtige Knotenpunkte der Magie besonders stark einzureiben. Beginnt man nun das Ritual, muss in dessen Verlauf stetig Schwefelasche über das Objekt geblasen werden auf das die magische Matrix sich von den Verunreinigungen befreien kann. Dies führen wir durch, indem die Schwefelasche ihre "brennende" Wirkung über der Matrix verteilt.
Der Zaubervorgang:
Wie schon im Text: "Eine Arbeit über die Verzauberung von Artefakten und die Wirkung des ganzen, von Silgrond von Jynroch." geschrieben, müssen wir den Alraunen- Ginsengsud auf dem Objekt verteilen. Nun beginnen wir langsam damit, die Worte der Macht zu rezitieren. Dabei sollte tunlichst drauf geachtet werden, noch vor Beginn eine kleine Menge Schwefelasche über dem Objektum zu verteilen. Ist dies geschehen, beginnt man mit den Verbi AN JUX ORT und "brennt" die schädlichen Matrixverunreinigungen aus dem astralen Gewebe. Der Schwefel und dessen magische Kraft sowie die Worte der Macht lenken unseren Geist dahingehend, das er fast von allein auf die Knotenpunkte zugreift und dort die schädlichen Geflechte auflösen kann. Ist dieses langwierige Ritual, wobei man ständig Schwefelasche nachstreuen muss, vollzogen, fließen die Worte der Macht MANI ORT GRAV YLEM REL einem fast selbständig von den Lippen, da die offene und ausgebrannte Matrix des Objektes einem Sehenden ins Auge sticht. Nun beginnt der Heilende Teil dieses Reinigungsrituals. Hierfür stellt sich im Geist ein Bild des ganzen Gefüges des Objektes ein und dieses wird ähnlich einem IN MANI durch die Alraune und den Ginseng, hergestellt. Denn Ähnlich wie bei allen Lebewesen, hat auch ein Objekt einen "Bauplan" im astralen Gewebe vorrätig. Ich greife hier einmal die Worte meiner Collega, der Magistra für die Curative Magie, auf. Ist der Heilprozess abgeschlossen, so begleitet uns das Matra Rel hinüber in den Folgenden Teil der Artefakterschaffung und "öffnet" die Matrix des Objektes etwas, sich selbst darauf vorbereitend, mit neuen Informationen gefüllt zu werden. Handelt es sich um eine schwierige Folgende Verzauberung oder ein schwierig zu verzauberndes Material, so sollte man hinter Rel noch einmal ORT GRAV YLEM anführen, auf das der Geist stark genug ist, die Überbrückung und "Öffnung" der Objektmatrix zu überstehen.
Dieses ganze Ritual sollte im Zauberbuche eines Magus nicht unter der 6. Stufe zu finden sein, da seine Komplexität und die dafür erforderlichen Kraftanstrengungen nur von einem Wachen und starken Geiste vollführt werden können.