Silgrond von Jynroch/Artefakte und ihre Erstellung/Einführung
| Artefakte und ihre Erstellung |
| Überblick · Einführung · Vorstellung des ersten Zaubers · Vorstellung des zweiten Zaubers · Werkstoffe |
Ganz zu Anfang dieser Niederschrift möchte ich einige die Wortwahl betreffende Dinge klären.
Ad Primo werde ich nicht die ganze Zeit bemüht sein auf die Gleichberechtigung von Mann und Frau zu achten, dies möge man mir verzeihen, sollte ich also Maga schreiben fühlen sich auch die Magi angesprochen und umgekehrt.
Ad Secundo wird sehr oft das Wort Matrix verwendet werden. Dies mag ich hier erst einmal kurz erläutern, damit es in der Fachwelt kein Geschrei geben werde, welches sich einfach vermeiden ließ.
Matrix: Mit Matrix bezeichne ich den einem Objekt oder Wesen sehr eigenen Seinszustand im astralen Gewebe. Da jede Form von Sein auch im astralen Gewebe seine Spuren hinterlässt und sei es nur als einfacher Lichtstrich oder als ganz komplexes Gewirr von Kraftlinien, bunten Farben, Knoten und Flächen, so will ich es vereinfachend als Matrix des Objektes oder der Person bezeichnen. In magischen Thesen werde ich die Worte der Macht Ort Sanct Ylem oder Ort Sanct Xen verwenden sollte die Thesis die magische Matrix eines Seinszustandes direkt Betreffen, was natürlich bei sehr wenigen Thesen der fall ist, da diese eher die Realität umformen, was indirekt eine Wirkung auf die Matrix hat. Ich aber werde dies benötigen da für die Artefaktmagie eine sehr diffiziele Veränderung der Objektmatrix vonstatten gehen muss.
Bevor wir hier dazu eilen, wie man ein Artefakt erschafft, hinterfragen wir erst einmal die Bedingungen, welche das Procedere an den Magier stellt. Wir stellen also an den Anfang des Prozesses Willen und Können des Magiers. Selbiger muss sich von vornherein darüber im klaren sein, das es einiges an Zeit kostet, die Materialien, die Paraphernaila und ähnliche Dinge zu beschaffen, dann die Formgebung, durch eigene oder die Hand eines Fremden, und letzt endlich die kraftraubenden Sprüche der Reinigung, der Bindung und die Verzauberung an sich. Als weitere Voraussetzung muss bestehen, das der Magus oder die Maga, folgend werde ich die Form Magus verwenden, die Collega werden dies doch entschuldigen können, sich über die genaue Gestalt des zu erschaffenden Objektes und seine magischen Muster im astralen Gewebe im Klaren ist. Des weiteren muss er selbst über genügend Konzentrationsfähigkeit verfügen, um die komplizierten Rituale ausführen zu können.
Nun nach der Prüfung des Magus, ob er auch wirklich all diese Voraussetzungen erfüllt, mag er beginnen das Objekt der Wahl zu schaffen.
Zuerst muss man sich über den Zweck des Artefaktes einig sein. Soll man nun ein schützendes Amulett oder gar eine Waffe mit einer Verzauberung erschaffen, will man einen Stuhl der den festhält, der sich darauf niederläßt oder eine Türschwelle, die den Betretenden hinfort trägt in eine andere Welt? All diese Dinge müssen erst einmal festgelegt werden. Hier gilt natürlich, das keine Grenzen gesetzt sind der Phantasie, allerdings ist auch hier ein Hacken daran. Auf Grund der allen Objekten eigenen Matrix, die auch nach dem "Reinigen" noch besteht, eignet sich ein Gegenstand besser für eine Verzauberung, die seinen reellen Zweck unterstützt, als ihn verfremdet. So wird ein Dolch der eine Schutzhülle erzeugen soll, wesentlich schwerer zu erschaffen sein, als einer der dem Opfer bei einer Schnittwunde Gift im Körper injiziert oder einen Lebensenergieverzehrenden AN MANI wirkt. Allgemein ist also geltend, das es um einiges leichter ist ein Objekt dem Ähnlichkeitsprinzip folgend zu verzaubern. Dies bedeutet, das wir das, durch die Herstellung erzeugtem Muster des Gegenstandes, nur festigen oder Potenzieren. Wichtig ist auch die Beachtung der Materialien. Sagen wir wenn nicht sogar ausschlaggebend für die am Ende auftretende Wirkung des Zaubers. Bestimmte Materialien weisen eine bessere Affinität zur Magie auf als andere und wiederum andere erleichtern die Aufnahme von bestimmten einzelnen Zaubern. Besonders fallen hier heraus die Erze, Hölzer und Edelsteine. Wobei die Hölzer nur eine schwache Bindung zur Magie haben, aber gerade bei der Bekämpfung von Untoten oder ähnlichem von außerordentlicher Bedeutung sind. Deswegen werden diese auch gern in der Artefaktherstellung, hier allerdings meist für Waffen und Schilde, verwendet.
Erze nun sind das große Portal zur Magie der Artefakte auf Schattenwelt. Sie erschließen eine mannigfaltige Quelle zur Verzauberung und ich werde im Angang auf die zu findenden Erze eingehen und bekannte Affinitäten zur Magie aufzeigen. Nur mag dies in weiteren Ausführungen hier im Text etwas hindern.
Ähnliches gilt auch den edlen und halbedlen Steinen der Erde, wobei wir hier eine Gemeinschaft mit den Erzen finden, denn alle die magisch begünstigenden Materialien kommen aus dem Boden und haben anscheinend die Energien des astralen Gewebes besonders stark aufgesogen. Auch hier werde ich wohl eine Erläuterung der Verbundenheit der einzelne Steine am Ende der Arbeit anhängen, auf das diese den Textfluss nicht weiter störe und so besser als Nachschlagewerk zu verwenden ist.
Gut, ist man sich über das Material und die Form einige, so sollten nun die genaue Art der Thesen und die Stärke bedacht werden, denn nicht jedes Objekt ist dazu in der Lage, ob seiner Matrix beliebig viel magische Energie zu speichern oder eine beliebig komplexe Form der Matrix auszubilden. Die Zahl, Stärke und auch die Art der Verzauberungen spielen eine Wichtige Rolle in der finalen Ausbildung der Objektmatrix, und sind der Hauptbestandteil der Artefaktmagie. Folgend ist zu bedenken ob man nun, so man sich entschieden hat, nicht permanent wirkende Thesen, sondern auflösbare Thesen, auf das Objektum zu fixieren, muss man bedenken, ob man eher mehrere Thesen der gleichen Art stapelt oder ob der Magus verschiedene Thesen, verbunden mit verschiedenen Auslösemechanismen im Objektum sammelt. Auch hier handelt es sich wieder um eine Frage des willens, der Phantasie und natürlich des Könnens. Zwar kann man auch permanent wirkende Zauber in einem Objekt sammeln allerdings ist dies Ungleich schwieriger.
So sind wir auch schon bei einem weiteren angesprochenem Problem, der Wirkungs oder Bezauberungsdauer.
Die permanente Verzauberung erweist sich als recht schwierig und ist auch nur bei Thesen möglich, die nicht auf eine einmalige Wirkung aus sind. Es eignen sich also Zauber die über einen Zeitraum wirken, und diesen verlängert man sozusagend einfach ins Unendliche. Sehr schwierig wird es bei Thesen wie dem IN MANI oder dem VAS FLAM, auch diese Zauber mögen permanent an ein Objekt gebunden sein, allerdings besteht hier das Problem, das sich die Thesis immer von selbst wieder erneuern muss, anders als bei den schon zeitgebundenen Thesen lässt sich nicht durch eine einfache Manipulation eine länger Wirkung erzielen, da nach einmaligem Auftreten der Zauber eigentlich verschwunden ist. Es gilt also für solch eine Verzauberung muss eine ganz neue Thesis zuvor entwickelt werden, die dem Objektum genügt, den Zauber zu regenerieren. Einfacher wäre es so, den Zauber 5 mal auf ein Objekt zu legen, auf das dies dann 5 mal ausgelöst werden kann. Für diese Art der Verzauberung sind nämlich nicht erst lange Arbeiten und intensive Forschung nach neuen Thesen notwendig.
Ist man an dem Punkt angelangt, an dem man sich über die Beschaffenheit, und Form des Objetums sowie der Formeln die darauf liegen sollen, klar ist, beginnt der eigentliche Teil der Arbeit, die Verzauberung.
Am günstigsten erwies es sich, schon bei der materiellen Erschaffung des Objektes mittels magischer Kraft, das Selbige von anderen Einflüssen zu schützen, oder wie gewünschte, besondere Einflüsse zu verstärken oder erst zuzulassen. Gerade bei Artefakten von größerer Macht ist es schon wichtig das der Magus das Objekt am besten selbst fertigt oder zumindest ständig anwesend ist bei der Erschaffung des Gegenstandes. Dies ist nötig, da jede Matrix, die sich in länger in der nähe einer anderen befindet, auf diese einwirkt und so einen "Eindruck hinterlässt". Für Artefakte nun ist es wichtig das die Matrix des Gegenstandes schon am besten vorher auf den Zaubernden eingestellt ist und so der Zugang zum Muster des arkanen Gewebes viel leichter ist. Ist das Objekt geschaffen und steht in seiner Rohform dem Magus zur Verfügung, achtet man auf bestimmte Sternenkonstellationen und auch auf Einflüsse durch Wetter und Luft, all diese können das Arkane Gewebe stark beeinflussen und so bei der verletzlichen Matrix, während der Erschaffung positiv oder negative Folgen hervorrufen. Schließlich können bei Unwettern gar mindere Geister in die offene Form einfahren und das Objekt "beleben" ein Zustand der nicht erstrebenswert ist, da der Geist von nun an in der Form gefangen ist und stetig danach strebt wieder auszubrechen, das Artefakt also dem Träger oder Anwender ob seiner verständlichen Gereiztheit selten gefügig ist.
Kommen wir nun zum Rituale der Bezauberung an sich. Sind alle Thesen vorbereitet, das Objekt passend hergerichtet und der Richtige Zeitpunkt sowie alle Paraphernalia da, so beginnt man seinen Geist für das Gewebe zu öffnen und die Matrix des Objektes zu betrachten.
Der erste Schritt der folgt, ist eine sogenannte Reinigung des Objektes. Selbst wenn das Objekt unter magischer Aufsicht erschaffen wurde, so muss es doch von Restgewebeeinflüssen gereinigt und auf die Matrixänderung an sich vorbereitet werden.
Hierfür entwickelte ich folgende Thesis, die ich jetzt näher in ihrem Einfluss und wirken erläutern werde.