Vampir
Spezies der Schattenwelt
Barbar - (Daywalker) - Drow - Dunkelzwerg - (Echsenvolk) - Gargoyle
Hexe - Lichtelfen - (Knochenvolk) - Lykanthrop - Mensch - Ork - (Rattenvolk)
Vampir - Waldelfen - (Wikinger) - Zwerg
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Eigenschaften: Str: 90 Dex: 100 Int: 70 Rassenzauber: Siehe Hier Sonstiges: Vampire sind eine Folgerasse, bereits bestehende Chars können zu Vampiren werden Betreuung:
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Vorwort
Vampire, das sind einerseits die klassischen untoten Blutsauger, die man aus Literatur und Fernsehen kennt - andererseits haben sie auf Schattenwelt ganz besondere Eigenschaften, die sich vom bekannten Bild teilweise deutlich unterscheiden. Aber auch hier fürchten sie das Licht der Sonne und werden von unsterblicher Gier getrieben.
Engine
Stats
- Stärke: 90
- Geschicklichkeit: 100
- Intelligenz: 70
Rassenzauber
Vampire können durch ihre Rasse folgende Zauber sprechen. Dies sind normale Enginezauber, die dementsprechend auch ein Zauberbuch und Reagenzien brauchen. All diese Dinge sind im Rollenspiel nicht notwendig.
Vampirzauber laufen über den Skill Focus, sie können bei Treffern nicht fizzlen.
Anderes
Vampire können sich von Bloodpotions ernähren.
Diese lassen sich wie folgt herstellen: Bei Kämpfen entstehen immer wieder Blutlachen. Ein Vampir kann dieses Blut durch einen Doppelklick darauf in eine bereitgehaltene leere Flasche einfüllen.
Vampire besitzen zudem die Fähigkeit sich in einen Wolf und eine Mongbat zu verwandeln, dies geschieht durch die Eingabe folgenden Befehls:
.morph
Durch folgenden Befehl kann der Vampir wieder menschliche Gestalt annehmen:
.unmorph
Bewerbung
Vampire sind keine frei wählbare Rasse. Hier finden sich die Hinweise zur Bewerbung
Guide
Merkmale
Wir sind tot - das ist eigentlich alles, was du wissen musst. Hast du jemals eine kalte Leiche im Arm gehalten? Wenn ja, dann weißt du, was dein Liebhaber spüren wird ..
-- Yerabeth Jerean zu Ancanagar Tyenes
Wir sind nicht ohne Mitleid.
-- Yerabeth Jerean zu Ahmed ibn Rashid
- haben eine Körpertemperatur die der Umgebungstemperatur entspricht
- haben keinen Herzschlag
- haben keine spezielle astrale Signatur
- haben keine spezielle karmatische Signatur
- haben eine spezielle sanguine Signatur
- strahlen keine Lebenskraft aus
Vampire sind (un)tot - das sollte an erster Stelle stehen. Auch wenn sie keinerlei Zeichen körperlichen Verfalls aufweisen, so besitzen sie doch eine Vielzahl an zwar unscheinbaren aber verräterischen Merkmalen und Charakteristika, die sie von Lebenden unterscheiden.
So haben Vampire stets die Körpertemperatur der Umgebung, was gerade im Winter auffallen mag, ihre Haut erweist sich als außerordentlich blass. Eben wegen dieser Kälte beschlägt der Atem eines Vampirs nicht und es finden sich auch keine der typischen Atemwolken - eine der Möglichkeiten zum Aufspüren dieser Wesen, die von trickreichen Vampirjägern durchaus schon genutzt wurden. Der Atemreflex ist jedoch zumindest bei jungen Vampiren durchaus noch vorhanden, kann sich im Laufe der Zeit jedoch verlieren.
Selbstverständlich besitzen Vampire einen Schatten und ein Spiegelbild - irgendwelche Gerüchte über die Verbindung dieser Attribute mit der Seele straft schon der Verweis auf so triviale Gerätschaften wie einen Stuhl Lügen - der auch sowohl Schatten als auch Spiegelbild sein eigen nennen darf.
Die Eckzähne erscheinen nur in den seltensten Fällen aufmerksamkeitserregend, erst direkt vor dem Biss werden sie ausgefahren - sind dann jedoch unverkennbar.
Es sollte darauf hingewiesen werden, dass das statische Aussehen eines Vampirs durch das Erscheinungsbild vor dem Tode bestimmt wird. Frische Wunden verheilen im Moment der Umwandlung, alte Narben werden jedoch keineswegs beseitigt und wenn dem zukünftigen Vampir ein Arm fehlte, wird er ohne diese Gliedmasse auch in das neue Unleben gehen.
Zu der Stasis gehört auch die Tatsache, dass die Haare nicht mehr wachsen, sollten sie geschnitten werden, "regenerieren" sie sich während des nächsten Schlafes und stellen damit eine Ausnahme zu der allgemein geltenden Regel dar, dass jegliche Veränderung des Körpers sofort regeneriert wird. Vampire selbst würden dies vielleicht mit der Annahme zu erklären suchen, dass Haare schon bei einem Lebenden kein wirklicher Bestandteil des lebenden Körpers sind.
Astrale Hellsicht zeigt auf einen Vampir angewandt kein besonderes Ergebnis: Die sanguinen Strukturen können durch diese Art der Zauberei nicht visualisiert werden. Ein Blutmagier wäre jedoch in der Lage ein Netz sorgsam gesponnener Fäden zu erblicken, die mit dem Alter des Vampirs zuzunehmen scheinen. Theoretisch müsste es für einen solchen Blutmagier möglich sein eine Entzauberung und damit die Vernichtung des Vampirs durchzuführen - in der Praxis würde dies schon bei einem jungen Vampir Stunden angestrengter Arbeit kosten - die Sonne arbeitet da weit schneller.
Ein entsprechend befähigter echter Blutmagier sollte in jedem Fall in der Lage sein einen Vampir anhand seiner Muster als solchen zu identifizieren - wenn er vorher schon einmal diese Muster gesehen hat.
Tiere und andere scharfsinnige Wesen können spüren, dass etwas mit diesen Kreaturen nicht stimmt und reagieren daher fast immer angsterfüllt oder zumindest verunsichert - genauer gesagt: Sie nehmen das Fehlen einer eigenen mentalen Abstrahlung wahr. Ein intelligentes Wesen könnte sich hier noch mit der Erklärung einer Mentalblockade zufrieden geben ..
Ergänzend sei darauf hingewiesen, dass Vampire - entgegen anderslautenden Gerüchten - nicht in Flammen aufgehen, wenn sie nicht-schwarze Kleidung tragen. Auch ein herzhaftes Rosa kann ihrem Wohlbefinden keinen grundlegenden Schaden zufügen - sieht man von psychischen Verstümmelungen einmal ab.
Vampire müssen natürlich Blut trinken um die eigenen Verluste auszugleichen. Diese entstehen sowohl durch die eingesetzten Blutzauber, als auch durch allgemeine Aktivität - hier gilt, dass das Blut direkt und frisch aus einem lebenden Körper stammen muss um die nährende Wirkung zu haben. Die einzige Ausnahme stellt die Möglichkeit dar, sich von anderen Vampiren zu ernähren - wodurch man sich jedoch von diesen abhängig macht. Man kann maximal soviel Lebenskraft aufnehmen, wie man zu Lebzeiten besaß, es nützt also nichts einige Hundert Menschen leer zu trinken um sich so gut wie möglich auf Ärger vorzubereiten.
Der Bedarf liegt bei etwa einem leergesaugten Menschen pro Woche, sofern auf exzessive Zaubereien verzichtet wird. Tierblut ist ein adäquater Ersatz für Menschenblut, hat jedoch seine eigenen Nachteile ..
Das Verhalten eines Vampirs sollte von Vernunftgründen bestimmt sein, aus naheliegenden Gründen haben Menschen etwas gegen Kreaturen die Ihresgleichen das Blut aus den Adern saugen und bedauerlicher Weise sind diese Menschen sowohl in der Überzahl als auch fähig im Sonnenlicht herum zu laufen .. ein kluger Vampir vermeidet es daher einen rachedurstigen Mob zu mobilisieren indem er seine Natur offenbart.
Sicherlich braucht ein toter Körper keinen Schlaf, aber auch wenn es sich bei dem Geist des Vampirs nur um einen Abdruck des vormaligen Bewusstseins handelt, bedarf dieses ebenso der Ruhe. Sofern man bei einem Vampir überhaupt von geistiger Gesundheit sprechen will, sind Träume für diese essentiell.
Ein Vampir ist in der Lage normale Nahrung aufzunehmen, ohne dass dies aber einen positiven oder negativen Effekt irgendwelcher Art hätte - da die Verdauung nicht funktioniert, muss diese Nahrung natürlich anderweitig entsorgt werden, bevor sie zu faulen beginnt. Dementsprechend haben natürlich auch nichtmagische Drogen keine Wirkung.
Ein vor seiner Umwandlung zauberfähiger Vampir behält diese Möglichkeit natürlich weiterhin, es erscheint jedoch als wäre die Bindung zum astralen Gewebe weniger gut ausgeprägt. Die blutmagischen Fähigkeiten des Vampirs können nicht durch astrale Kraft gespeist werden. Ein Vampir kann natürlich durch Magie auch ganz normal beeinflusst werden, gerade Verwandlungszauber zeigen jedoch oft nur geringe Effekte oder eine überraschend kurze Dauer - der Vampir ist in der Lage sich gegen Beherrschungen durch den Einsatz der eigenen Kraft Telepathie zu wehren, gegen einen Erzmagier nutzt dies einem untrainierten Vampir dennoch wenig.
Nach der Erschaffung ist der junge Vampir durch das Blut des Erzeugers kontaktier- und kontrollierbar für diesen, ein Aspekt der jedoch mit der Zeit verfällt, wenn kein weiteres Blut des Erzeugers aufgenommen wird. Dieser Effekt stellt sich beim Genuss beliebigen Vampirblutes ein.
Nebenbei, ein Vampir weint keine blutigen Tränen, denn er hat ja auch keine völlig roten Augen oder ähnliches.
Es ist übrigens Tradition (und nichts weiter), dass die "Kinder" eines Vampirs als Brut bezeichnet werden und den Nachnamen des Erzeugers annehmen sobald ihre Anzahl drei übersteigt.
Geheimnis: Das Erscheinungsbild der Vampire ist mitnichten völlig statisch, sondern kann durchaus Schwankungen unterliegen - Grund dafür ist die Abhängigkeit vom geraubten Blut, welches nicht nur die Existenz des Blutsaugers aufrechterhält und die Quelle für alle von diesem gewirkte Magie ist, sondern darüber hinaus auch prägend in die Gesamtstruktur eingreift.
Ein Vampir, der über kurze Zeit viel fremdes Blut aufnimmt, sollte daher nicht verwundert sein, wenn dies durchaus mit kleinen körperlichen oder gar geistigen Veränderungen einhergeht - im Übrigen einer der Gründe, warum Vampire normalerweise kein Tierblut zu sich nehmen: Selbst die Menschenliebe eines tyraelgläubigen Vampirs wird wohl auf eine harte Probe gestellt, wenn er vor der Wahl steht entweder ein Leben zu schonen, oder sich langsam in seine bevorzugte Beute zu verwandeln ..
Geschichte
- Die Vampir-HausHäuser der Kinder von Gum Jabbar stammen aus der so genannten "Alten Welt"
- Das Haus Kerah ging aus Experimenten der Wissensmagier hervor
Der Ursprung der Vampire erweist sich im Gegensatz zur Entstehung der meisten anderen Kreaturen als wenig linear. Bedingt durch die Existenz verschiedener Ahnen können daher zwei unterschiedliche Linien skizziert werden:
Die Häuser der Alten Welt
Zum Einen gibt es die auf Schattenwelt durch Kinder von Gum Jabbar begründeten Häuser, die sich auf die so genannte "Alte Welt" zurückverfolgen lassen, dort wurde Gum Jabbar durch einen Daywalker zum Vampir gemacht. Es ist nicht bekannt, welche Ursprünge die dort existierenden Daywalker haben und damit bleibt letztlich auch die wahre Natur und der Grund für die Existenz dieser Häuser im Dunkel.
Haus Kerah
Das vorrangige Ziel der Wissensmagier scheint nach heutigen Erkenntnissen die Kreation einer Rasse gewesen zu sein, die die unbeschränkte Fähigkeit zum Wirken von Magie innehat - und dieses Haus entstammt den bizarren Versuchen der Wissenschaftler.
Nicht einmal die Vampire selbst kennen den Grund für ihre Existenz, aber allein die Betrachtung der Fähigkeiten stellt die Frage, ob die Motivation und insbesondere die Zielsetzung der Wissensmagier so simpel umschrieben werden kann - die offenkundige Raubtier offenbart auch noch andere Implikationen.
Der Schlüssel liegt zweifelsohne im Blut verborgen, welches den Vampiren so wichtig ist und der Träger von Kraft und Bewusstsein zu sein scheint, verschiedene autarke Kräfte könnten fast vermuten lassen, dass das Blut selbst eine Form von Eigenintelligenz aufweist und allein die Spuren des erloschenen Bewusstseins aufnimmt und als Hülle anlegt.
Wie auch immer - das vorgebliche Ziel der Wissensmagier schlug ein weiteres Mal fehl: Zwar erweisen sich alle Vampire als begabte Blutmagier, aber der Resonanzeffekt gewirkter Magie schlägt auf sie ebenso zurück, wie auf normale Sterbliche.
Mit der ihnen eigenen Arroganz wurden die gescheiterten Experimente ihrem Schicksal überlassen, während andere Versuche und Forschungen die Aufmerksamkeit banden ..
Entstehung
Blut ist dicker als Wasser? Was weißt du schon davon ..
-- Yerabeth Jerean
Alle heutigen Vampire entstehen auf die gleiche Art und Weise: Einer möglichst frischen Leiche wird etwas vom Blut eines anderen Vampirs eingeflösst - ob dieses durch eine Wunde oder den Mund in den Körper gelangt ist völlig gleich. Innerhalb weniger Minuten - bei alten Leichen durchaus auch etwas mehr - vollzieht sich nun eine Umwandlung des toten Körpers und schließlich wird dieser als Vampir reanimiert. Zu diesem Zeitpunkt finden sich weder die Seele noch das ursprüngliche Bewusstsein noch in dem Vampirkörper - was verbleibt sind schlicht die Abdrücke des Bewusstseins, die aber niemals absolut komplett sind.
Je älter die Leiche, desto schlechter ist dieser Abdruck des Bewusstseins, nach einer Zeit von drei Tagen ist es gar so weit verblasst, dass sich die Leiche zwar noch erhebt, jedoch nur als hirnloser Zombie ohne die speziellen Fähigkeiten des Vampirs.
Es ist übrigens nicht von Belang auf welche Weise der zukünftige Vampir starb, da in den seltensten Fällen im Affekt neue Vampire erzeugt werden, findet man jedoch so gut wie immer das rituelle Aussaugen des Blutes.
Während der ersten Zeit besteht ein Blutsband zwischen dem Erzeuger und dem jungen Vampir, das sich mit der Zeit jedoch verliert, sofern es nicht durch weiteres Blut gestärkt wird.
Gesellschaft
Die Gesellschaft der Vampire mag klein sein, aber sie enthält nicht weniger Facetten als das Sozialleben der Menschen.
Gaben
Das ist das größte Wunder dieser Existenz. Über die schmalen Sinne eines Menschen hinaus durchdringen wir die Schatten. Ich bin noch immer so verzückt, wie am ersten Tag, wenn ich durch meine Heimatstadt wandere und das Pulsieren des Lebens überall um mich herum spüre. Darum sind wir ohne jeden Zweifel gesegnet.
-- Yerabeth Jerean
Das Blut ist der Schlüssel.
-- Ahmed ibn Rashid zitiert Yerabeth Jerean
- Vampire verfügen über angeborene Fähigkeit zur Blutmagie
- Vampire sind nahezu immun gegen die Wirkung normaler Waffen
- Vampire können erlittenen Schaden durch den Einsatz ihres Blutes heilen
- Vampire können Lebenskraft spüren
- Vampire haben geschärfte Sinne und Reflexe
Eine Vielzahl von Fähigkeiten und Möglichkeiten sind den Untoten durch ihre Natur gegeben. Der vampirischen Körper erweist sich als nahezu unzerstörbar, denn Stahl durchdringt das Fleisch zwar ohne sonderliche Mühe, aber die Wunden schließen sich sofort wieder. Blut tritt normalerweise nicht aus - es sei denn der Vampir hat gerade getrunken.
Es ist dem Vampir nur mit Mühe möglich diese eigene Regeneration aufzuhalten, was im Falle des Falles durchaus verräterisch sein kann, zudem ist diese Art der "Instantheilung" auch nicht umsonst zu haben sondern zieht ihre Kraft wie jede Form der vampirischen Magie aus dem vorher geraubten Blut. Sollte der Vampir also gerade am verhungern sein, kann ein Versagen dieser beständig wirkenden Kraft durchaus im Rahmen des Möglichen liegen.
Auf sanguiner Ebene wäre übrigens die Umsetzung eines aus Blut geschöpften Restrukturierungszaubers zu beobachten, der im Hintergrund beständig aktiv ist und die Existenz des Vampirs aufrechterhält.
Vampire altern nicht und sind damit zumindest potentiell unsterblich - sofern man eine solche Bezeichnung für ein untotes Wesen wählen möchte - sie werden durch Krankheiten und nichtmagische Drogen nicht beeinflusst.
Jeglicher dem vampirischen Körper zugefügte Schmerz erscheint eher als Botschaft denn als Hindernis, angesichts des toten Fleisches kaum verwunderlich. Auch wenn die sensorische Wahrnehmung normal funktioniert, nimmt die Empfindlichkeit gewöhnlich mit zunehmenden Alter noch weiter ab, bis irgendwann selbst durchbohrende Schwerthiebe kaum noch registriert werden. Es ist leicht zu vergessen, wie es war sterblich zu sein ..
Geistige Schmerzen wie Trauer oder Einsamkeit treffen den Vampir jedoch mit unverminderter Härte, die Zeit mag allerdings auch hier alle scharfen Kanten schleifen und grelle Farben verblassen lassen.
Eine weitere sehr nützliche Fähigkeit des Vampirs ist die Möglichkeit in Tiefschlaf zu fallen und so ganze Jahrhunderte mit einem geringen Blutverbrauch zu überdauern. Schon so mancher Grabräuber wurde von einem gerade noch Schlafenden überrascht, denn selbst im Ruhen sind die Untoten in der Lage die Annäherung der Lebenskraft zu spüren und rechtzeitig zu erwachen.
Natürlich erwachen sie ebenso, bevor der Blutmangel wirklich kritisch wird - und falls einer der in ferner Vergangenheit erzeugten Vampire tatsächlich die Zeiten im Schlaf überstanden hat, dann könnte es eventuell bald soweit sein.
Im Endeffekt schöpft jedweder "Zauber" seine Kraft aus dem Blut: Von Nichts kommt nichts, das wird selbst an der ehrwürdigen Academia Ars Magica gelehrt und um die Wirklichkeit zu biegen wird Kraft benötigt, Energie, die Vampire aus eben dieser besonderen Quelle schöpfen.
Ohne geraubtes Blut zu "verbrennen" kann ein Vampir also keine seiner besonderen Fähigkeiten einsetzen und die Aufrechterhaltung seiner Existenz fordert gleichsam ihren Preis.
Eine ganze Menge spruchzauberähnlicher Effekte sind dem Vampir indes möglich, begrenzt eigentlich nur durch seine Erfahrung und die Menge des einsetzbaren Blutes. So weiß man von der Erhöhung der eigenen Stärke oder der Reise durch die Schatten ebenso, wie von dem Bösen Blick, der die Hand eines Feindes erschüttert, man spricht von Verwandlungen in Tiere - was ein Magier als mindere Abwandlung des mächtigen Polymorph interpretieren würde - und der Möglichkeit allein durch die Gedanken miteinander zu kommunizieren. Auch die Schärfung der Sinne steht dem Vampir offen - nicht nur, dass bestehende Sinne auf das Äußerte verbessert werden können, gar völlig neue Wahrnehmungen, wie die der Wärme sind möglich und ergänzen die beständig vorhandene Fähigkeit die Lebenskraft aller Wesen in der Umgebung zu erspüren.
Auf diese Art und Weise können übrigens andere Untote erkannt werden: Herumlaufende Wesen ohne Lebenskraft - geraubtes Blut wird ebenso wenig wahrgenommen, wie solches in einem Glas.
Hier findet sich zugleich auch der Grund, warum ein Vampir von altem Blut nicht genährt wird: Nur direkt und frisch aus dem Körper ist es der Träger der Lebenskraft, die eigentlich gebraucht wird. So mag es zwar dekadente Vampire geben, die gern auch ein Glas Blut trinken - einen Nutzen hat dies jedoch nicht.
Handicaps
- Vampire werden auf tyraelgeweihtem Boden schwer geschädigt (bis hin zur Vernichtung)
- Verletzlichkeit gegen echte geweihte Waffen Tyraels
- blutmagisch bedingte Resonanz mit Knoblauch
- Empfindlichkeit gegen echte Blutmagie
- Tiere verspüren Unbehagen oder Angst in der Nähe von Vampiren und gehorchen diesen nur wenn sie gezwungen werden.
Eine Vielzahl an Legenden rankt sich um die Kräfte der Vampire - und so auch um deren Schwächen und Angriffspunkte, die nicht nur einem verzweifelten Opfer Nutzen bringen könnten, sondern auch eine geplante Jagd zu einem nicht allzu aussichtslosen Unterfangen machen sollen.
Dazu ist schlicht und einfach zu sagen, dass die meisten jener Geschichten nichts mehr denn Märchencharakter besitzen und im Ernstfalle wohl mehr schaden denn nutzen, halten sie doch von einer wenigstens geringen Erfolg versprechenden Flucht nur ab.
Die aberwitzigsten Irrlehren seien hier einmal rasch zusammengefasst: Weder weist der Vampir eine grundsätzliche Schwäche gegen Silber in irgendeiner Form auf - auch wenn eine Silberklinge natürlich dennoch durch sein Fleisch schneidet (hier sei aber auf die enormen Regenerationskräfte der Wesen verwiesen, die an anderer Stelle ausführlichere Erläuterung finden) .. auch bestimmte Holzsorten, zu Pflöcken verarbeitet bringen nicht mehr nutzen als gewöhnliches Brennholz.
Das Schlafen in Heimaterde erhöht keineswegs die Regenerationsfähigkeit des Vampirs, noch ist es notwendig um der Vernichtung zu entgehen - es verschmutzt höchstens seine Kleidung. Kein Vampir wird aus anderem Grunde als Erwägungen der Höflichkeit um Einlass in ein Haus fragen, kann er die Schwelle doch auch ohne vorher eingeholte Erlaubnis übertreten ..
Einige Legenden fußen jedoch auf Tatsächlichem - und mögen, sind sie erst einmal vom Ballast des Aberglaubens befreit durchaus wirksame Wehr darstellen:
Allem voran besitzt Sonnenlicht die Eigenschaft, den Zusammenhalt der sanguinen Strukturen des vampirischen Seins völlig auf zu lösen - ein Problem mit dem Blutmagie im allgemeinen zu kämpfen hat - wohingegen das Licht von Mond oder Sternen, sowie Fackel- oder jeglicher anderer Feuerschein allein keine zerstörerische Wirkung besitzt. Auch Brandwunden regenerieren "ganz normal" - was in einem großen Brand oder gar auf einem Scheiterhaufen natürlich letztlich auch nicht mehr von Belang ist.
Sollte das Feuer so ungezähmt lodern, dass die Regenerationskräfte nicht stark genug sind, sich dem entgegenzusetzen oder in dem Versuch alle Kraft des Blutes verbraucht werden, verbrennt der Vampir zu Asche und ist damit endgültig vernichtet.
Das Abtrennen des Kopfes führt nicht unabdingbar zur Vernichtung des Vampirs - es sei denn, dies wird mit einer blutmagischen Klinge durchgeführt. Abgetrennte und vom Körper getrennt befindliche Gliedmassen zerfallen in dem Augenblick zu Staub, in dem sich der vampirische Körper wieder vollständig regeneriert.
Das betreten Tyraelgeweihten Bodens ist generell zwar möglich, doch muss sich der Vampir dann des Zornes des Engels gewiss sein - allein die Existenz eines so weitab von der "natürlichen Ordnung" bestehenden Wesens ist den Lehren des Lichtdelphins entgegengesetzt und so dürfte die schlichte Auflösung der sanguinen Strukturen jenes forschen Vampirs für Tyrael Regelfall und nicht Ausnahme sein: Aufgrund der Tatsache, dass es sich bei seinem Sein nur noch um verkrüppelte Abdrücke eines vormaligen Bewusstseins handelt ist Erlösung eine Gnade, keine Strafe und in jedem Fall ein Segen für die Umwelt.
Es soll an dieser Stelle darauf hingewiesen werden, dass keine der anderen göttergleichen Wesenheiten der Schattenwelt grundsätzlich gegen die Vampire steht, somit wird einer solchen Kreatur weder der Besuch eines Lloth-Tempels noch einer eventuellen Kultstätte des dunklen Engels schaden - ebenso wenig wie geweihte Waffen oder heilige Symbole irgendeine Wirkung zeigen. Tyrael steht aufgrund seiner Natur und seines Rufes als lichte Gottheit strikt gegen die Existenz von Vampiren.
Seine heiligen Symbole vermögen Vampire zwar nicht aufzuhalten, bisweilen aber mit genug Unbehagen erfüllen, damit sie sich ein anderes Opfer suchen. Selbst die Wirkung der so genannten "geweihten Waffen" wird gewaltig überschätzt - nur die Klingen, die bei einer der "Grossen Weihen" entstanden sind, erweisen sich als so wirksam, dass man von wirklich durchschlagendem Erfolg sprechen kann. Bisweilen scheint es jedoch, als würde Tyrael seinen Dienern zumindest so weit beistehen, dass die Heilung von auch mit normalen Waffen geschlagenen Wunden zumindest ein wenig verzögert ist.
Da die Seraphim Tyraels dem Pfad ihres Herren auf die unterschiedlichste Weise folgen, reagieren sie wohl alle anders auf die Untoten: Wo Isidor die Vernichtung ohne jede Verhandlung wählt, könnte Ubirath schon ganz anders entscheiden.
Weiterhin erweist sich Knoblauch als wirkungsvolles Mittel zum Fernhalten eines Blutsaugers - die der Wurzel innewohnende magische Kraft, jene Elemente der Bannung und des Schutzes bestehen auch gegen die blutmagische Präsenz des Vampirs. Der Vampir kann sich entschließen gegen den magischen Schutz des Knoblauchs entweder direkt vorzugehen - und diesen durch reine Masse zurückdrängen, oder die Pflanze mittels Blutmagie anzugreifen und zum Verdorren zu bringen: Vertrockneter Knoblauch verliert seine besonderen Fähigkeiten.
Schlussendlich ist darauf hinzuweisen, dass ein echter Blutmagier die Strukturen und damit die Essenz der vampirischen Existenz wahrnehmen und auflösen kann - ein Vorhaben, dass jedoch eine außerordentliche Fähigkeit und Kraft benötigt.
