Bareti/Magie der Kommunikations Kristalle/Grundlagen, Forschung und Entwicklung

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Magie der Kommunikations Kristalle
Überblick · Vorwort · Einleitung · Grundlagen, Forschung und Entwicklung · Theorien · Entwicklung · Zusammenfassung · Weiterreichender Nutzen · Resumé

Im folgenden Kapitel will ich darlegen, wie die Forschung an den Kristallen von sich gegangen ist. Dies möchte ich gerne in einer Art und Weise aufzeigen, die es erlaubt, das auch Magier von niederem Stand die Forschung und auch die Ergebnisse nachvollziehen können.
Im Anschluss an die Forschung möchte ich dann zwei Applicatio vorstellen, welche sich aus dem direkten Zusammenhang ergeben haben.

Ad primo - Kommunikations Kristalle

Forschungsobjekt

Die Kommunikations Kristalle werden zunehmen häufiger in der Welt gesichtet und immer mehr Bewohner Schattenwelts erfreuen sich an ihnen und ihrem Nutzen.

Fundorte & Beschreibung

Woher die Kristalle im Ursprung stammen konnte ich leider nicht endgültig klären. Einige vermuten, dass findige Magier diese scheinbaren Artefakte hergestellt haben, anderen Vermutungen nach sind sie Relikte aus früheren Zeiten. Die Kristalle können jedenfalls nicht in der freien Natur gefunden werden, sondern werden nur bei gewissen Händlern angeboten. Leider verwehrten mir diese Händler jegliche Auskunft über die Herkunft der Kristalle. Offenbar haben diejenigen Händler, welche Handel mit diesen Kristallen treiben noch große Bestände an Kristallen, oder aber sie wollen ihre Marktstellung nicht riskieren. Die Preise für die Kristalle variieren je nach Region zwischen 10.000 und 12.000 Goldstücken.
Für unsere Untersuchungen benötigen wir einige Kristalle, wobei davon auszugehen ist, dass nicht alle heil bleiben werden. Daher kaufen wir zunächst einmal ein Dutzend beim Juwelier in Jhelom ein.

Die Kristalle sind für Edelsteine recht große Objekte, welche in Form einer Pyramide geschliffen wurden. Sie haben vier gleiche Seiten und eine größere Standfläche. Die Oberflächenstruktur ist leicht glänzend, das Innere stellt sich matt grün dar. Der gesamte Kristall ist in eine art „Hülle“ gefasst, welche über jede Kante gelegt ist. Diese Hülle scheint jedoch lediglich dem Schutz zu dienen. Vor einiger Zeit, weit vor meinen Forschungsarbeiten an den Kristallen, habe ich durch Zufall einen kleineren Kommunikations Kristall erhalten. Diesen habe ich mir von einem Juwelier in ein Armband einarbeiten lassen. Hierfür wurde die benannte Hülle entfernt. Die Funktionalität des Kristalles wurde davon nicht beeinflusst.

Nutzungsmöglichkeiten

Wofür die Kristalle ursprünglich hergestellt worden sind ist leider nicht bekannt. Genutzt werden sie jedoch lediglich für die Übertragung von Geräuschen und Lauten zwischen Kristallen. Man kann zwei Exemplare aufeinander einstimmen indem man diese für eine gewisse Zeit aneinander legt. Hierfür reichen einige Augenblicke vollkommen.
Kristalle die aufeinander eingestimmt sind, bilden einen Verbund und übertragen Geräusche die sie hören an den jeweilig anderen Kristall.
Hier scheint auch die Hauptnutzungmöglichkeit zu liegen. Durch die Kristalle ist jedes Wesen auf der Schattenwelt in der Lage sich mit jedem anderem zu unterhalten, gleich wie weit entfernt dieses ist. Lediglich muss jeder "Teilhaber" einen der Kristalle besitzen die aufeinander eingestimmt sind.
Wie die Testergebnisse zeigten, ist es auch möglich einen Kristall mit mehreren anderen Kristallen zu verbinden. Das Verfahren dazu ist analog. Wann immer ein neuer Kristall mit einem bereits eingestimmten verbunden wird, stellt dieser Kristall mit allen anderen Kristallen eine neue Verbindung her. Sobald mehr als zwei Kristalle verbunden sind bilden diese also ein Kristallnetzwerk. Wann immer ein Kristall Geräusche auffängt, sind diese an jedem anderem Kristall im Netzwerk ebenso zu hören.
Sowohl in der Einzelverbindung als auch im Netz scheinen die Kristalle nicht jedes Geräusch zu übertragen, sondern lediglich solche die lauter sind als etwa das tapsen eines kleinen Tieres. Aktivierte, also verbundene Kristalle, erscheinen nicht mehr als matte Edelsteine, sondern leuchten von einer inneren Kraft heraus.
Eine weitere Besonderheit ist die Möglichkeit die Kristalle zu deaktivieren, ohne das diese ihre Verbindung zu den anderen Kristallen verlieren. Hält man für einige Augenblicke die Hand auf die Spitze des Kristalls gedrückt, erlischt das Leuchten und der Kristall kehrt zu seinem Ausgangszustand, zurück. Hält man die Hand erneut über den Kristall, beginnt er wieder zu leuchten. Ein Kristall der deaktiviert ist, empfängt und versendet keine weiteren Laute.

Ad secondo - Untersuchungen und Erkenntnissbildung

Untersuchungen

Nachdem wir uns die grundsätzlichen Nutzungsmöglichkeiten genau angesehen haben, wenden wir uns nun der Erforschung und Untersuchung der Kristalle zu.
Wir nehmen zunächst zwei Kristalle und legen sie aneinander, bis das bekannte Leuchten erscheint. Die Kristalle sind nun also aktiv und könnten gemäß ihres Zweckes genutzt werden. Kaum das ein lauteres Geräusch in der Nähe eines der Kristalle ertönt, hört man sogleich dieses Geräusch einem Echo gleich aus dem anderem Kristall ertönen. Die Wirkung geht nicht nur in die eine sondern in beide Richtungen. Die Kristalle scheinen jedoch in der Lage zu sein zwischen einem echtem Geräusch und einem übertragenem unterscheiden zu können. Ein gesprochener Satz, den der Kristall A überträgt, wird von Kristall B wiedergegeben. Diese Wiedergabe ist bei Kristall A deutlich zu hören, dennoch überträgt Kristall A die Laute nicht erneut an Kristall B. Dies hat einen erheblichen Vorteil. So ist es möglich mehrere Kristalle in unterschiedlichen Netzen zu benutzen ohne das sie sich gegenseitig beeinflussen. Wenn man zum Beispiel zwei Kristalle selbst besitzt, Kristall 1 und Kristall 3, und die jeweiligen Gegenstücke (Kristall 2 und Kristall 4) zwei Freunden schenkt, so kann man die beiden Kristalle (1 und 3) auch direkt nebeneinander legen ohne, das die Besitzer von den Kristallen 2 und 4 voneinander etwas hören. Wenn nun Kristall 2 ein Geräusch auffängt, gibt Kristall 1 das Geräusch wieder. Kristall 3 jedoch ignoriert das Geräusch und gibt es daher nicht an Kristall 4 weiter. So kann man sehr einfach ein Netzwerk zu verschiedenen Personen aufbauen ohne das diese miteinander kommunizieren können, oder müssen.

Nach einigen Tests konnte ich feststellen das die Leuchtkraft der Kristalle nach und nach abnahm. Ein Zusammenhang mit der Nutzung war natürlich die logische Erklärung. Die Kristalle enthalten einen gewissen Speicher an Energie, welche zum Übertragen der Geräusche genutzt wird. Dieser Energiespeicher ist jedoch endlich. Das Leuchten der Kristalle zeigt nicht nur an, das sie aktiv sind, sondern gleichzeitig wie stark der Energiespeicher selbst ist.
Hierbei ist es erstaunlich das das Leuchten selbst scheinbar keine nennenswerte Energiemenge verbraucht. In den ersten Versuchswochen habe ich einen aktivierten Kristall in einem gedämmten Behälter aufbewahrt und nach einigen Wochen erst wieder entnommen. Die Leuchtkraft dieses Kristalles verglich ich anschließend mit einem neuen Kristall, wobei diese scheinbar Identisch leuchteten.
Somit ergaben sich zwei Möglichkeiten: Entweder verbraucht das Leuchten selbst keine innere Energie, oder aber die Energiequelle selbst ist so groß, das das Leuchten einfach nur einen extrem winzigen Anteil davon benötigt. Dies hiesse allerdings das die Übertragung eines einzelnen Geräusches mehr Energie benötigt, als das Leuchten über ein Jahr hinaus.

Zu weiteren Testzwecken wurden mehrere Kristalle in einem Verband gestellt. Hierfür wurden acht Kristalle aufeinander eingestimmt, wie es auch bei zwei Einzelkristallen der Fall war.
Nachdem ich alle acht Kristalle miteinander verbunden hatte, testete ich deren Funktion und erhielt das erwartete Ergebnis. Alle anderen Kristalle wiederholten das Geräusch das der erste Kristall aufgenommen hatte, ohne damit eine erneute Reaktion der anderen Kristalle zu erzeugen. Nach einigen Tests fiel etwas seltsames auf. Die Leuchtkraft der Kristalle nahm wie gewohnt ab, jedoch nur die Kraft des Kristalls der sendet. Die Kristalle die die Laute wiedergaben blieben mit dem Leuchten scheinbar konstant. Es schien also das nur der Kristall, der die Geräusche über den Äther sendet hierfür Energie benötigt. Oder aber die Energie für die Wiedergabe der Geräusche ist ebenso wie die Energie für das Leuchten minimal und fällt nicht weiter ins Gewicht. Eine Alternative Möglichkeit die ich in Betracht gezogen habe war, dass sowohl das Leuchten, als auch die Wiedergabe durch die freie Energie, welche uns alle umgibt gespeisst wird. Diese Möglichkeit schließe ich jedoch aus, da ein Kristall der oft benutzt wurde nach einer Weile völlig verblasst, was ich auf ein Verbrauch der inneren Energie zurückführe. In diesem Zustand bleibt zwar der Bund mit dem anderem Kristall erhalten, jedoch leuchtet der Kristall nicht mehr und ebensowenig erhält oder versendet er Geräusche. Würde die Energie für die Wiedergabe aus der freien Energie gespeisst werden, so würde ein „verbrauchter“ Kristall zwar keine Geräusche mehr übertragen, wohl aber noch solche Empfangen.
Somit besteht unzweifelbar ein Zusammenhang zwischen der Inneren Energie und der Wiedergabe.
Das zweite was auffiel war, dass die Übertragung an alle Kristalle im Netz nicht mehr Energie zu verbrauchen schien, als die Übertragung an einen einzigen Kristall. Darauß ließ sich der Schluß ziehen, dass gerade dass „in den Äther bringen“ die Energie verschlingt und nicht die Übertragung im Äther an die verbundenen Kristalle.

Ich sprach bereits mehrfach von einer Übertragung durch den Äther, ohne jedoch näher darauf einzugehen. Noch bevor ich mit den Tests angefangen hatte, war ich bereits von einigen Überlegungen ausgegangen. So war ich mir sicher, dass die Kristaller magischer Natur waren, ohne dies jedoch vorher zu überprüfen. Dies sollte man natürlich nachholen, da es einen wichtigen Faktor darstellt.
Um zu überprüfen ob die Übertragung auf Magie basieren stehen uns mehrere Möglichkeiten zur Verfügung. Zum einem können wir uns der bekannten „Aura-Sicht“ bedienen. Diese Möglichkeit ist jedoch nicht die einfachste, da sie ein gewisses Studium in der Magie vorraussetzt und leider selbst von den Begabten nicht von jedem nachvollzogen werden kann. Ich selbst ziehe eine einfachere Methode vor, die auch wesentlich schneller nachvollzogen werden kann. Ein weiterer Vorteil dieser Methode ist, dass man damit auch anderen Personen ermöglichen kann das Ergebnis zu sehen, obwohl man selbst den Versuch anführt. Dies ist über die „Aura-Sicht“ nicht möglich, oder zumindest nicht ohne erheblichen Mehraufwand.
Hierfür bedienen wir uns einem abgewandeltem Zauber aus dem 5ten Zirkel des Codex 64. Der Zauber "AN GRAV" zerstäubt in einem Feld sämtliche magischen Einflüsse. Auf Basis dieses Zaubers entwickelte ich den Zauber "IN AN ORT GRAV", welchen ich in Ad quarto genauer erläutere. Diese Applicatio erzeugt ein kleines Feld in dem keine weitere Magie zugelassen wird, bis die Wirkung des Zaubers verflogen ist.
Somit ist es nicht möglich innerhalb des Feldes auf die magische Energie zuzugreifen oder etwas in den Äther zu senden.
Nachdem ich vier Kristalle in einen Verbund gebracht hatte, legte ich jeweils zwei innerhalb und zwei ausserhalb des Gebietes, in dem die Applicatio wirken würde.
Nachdem ich nun die Applicatio gewirkt hatte, konnte ich untersuchen in wie weit und ob die Kristalle ihre Funktion behalten haben.
Zunächst wurde ein Geräusch bei einem der äußerem Kristalle erzeugt. Wie erwartet kam ein Echo des Geräusches vom zweiten Kristall der außerhalb lag. Hingegen wurde kein Geräusch von den inneren Kristallen wiedergegeben. Die Übertragung von aussen in das Feld schien also unterbrochen. Nach weiteren Test innerhalb des Feldes zeigte sich, dass die Kristalle im inneren zwar noch leuchten, jedoch keine Geräusche mehr übertrugen. Weder wurde ein Laut von Innen nach Außen befördert, noch innerhalb des Feldes übertragen.
Das Leuchten der Kristalle hörte im Anti-Magie-Feld jedoch nicht auf, war also aus dem inneren gespeist. (weitere Hinweise hierzu entnehmen sie bitte der Beschreibung der Applicatio) Obwohl keine Übertragung stattfand, wurde das Leuchten der Kristalle dennoch schwächer nach einigen Versuchen. Die Kristalle schienen also nach wie vor Energie aus dem Speicher zu ziehen um die Übertragung in den Äther zu starten. Diese schien jedoch nicht mehr zu funktionieren. Die Energie verpuffte also wirkungslos. An dieser Stelle wäre es vorteilhaft zu überprüfen wohin die Energie fliesst. Bekannte theoretische Ansätze lassen vermuten, das die Energie, die nicht ihrer Bestimmung folgen kann, in die allgemeine uns umgebende Energie aufgenommen wird und somit in den Kreislauf zurück fliesst.

Wenn ein Kristall einen Laut überträgt, so verblasst sein Leuchten ein wenig, wird seine Energiequelle geschwächt. Was aber passiert, wenn es ganz erlischt, die Energiequelle ganz erschöpft wird. Wieviele Übertragungen können vorher stattfinden und was kann man danach tun? Die erste Frage war leicht zu beantworten, benötigte jedoch einige Zeit. Zunächst einmal musste ich feststellen, was genau „eine Übertragung“ war. Es gab dafür auf den ersten Blick wenige Möglichkeiten:

  1. Eine Übertragung ist ein Geräusch, dass in einem Stück an den Empfänger gesendet wird.
  2. Eine Übertragung ist ein Zeitfenster, dass, einmal offen, überträgt, bis es wieder geschlossen ist.
  3. Eine Übertragung ist eine Folge von Geräuschen, die dicht aufeinander folgen.

Da ich bereits festgestellt habe, dass die Übertragung in den Äther und nicht das empfangen oder wiedergeben maßgeblich Energie verbraucht, konnte die erste Möglichkeit gleich gestrichen werden. Sollte jedes Wort oder jeder Laut einzeln in den Äther gesendet werden, würde sich der Kristall sehr schnell entladen, was jedoch nicht der Fall war. Um die dritte Möglichkeit zu überprüfen, entwarf ich ein kleines Experiment. Zunächst verband ich erneut zwei Kristalle, der Sender davon wurde frisch aus dem Regal genommen. Danach habe ich einige Flaschen aus meinem Alchemielabor entnommen und eine Reagenzienmischung erstellt und zum kochen gebracht. Durch die besonderen Reagenzien und das beständige kochen, konnte ein gleichbleibender Geräuschpegel erzeugt werden, der über längere Zeit unverändert und durchgehend blieb. Kaum wurde der sendene Kristall in Position gebracht, wurde auch beim Empfänger das Geräusch hörbar.
Wäre die dritte Möglichkeit zutreffend, würde der Kristall nun übertragen ohne sich je stark zu entladen, da es nur eine einzige Übertragung wäre. Wie sich schnell herausstellte, war dem nicht so. Mit zunehmender Dauer des Experimentes, wurde der sendene Kristall dunkler und verblasste schließlich vollständig. Somit war eindeutig, das die zweite Möglichkeit zutraf, der Sender öffnet für eine bestimmte Zeit einen Pfad durch den Äther und erlaubt somit die Übertragung des Geräusches. Nachdem ich eine grobe Vorstellung von der Dauer der Zeitfenster erhalten hatte, konnte ich damit anfangen zu erproben, wie oft der innere Speicher in der Lage war, Energie für die Ätheröffnung zu liefern. Insgesamt kam ich zu dem Ergebnis, dass die Kristalle genügend Energie in sich speichern können um zwischen vierhundertfünzig und fünhundert Übertragungen zu ermöglichen.
Nachdem ein Kristall die letzte Übertragung vorgenommen hatte, erlosch er vollkommen. Nun galt es jedoch ihn zu reaktivieren. Auch hierfür ist eine Methode bekannt. Der Händler hat darauf hingewiesen, dass jeder Edelstein als Energiequelle nutzbar wäre. Die innere Energiequelle der Kristalle ist also zwar endlich, kann aber aufgefüllt werden. Hierfür nimmt man einen Edelstein und hält diesen ähnlich wie einen Kristall an den zu füllenden Kristall. Wenn man leichten Druck auf den Edelstein ausübt, scheint er nach einiger Zeit im Kristall zu versinken.
Tatsächlich funktioniert auch dieses nicht im Anti-Magie-Feld. So scheint es das der Kristall die Energie die im Edelstein steckt in sich aufsaugt. Je nachdem was für ein Edelstein für das auffüllen genutzt wird, ändert sich die Farbe des Kristalls. In der folgenden Tabelle eine Liste welcher Edelstein den Kristall in welcher Farbe zum Leuchten bringt.
Aus der Leuchtkraft kann man wiederrum Rückschlüsse ziehen über die Stärke der Ladung. Diese ist natürlich noch davon abhängig wie groß der Edelstein ist.

Edelstein Farbwechsel
Sternsaphir Lila
Smaragd Grün
Saphir Blau
Bernsteinsplitter Braun
Turmalin Grün
Rubin Dunkelrot
Diamant Weiss
Amethyst Helllila


Tiefere Untersuchungen

Nachdem ich die grundsätzlichen Untersuchungen abgeschlossen hatte und erste Informationen zusammengetragen hatte, wollte ich versuchen näheres über die Wirkungsweise der Kristalle herauszufinden. Bei der näheren Betrachtung eines der erloschenen Kristalle, stellte ich fest, dass er aus einem einzigem Stück gefertigt zu sein schien. Offenbar jedoch ist er magisch verändert worden, oder aber die Ursprungsmasse hat bereits diese magischen Eigenschaften. Da ich leider von keinem Händler näheres über den Ursprung der Kristalle in Erfahrung bringen konnte, muss ich davon ausgehen das sie von irgendjemandem hergestellt worden sind, eventuell sogar noch hergestellt werden. Eine solche Arbeit direkt aus der Natur scheint einfach nicht realistisch. Dafür sind die vielfältigen Möglichkeiten zu präzise, die genutzte Magie zu eng definiert. Es hiess also herauszufinden wie genau die Kristalle arbeiten und mit Glück auch woher sie eigentlich stammen.
Nun galt es, den Versuch zu unternehmen, den Kristall, den ich bereits zur Hand hatte, zu öffnen. Ich habe mehrere Stunden damit zugebracht zu versuchen den Kristall zu öffnen und kam schließlich zu zwei Erkenntnissen.

  1. Es gibt keine gewaltfreie Methoden derartige Kristalle zu öffnen
  2. Am besten lässt man ihn aus einer gewissen Höhe fallen oder aber feilt den Kristall weg bis man

das gewünschte Ergebnis hat. Ich habe beide Methoden ausprobiert und muss an dieser Stelle zur Vorsicht ermahnen!
Es muss unbedingt vorher sichergestellt werden das der Kristall entladen ist! Zu Testzwecken öffnete ich einen geladenen Kristall, welches eine Explosion nach sich zog. Diese war zwar in keinster Weise mit einer gezielten Explosion zu vergleichen, würde aber mit Sicherheit ausreichen um einen unvorsichtigen Forscher stark zu verletzen oder gar zu verstümmeln. Ich hatte das große Glück, dass ich mich bei diesem Versuch dafür entschied die Fall-Methode zu verwenden.
Nach dem öffnen stellte ich fest, das der Kristall größtenteils massiv war. Im Inneren jedoch konnte ich eine verdichtung des Materials feststellen. Es gibt keinen direkten Übergang, doch ist das Zentrum der Kristalle deutlich dunkler als die umgebende Materie. Es ist also davon auszugehen das dieses Zentrum den Energiespeicher bildet.
Nach mehrmaligen Test kann ich zumindest eines mit Sicherheit sagen: Das Zentrum ist kein geschlossener Energiespeicher. Selbst wenn man nur ein wenig mehr als die Oberfläche der harten Kristalle beschädigt, beginnt die Energie aus dem Kern zu verschwinden. Bei größeren Rissen entflieht sie deutlich schneller, was wohl die beobachtete Explosion verursachen kann.
Da die Materie sich nicht unterscheidet sondern nur verdichtet ist im Zentrum, stellt sich die Frage, wieso nicht generell die Energie entweicht. Hierfür kann es eigentlich nur eine Lösung geben: Es muss eine Art Hülle vorhanden sein. Bei näherer Untersuchung mit der Lupe bemerkte ich, dass die Oberfläche, wie auch das Zentrum ein wenig verdichtet ist. Hier jedoch gibt es eine unmerklich feine Linie, welche scheinbar eine Art Wand zwischen dem innerem und der Aussenwelt darstellt. Die dicke dieser Hülle jedoch ist so gering, das sie auf den ersten Blick kaum auffällt. Die Kristalle sind also in vier einzelne Teile zu unterscheiden.

  1. Schutzschicht für die Kanten des Kristalls
  2. Die Kristallaussenschicht (hat etwa die Dicke von 1-2 menschlichen Haaren)
  3. Die innere Materie (wird zur Mitte hin dichter und bildet 4)
  4. Das Energiezentrum (Verdichtung der Materie zum Energiespeicher)

Weitere Untersuchungen zeigten, dass ein Kristall, dessen Hülle beschädigt wird, sogleich sämtliche Fähigkeiten verliert. Er vermag es nicht mehr Edelsteinen die Energie zu entziehen, oder Geräusche zu empfangen oder zu senden. Sobald die Hülle beschädigt ist, verschwindet die Verzauberung und der Kristall ist lediglich unverzauberte Materie.

Erkenntnisse

Durch die Untersuchungen konnte ich einige Schluße ziehen und habe folgende Erkenntnisse gewonnen.
Die Kristalle, deren Herkunft nach wie vor ungeklärt ist, sind eindeutig als Artefakte einzustufen. Sie wurden sicher von Wesen mit ausgeprägtem Wissen in der Magie geschaffen, dafür sprechen die unterschiedlichen Verzauberungen die die Kristalle enthalten. Gleichzeitig war offenbar gewünscht das Wissen um die Wirkungsweise der Kristalle zu schützen, den sobald der Kristall beschädigt ist, verfliegt nicht nur die innere Energie (teils recht plötzlich und explosiv), sondern auch die Verzauberungen lösen sich sogleich auf. Dies jedoch kann kaum mit dem Energiespeicher zusammenhängen, den dieser kann vollständig entleert werden, ohne das die Verzauberungen verschwinden.
Insgesamt konnten wir 5 verschiedene Verzauberungen finden, die scheinbar in den Artefakten zusammengebracht wurden:

  1. Geräusche die in der Nähe ertönen werden mittels Energie aus dem Zentrum durch den Äther gesendet
  2. Edelsteine welche an den Kristall "angrenzen" werden ihrer Energie beraubt und diese wird zu dem eigenen Energiezentrum hinzugefügt
  3. Wenn durch den Äther Geräusche eines anderen Kristalls gesendet werden, werden diese Geräusche umgehend unverändert wiedergegeben.
  4. Je nach dem wie gefüllt der Energiespeicher im Zentrum ist, oder ob der Kristall aktiviert oder deaktiviert ist, leuchtet er aus dem innerem heraus. (Dies könnte jedoch auch nur ein Nebeneffekt und keine eigene Verzauberung darstellen)
  5. Wenn ein Kristall mit einem anderem zusammengefügt wird, so erzeugt er hiermit eine Bindung zwischen den Kristallen im Äther.