Yew Crypts

Die Yewcrypts sind ein uraltes, unterirdisches Krypten- und Gefängnissystem im Herzen des Zauberwaldes von Yew. Sie liegen nordöstlich der Stadt Yew, tief im dichten und ältesten Teil des Waldes, wo das Blätterdach selbst am Tage nur gefiltertes, grünliches Licht auf den Boden fallen lässt. Für die meisten Wanderer wirken sie wie nichts weiter als überwucherte Ruinen – zerfallene Mauern, halb versunkene Torbögen und mit Moos überzogene Steinplatten, die scheinbar wahllos zwischen Wurzeln und Farnen hervorragen.
Lage


Die Anlage befindet sich weit entfernt, grob in nordöstlicher Richtung, der Stadtgrenzen von Yew. Je näher man den Krypten kommt, desto stiller wird der Wald. Vogelrufe verebben, und selbst das Rascheln kleiner Tiere scheint gedämpft. Der Boden ist dort ungewöhnlich weich, von dicken Laubschichten bedeckt, unter denen sich alte Pflastersteine und zerbrochene Reliefs verbergen.
An der Oberfläche sind lediglich die Ruinen eines einstigen Sakral- oder Ordenskomplexes sichtbar. Zerbrochene Säulen ragen schief aus dem Erdreich, ihre Inschriften durch Efeu und Zeit unleserlich geworden. Mehrere steinerne Zugänge sind erkennbar, doch sie wurden vor Jahrhunderten versiegelt. Massive Steinplatten, mit Bannrunen und sakralen Symbolen versehen, verschließen Treppenabgänge und Torbögen. Die Siegel gelten als alt, aber weiterhin wirksam.
Der Zugang
Trotz der Versiegelung existiert ein einziger oberirdischer Zugang, der nicht vollständig verschlossen - aber wohl verborgen - ist. Eine schmale, Steintreppe führt dort hinab in die Dunkelheit. Dieser Zugang ist schwer zu finden und wirkt von außen wie ein weiteres Solides Mauerwerk. Ob er bewusst offengelassen wurde oder das Ergebnis von Verfall ist, bleibt ungeklärt.
Zustand des Waldes
In unmittelbarer Nähe der Yewcrypts zeigen sich deutliche Veränderungen im Wald. Das Laubwerk der umliegenden Bäume wirkt matter als im restlichen Zauberwald. Blätter welken vorzeitig, nehmen bräunliche oder gräuliche Verfärbungen an und fallen selbst außerhalb des Herbstes. Einige der ältesten Eichen tragen kahle Äste, obwohl ihre Stämme noch leben.
Das Unterholz wächst spärlicher, Moose erscheinen dunkler und trockener. Druiden berichten von einem „stockenden Fluss“ der natürlichen Magie in diesem Bereich. Tiere meiden die Region oder verhalten sich ungewöhnlich nervös. In besonders stillen Nächten soll ein kaum wahrnehmbares, gedankliches Flüstern zwischen den Stämmen liegen – kein hörbarer Laut, sondern ein Gefühl von Kälte und Beobachtung.
Hintergrund
Den Überlieferungen zufolge wurden die Yewcrypts nicht als gewöhnlicher Friedhof errichtet, sondern als Gefängnis für uralte Untote und Lichlords. Ihre Körper sind noch immer in den versiegelten Hallen gebunden. Zwar können sie die Krypten nicht physisch verlassen, doch es wird angenommen, dass ihre dunklen Gedanken durch feine Risse in den Bannkreisen nach außen dringen. Diese geistige Präsenz gilt als mögliche Ursache für die zunehmende Verderbnis im unmittelbaren Umkreis der Anlage.
Die Yewcrypts bleiben offiziell versiegelt. Doch mit jedem weiteren Anzeichen des Welkens wächst unter den Hütern des Waldes die Sorge, dass die Siegel zwar Stein und Knochen halten – nicht jedoch den Einfluss uralter, lauernder Geister.