Ghul

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Allgemeines

Ghuls sind wie ihre Erschaffer tot, anders wie die "üblichen" Diener der Vampire, die Foraghs. Jedoch sind sie in ihren Gaben und in der Beherrschung des toten Leibes wesentlich stärker eingeschränkt als ihre Herren. Das liegt zum einen an der fehlenden Möglichkeit die magische Kraft des Blutes zu nutzen, da dies ihnen fast gänzlich fehlt (dazu später), zum anderen an der ständigen Kontrolle durch ihre Herren, die sie daran hindern würden eine ähnliche Macht zu entwickeln. Jedoch hat man bei älteren und erfahreneren Vertretern dieser Unterart der Untoten schon gewisse Tendenzen zu latenten blutmagischen Fähigkeiten beobachten können, sofern diese von ihrem Herren gebilligt wurden.

Im groben waren die Ghule jedoch "nur" ein misslungenes Experiment der Vampire, die auf der Suche nach einer ihnen dienenden Rasse waren. Zum aktuellen Zeitpunkt wurden die wenigen Ghuls, die je auf der Schattenwelt existieren oder existierten von den Foragh fast gänzlich abgelöst. Es kommt auch nur noch selten vor, dass ein Vampir sich einen Ghul erschafft, da er bei ihm weder die Möglichkeit hat ihn zu einem Vampir aufzuwerten oder ihn wieder zu einem Menschen zu machen.

Ein Ghul zu sein ist eine nahezu endgültige Daseinsform, nur der endgültige Verfall des Körpers, eingeleitet durch der Meister, Mangel an "Nahrung" oder durch zu heftige Verletzungen, vor allem durch Feuer.

Aussehen / Erscheinungsbild

Wie ihre Herren sind Ghule tot. Das heißt, sie atmen nicht mehr (nachdem der Atemreflex nach einiger Zeit ausgesetzt hat), sie haben keinen Puls mehr und, anders wie bei Vampiren, bluten die Wunden der Ghulen nicht, was vor allem am akuten Blutmangel liegen mag.

Trotz des untoten Leibes sind keine Spuren von Verfall, wie sie bei normalen Toten eintreten zu erkennen. Ihre Körper wurden auf (blut)magische Weise vom Verfall bewahrt, praktisch also angehalten. Ein Ghul ist auf die meisten Organe in seinem Körper nicht angewiesen. Weder Herz und Lungen noch Darm oder Magen sind für ihn von Nöten.

Was am auffälligsten bei den Ghulen zu sein scheint, ist die unnatürlich blasse Färbung der Haut. Da sie über einen sehr geringen Vorrat an Blut verfügen ist dies auch kaum verwunderlich. Jedoch achtet wohl jeder Vampir darauf seine Tarnung aufrecht zu erhalten und sorgt dann bei seinem Ghul wohl dafür, dass sein Auftreten nicht all zu verräterisch ist, sprich: er stattet den Ghul mit Tarnzaubern oder eben mit einem gewissen Vorrat an Blut aus, damit er nicht zu stark auffällt.

Einordnung in die Welt der Untoten / Vampire

Der Ghul ist für einen Vampir nichts weiter als ein Diener, auch wenn er wesentlich autonomer agieren kann als ein Foragh. Das liegt zum einen daran, dass er meistens recht schnell wieder vergessen oder verdrängt wird und sich der Vampir auf seine viel einfacher zu kontrollierende Foraghs konzentriert. Zum anderen liegt es daran, dass ein Ghul wesentlich mehr Entscheidungsfreiheit besitzt als ein Foragh, was nicht zuletzt am untoten Dasein des Ghule liegt. Er vermag es, mit zunehmenden Alter und zunehmender Erfahrung, eine Art von mentalen Schild gegen die Befehle anderer Vampire aufzubauen und nur noch sein Meister vermag es über ihn zu verfügen. Außerdem brauch der Ghul keine Angst vor körperlicher Bestrafung haben - tot bleibt tot.

Vor allem an der weitreichenden Autonomität der Ghulen liegt es, dass die Vampire sich kaum noch mit ihnen beschäftigen. Die Wenigen die noch existieren werden zwar als, mehr oder minder, treue Mitstreiter geduldet, jedoch schenkt man ihnen kaum noch Beachtung.

Vor- und Nachteile des Ghul-Seins

Der Ghul an sich hat einen toten Körper. Schwertstiche, Pfeile und ähnliches tangieren den Ghul nur periphär. Wie ein Vampir spürt er zwar, dass er verletzt wurde, jedoch verspürt er schon von Anfang an keinen wirklichen Schmerz mehr. Er hat außerdem nicht die Fähigkeiten die Eigenschaften des toten Leibes so zu verschleiern wie die Vampire. Er verfügt über keine Blutmagie, die ihm ermöglicht sich zu tarnen oder seinen Körper zu erwärmen (es sei denn, der Ghul ist Magier oder nahe an einem Feuer). Der Ghul hat auch, anders als die Vampire, kaum Blut im Körper. Bei Kämpfen kann soetwas sehr verräterisch sein, jedoch gibt es nur wenige die eine direkte Konfrontation mit einem Ghul überlebt haben. In großen, unübersichtlichen Schlachten und mit Rüstungen bedeckt, fallen die Verletzungen meist nicht auf und seltsamerweise sind die Ghuls nach Schlachten meist nie verletzt.

Durch die blutmagischen Kräfte, die der Erschaffer auf seinen Ghul übertragen hat, ist es dem Ghul möglich eine beachtliche Kraft zu entwickeln, die sich wohl mit denen eines Orks oder Barbaren messen könnte.

Nach einigen Jahren, Jahrzehnten wurden bei gewissen Ghulen, die eventuell schon vorher Erfahrungen mit Magie hatten, gewisse Fähigkeiten im Umgang mit der Blutmagie beobachtet. Natürlich waren diese Fähigkeiten bei weitem nicht so ausgeprägt wie bei den Vampiren, aber dennoch waren latente Veranlagungen vorhanden.

Erschaffung eines Ghuls

Niemand weiß mit Sicherheit wie der erste Ghul entstanden ist, auf jeden Fall soll es ein Experiment eines Vampires gewesen sein, der sich einen Diener für die Ewigkeit schaffen wollte. Es gelang ihm und der erste Ghul wurde erschaffen. Das Ritual wurde seitdem von Vampirgeneration zu Vampirgeneration weitergeleitet, jedoch gerät es immer mehr in Vergessenheit.

Besonders viel benötigt der Vampir nicht um einen Ghul zu erschaffen. Einen Dolch, eine Leiche und etwas von seinem Blut. Jedoch ist es nicht jedem Vampir möglich einen Ghul zu erschaffen geschweige denn einen zu kontrollieren. Oft geschah es, dass junge Vampire sich einen dieser Diener schaffen wollten und dies auch taten, ihn jedoch nicht kontrollieren konnten und ihn auf Grund dessen wieder in sein Grab zurückschicken mussten.

Der Vampir muss die Leiche zuerst von jeglichem Blut befreien, wie er dies anstellt bleibt ihm überlassen. Dannach muss er mit dem Dolch, oder eben einem spitzen Gegenstand eine Wunde in den Körper des zu erschaffenden Ghuls schneiden und ihm dann etwas von seinem Blut übergeben, jedoch nicht zu viel und nicht zu wenig. Nun beginnt der Vampir einen Kampf mit dem Geist des Verstorbenen, oder dem was davon übrig ist. Schafft es der Vampir den Geist zu überwältigen hat er fortan einen neuen willigen Diener, schafft er es jedoch nicht, ist er gezwungen sein Blut im Körper des Toten zu neutralisieren und ihn wieder zu töten.