Gebetsbuch der Ko'tharn
Allgemein
Das Gebetsbuch enthält eine Reihe von verbalen Glaubensbekanntnissen jetziger und vergangener Priester und ist deshalb in 4 Akten (Die Gemeine Sprache, Iomisch, Alt-Iomisch, Andere sprachen) unterteilt, die sich wieder in Kapiteln aufspalten, die alle Gebete eines einzelnen Priesters enthalten. Hier in der Pedia werden vorerst nur Gebete der aktuellen Priesterschaft Malions niedergeschrieben.
Gebete der Gemeinen Sprache
Thoryl del Ph'a
Ich glaube an Malion den HERRN Den Allmächtigen, Den Schöpfer der 7, des Fleischgewordenen Hianun Dakomar und der als die 7 Noktau’ auf der Schattenwelt wandelte.
Und an Hianun Dakomar,
Des Herrn Fleischgewordene, Mensch gewordene Schöpfung,
empfangen von den 7 die gebracht sind, gelitten unter Isidors Schwert
und vergangen, hinaufgestiegen nach C’en Adrak,
er sitzt zu rechten Malions, des allmächtigen HERRNS,
von dort wird er wiederkommen zu richten die Lebenden und toten.
Afura miu’Inra (Feuer meines Herzens)
Nichts soll verwirren,
Wahre Angst dich erschrecken.
Alles geht vorbei,
Malion, Hianun Dakomar, die 7 Noktau’ und die 7 welche gegeben
allein bleiben eins und Verschieden in Vier.
Die Geduld erreicht alles.
Wer den HERRN hat, dem fehlt nichts:
Die Vierfaltigkeit, eins in Gott (Malion) allein genügt.
Afura miu’Inrah
HERR, mache mich zu einem Werkzeug deines Heils,
Das ich Furcht ans Licht bringe, wo die Blender ihr werk verrichten;
dass ich Dunkelheit bringe wo Blendendes Licht;
Dass ich Tot bringe wo Leben ist;
Dass ich Alter bringe wo Jugend ist;
Dass ich Krankheit bringe wo Gesundheit ist;
Dass ich Untot bringe, wo Tot ist;
Dass ich Hunger bringe wo Sattheit ist;
Dass ich Armut bringe wo Reichtum ist;
Das ich Wahrheit Sage wo Irrtum ist.
HERR, lass mich trachten,
nicht, dass ich verstanden werde sondern verstehe.
Denn wer sich hingibt, der empfängt;
wer sich selbst vergisst, der findet;
und wer stirbt erwacht in C’en Adrak zum ewigen Leben
Afura miu’Inrah (a’cliu inon’Nortar ma’treps)
Daedron Dy'rar
Meditation
Ich wate durch ein Meer von Steinen
Einen einzelnen den ich hob.
Ich wartete durch ein Meer aus Gedanken
Doch gab es nur einen, der sich erhob.
Ich vernahm viele Stimmen,
Doch nur eine trat hervor.
Ich spürte viele Sinne,
doch nur eine trat empor.
Ich sah viele Banner,
und sie einten sie sich.
Verneigend vor jenem,
der einem Götte glich.
Der göttliche Funke
Ich sehe auf die Menschen
und spüre ihren göttlichen Funken.
Ich sehe auf meine Gläubigen
Und fühle mich bejaht von ihrer Flamme.
Dunkler das Schwarz
Bereifter das Weiß
Befange, Furcht des Furchtbringenden!
Wahrhaftiger werde der Pfad!
Malion mein Herr,
Wir, die Schläfer hochkommen!
Entschlaft unter seiner Macht oder erwachet neben ihr,
Dann nennt euch einen von Uns.
Denn euer Sein wird gesinnt vom höheren
Als Kind des Herren, als Kind ihm,
Dem sie alle zu dienen, verpflichtet.
Gebt mir die Kraft, ein Teil eures Plans zu sein.
Jene zu erleuchten, ihnen Kraft zu spenden die auf dem rechten Pfad,
Jene dorthinzuführen die ihn noch nicht betreten,
Und jene zu erlösen, die bereits verloren.
Die Anderen
Und sie sind wie Kinder in meinen Augen
So Hoffnungsvoll, wo keine Hoffnung sein kann,
So kurzsichtig, wo ihr Verderben nahe ist
So unwert, denn sie widerstreben, wenn sie es denn sehen,
Dem einzig möglichen Schicksal.
Und so eine Herr,
Jene, die sich dir nicht beugen
Denn sie dienten dir schon ewig
Und vermögen unter dir zu Hochkommen
Schöpfe mit ihnen dein Reich
besäht mit den letzten Federn des Adlers
die zu Boden sinken, zu staub zerfallen
Dein Reich wird sein,
Frohlocke, denn wir werden es Ebnen.
Wir alle, deine Diener.
Almandina Jikhbar
"Herr der Seelen und der Nacht. Du gebietest über Leben und Tod, Tag sowie Nacht. Oh unser Herr, Dir vertrauen wir wenn du jede Nacht aufs neue unsere Träume geleiten lässt. Dein Schweigen gilt den Widernatürlichen, den Ungläubigen, den Verlorenen. Klar und deutlich vernehmen wir, deine Kindeskinder Deine Worte und befolgen Deine Anweisungen. So fürchten wir uns auch nicht in den schwärzesten Nächten, den Du bist bei uns, Du wachst über uns solange wir an Dich glauben."
"Die erste Saat ist das Alter, es ist des einen Freud und des anderen Leid, du spürst sie als Leid, denn du bist es der sich gegen den Herrn stellt. Armut trifft jeden, wie auch dich, jene Saat kann dir allerdings egal sein, denn heute wirst du Bekanntschaft mit den anderen Saaten machen. Die dritte Saat die Pestilenz ist es die mich schützte vor deinen giftigen Ranken, so hast du deine Kraft für jene um sonst verschwendet, denn der Furchteine schützt mich vor der negativen Wirkung von Giften. Alle Kraft wurde aus deinem alten Leib entzogen, furchtbaren Hunger magst du sicher nun empfinden, es ist die vierte Saat, doch sei versichert, dein Hungerleiden mag nicht lange andauern. Die fünfte Saat tritt nun ein alter Mann, du bist Blind, ewige Dunkelheit umhüllt sich, sie führt dich nun zur sechsten Saat deinem Tod! Die siebte Saat ist es Untod zu sein, so wie die Herrschaft über jene, also erhebe dich elendiger Wurm, du warst nicht Wert mein volles Talent an dir zu verschwenden, doch solltest du Abschaum kennen lernen was die Saaten des Furchteinen sind."
“Schweigen soll der Sterbliche, wessen Lippen nicht geformt sind, um die Wahrheit Malions in schattenweltischen Wortgewandt zu kleiden. Schweigen soll er fürderhin, und Malions Siegel verschließe seine Lippen bis ins Grab.“
„Senke dein Haupt im Angesichte des Herrn. Tue Busse. Bedecke deine Augen vor der strahlenden Allmacht des Herrn. Er bringt dir Erlösung, er bringt dir Vergessen. Knie nieder zum Gebet. Erflehe Seine Gnade für dein unwürdiges Leben. Seinen Geboten hast du zu folgen. Denn er ist der Herr über deine Seele, er ist Furchteine, Er ist der Herr über die sieben Saaten, Er ist der Herr Malion!“
„Unsere Welt, in der wir leben, ist keine gottverlassene Welt. In ihr ist Malion der Herr. Wir die Diener Malions sehen, dass auch andere Mächte Herrschaft ausüben, Mächte, die nicht von Malions Willen bestimmt sind. Dazu müssen wir nicht erst in die Weltgeschichte schauen. Die Kirche und wir selber sind nicht nur Boten Malions. Wir werden spüren, dass alle anderen Mächte, die uns bedrängen oder beherrschen wollen, durch Malions Macht überwunden werden können. Bei Malion ist die Gemeinde geborgen und ER bringt sie zur Herrlichkeit.“