Astrale Ebene
Die Astralebene ist eine der transitiven Ebenen und stellt damit eine eingeschränkte Sicht auf ein größeres Ganzes dar.
Im weitesten Sinne ist die Astralebene der Urgrund der Magie, Ursprung aller Zauber und der daraus resultierenden möglichen Macht von entsprechend Begabten.
Ohne die entsprechende Begabung kann die Astralebene nicht erreicht werden.
Beschreibung
Zauberer sprechen gern vom "arkanen Gewebe" oder auch "den endlosen Welten", wo "der kalte Glanz des Sternenfeuers erstrahlt", wenn sie die astrale Ebene beschreiben. Tatsächlich bietet diese Plane für den Besucher einen durchaus aufregenden Anblick:
Öffnet er die Sinne für die "astrale Wirklichkeit", dann nimmt er eine Welt wahr, die der normalen physikalischen Ebene in weiten Teilen gleicht, aber doch deutliche Unterschiede kennt:
Sämtliche Elemente und daraus resultierende Verbindungen sind hier sichtbar, erscheinen aber eigentümlich auf eine Bedeutungsebene umgebrochen, eine Eigenheit die dem erfahrenen Reisenden das Lesen von Auren ermöglicht, die letztlich nichts anderes als aus der physikalischen Welt herübergestrahlte Bedeutungen sind. Jedes Objekt und jedes Lebewesen hinterlässt hier einen Eindruck nicht nur seines Aufbaus, sondern auch seines aktuellen Befindens.
So kann der Astralreisende erkennen, dass ein Stuhl in schlechtem Zustand ist, auch wenn rein äußerlich noch nichts zu sehen ist. Die Betrachtung von bewussten Wesen aller Art erweist sich im Gegensatz zur einfachen Erkenntnis bei Objekten als deutlich schwieriger: Das Bewusstsein ist hier der Maßstab und so kann ein sich wohl fühlender Untoter einfach nur als "ist gesund" erkannt werden - eine Einschränkung, die noch schlimmer dadurch wird, dass entsprechend befähigte Lebewesen die ausgestrahlte Aura entweder verfälschen oder sogar zurückhalten können: Wer die Aurastrahlung blockiert ist für einen Astralreisenden überhaupt nicht sichtbar.
Da sämtliche Objekte und Lebewesen für einen Reisenden ohne den geringsten Widerstand passiert werden können, ist auch kein anderweitiger Rückschluss möglich - gleichzeitig ist es ohne einen Anker in die physikalische Welt aber auch unmöglich ein Objekt oder Lebewesen von hier aus zu manipulieren.
Die Astralebene wird gern als Heimat der Magie bezeichnet und darum sind alle Arten von aktiver oder passiver Magie weit deutlicher vertreten als die "Auren" von Objekten oder Lebewesen: Zauberei formt auffällige, nicht zu verleugnende Strukturen in kraftvollen Farben - verhindert ein Zauberer durch Magie seine Auraabstrahlung, dann lässt sich dieser Tarnzauber doch wunderbar erkennen, auch wenn von der eigentlichen Aura nichts zu sehen ist.
Ein astral Begabter ist dabei nicht per se von solchen aktiven Strukturen umgeben: Erst in dem Moment, in dem irgendein Zauber gewirkt wird, selbst wenn der Begabte einfach nur in die Wahrnehmung dieser Ebene eintaucht, wird er hier wirklich präsent und damit gleichzeitig angreifbar: Ein Normalsterblicher ist aus der Astralebene heraus vollkommen unangreifbar, solange der Attackierende keinen Anker findet oder selbst schlagen kann.
Die Astralsicht hat ihre "Heimatessenz", die gern als Mana bezeichnet wird und entweder ungeformt existiert, oder aber in Strukturen gepresst werden kann.
Ein Reisender kann dieses Mana ohne großen Widerstand in eine beliebige Form bringen, schwierig wird es allerdings beim Versuch diese Form auch in der physikalischen Welt präsent werden zu lassen: Dafür ist eine Verbindung notwendig, die bei ja aus der physikalischen Welt stammenden Zauberern immer gegeben ist. Der geformte Zauber wird verankert und muss in diesem Moment gegen den Widerstand der Welt kämpfen, was den enorm steigenden Aufwand erklärt.
Jeder aktive Zauber besitzt Manastrukturen und ist damit aus der Astralsicht ohne Mühe erkennbar, von hier aus kann er auch durch das Auflösen der Muster zerstört werden. Wird die physikalische Präsentation des Zaubers vernichtet, dann geht der Anker verloren - die astralen Muster können unter Umständen aber noch weiter existieren. Ohne einen lenkenden Willen zerstreuen sie sich jedoch über kurz oder lang.
Abschließend ist es wichtig eine Kleinigkeit zu verstehen: Für keine zwei Astralreisenden sieht diese Ebene genau gleich aus - tatsächlich kann sich auch ein Blinder ohne jede Mühe durch andere Sinne orientieren, so dass fraglich bleibt, ob die visuellen Eindrücke eines Reisenden nicht nur eine in seinem Kopf erzeugte Interpretation einer vielschichtigeren Wahrheit sind.
So gut wie unbekannt ist, dass die Astralebene ähnlich wie die Ebene der Toten auch, über eine Tiefe verfügt, durch die ein entsprechend machtvoller Zauberer tauchen kann. Die Effekte sind im Vergleich zur Ebene der Toten aber gering: Wer tiefer eingetaucht ist, kann weiterhin alles sehen, was sich "über ihm" befindet, er ist selbst von "oben" aber nicht wahrnehmbar. Auf diese Weise kann Magie so verschleiert werden, dass sie für eine weniger mächtige Entität nicht sichtbar ist.
Bewohner
Es gibt keine natürlichen Bewohner dieser Ebene, auch wenn bisweilen Dämonen herumstreifen. Obgleich Elementare über die Astralebene gebunden und darum dort sichtbar sind, verschwinden sie von hier sobald sie aus ihren Diensten entlassen werden und verfügen dann nicht länger über eine astrale Präsenz - der Grund, warum sich nur beschworene, nicht aber normale Elemente bannen lassen.
Besucher
Um die Astralebene betreten zu können, wird nichts weiter als die angeborene Fähigkeit benötigt und die ist bei jedem Begabten vorhanden. Oder anders herum: Erst durch die Fähigkeit die Astralebene potentiell betreten zu können, wird man zum Begabten.
Nach den "Sternen zu greifen" gehört dabei zur Grundausbildung aller Zauberer, sämtliche Übungen in Konzentration oder Loslassen haben unabhängig vom Glauben der Begabten keinen anderen Effekt als die Einstimmung auf die Astralebene.
Einem Besucher stehen dabei vier Möglichkeiten offen:
- Er kann einen Zauber wirken, wodurch er für einen Moment in der Astralebene präsent wird, höchstwahrscheinlich ohne sie wahrzunehmen.
- Er kann die Wahrnehmung auf diese Ebene wechseln, was keinen Zauber, sondern einfach nur Willenskraft erfordert.
- Er kann Geist und Körper voneinander trennen und als reines Bewusstsein durch die Astralebene wandern
- Er kann komplett mitsamt Leib in die Astralebene eintreten und diese an einem anderen Ort wieder verlassen. Der Körper existiert derweil nur als "Idee" des Geistes.