Yerabeth Jerean/Worte der Macht

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Fakten

  • Autor: Yerabeth Jerean
  • Verfasst um: 776 nG
  • Auflage: Ein Original, drei Abschriften
  • Verbreitung: Das Original befindet sich im Besitz der Autorin, je ein Exemplar findet sich in den Bibliotheken des Arkan Instituts und des Sternenstaub-Kollegs.

Inhalt

Woher stammen die Worte der Macht

Der tatsächliche Ursprung der Worte der Macht ist nicht gesichert, eine Vielzahl von Quellen stellen jedoch durchaus unterschiedliche Meinungen dar.

Während zu weiten Teilen davon ausgegangen wird, dass die heute bekannten 26 Mantren durch ein nicht näher spezifiziertes Konzil entworfen wurden, finden sich bisweilen auch mit echten Namen versehene Aussagen.

Der Magus Maharihm Felgris führt die zauberkräftigen Silben auf einen Erzmagier namens Jondras Korenmacher zurück und nennt als Entstehungsdatum das Jahr 854 v.Z.

In der "Ex Nihilo - Lehrschrift der Theurgie", um etwa 348 v.Z durch den Priestermagier Berthelm Truzz verfasst, findet sich dagegen die Aussage, dass es sich bei den bekannten Worten der Macht um die Fragmente einer als Elointar bezeichneten Sprache handelt, die teilweise durchaus auch einen Einschlag in das Niatalische der Magier fand.

Marhamo Andreis merkt in der wenig beachteten Indoles Magica an, dass die Worte der Macht keinerlei vollständige Systematik aufweisen und jede Symmetrie vermissen lassen, er geht sogar soweit, die Erfindung der Worte der Macht als Werk von "Hexen, oder ähnlich halbgebildetem Gelichter" zu bezeichnen und läßt damit die gereifte Erfahrung seines Spätwerkes vermissen.

Zwischen 94 v.z. und 91 v.Z. verfasst Glondarian Elgen Flostis das Buch der Worte, in dem sich eine komplette Erweiterung der 26 bekannten Mantren fand, durchgehend systematisiert und weniger auf Praktikabilität, denn auf abgerundete Vollständigkeit ausgerichtet.

Bedauerlich ist das einzige Werk des Magiers verschollen und so muss offen bleiben, ob es am Ende wirklich 44 oder 48 Worte der Macht gab, der Zauberer selbst gelangte nur durch den Fischregen in Magincia zu unrühmlicher Bekanntschaft.

Woher beziehen die Worte der Macht ihre Kraft

Wenngleich sich auch hier durchaus differente Meinungen finden lassen, so gilt doch nach heutiger Lehrmeinung, dass die Worte der Macht an sich keinerlei besonderen Zauber enthalten und ihre besondere Bedeutung erst durch die Prägung entfalten.

Damit stellen sie ein Werkzeug dar, dessen Handhabung erst erlernt werden muss.

Gewöhnlich steht diese Erstprägung am Beginn der Ausbildung eines künftigen Magiers, hierbei geht es darum, einen bestimmten Effekt oder Wirkungsaspekt solange in Verbindung mit einer Silbe zu bringen, bis allein die Nennung der Silbe schon die notwendige Konzentration einzuleiten vermag.

Damit ist die tatsächliche Feinwirkung der Worte der Macht vollständig von der Lehrart und dem einzelnen Magier selbst abhängig, wenngleich die heutigen Konventionen den Silben durchaus eine Bedeutung zugewiesen haben, wird sich deren individuelle Ausformung doch unterscheiden.

Grundsätzlich wäre es möglich auch vollkommen andere Silben zu wählen oder gar einen anderen Fetisch zu wählen (beispielsweise bei Stummheit).

Im Gegensatz dazu behauptet die Gerbenmacher-Schule, dass die Worte der Macht durchaus ihre eigene Zauberkraft besäßen und darum mit Vorsicht an die Mantren herangegangen werden sollte, die regelmäßig spöttisch hervorgebrachten "ANmerkungen BETreffend DES INternen und EXternen CORPus" finden sich ebenso regelmäßig damit gekontert, dass auch Dämonennamen mehr sind als nur das, was ein Ohr hören kann.


Welche Worte der Macht gibt es und wie ist ihre Bedeutung

AN - FLAM

AN

Wird mit dem Aspekt der Negation geprägt und verkündetet das "Nein!" der Magier. Diese Wort der Macht beinhaltet damit die Möglichkeit in Zusammenhang damit gerufene Effekte umzukehren oder aufzuheben, die genaue Auswirkung hängt dabei von Ziel, Krafteinsatz und Prägung des Bindemantras ab.

Unter Umständen kann AN auch zur Pervertierung eines angebundenen Effektes genutzt werden, ohne direkt auf die gegenteilige Wirkung zu zielen, die Kombination mit dem Mantrum JUX ist dabei ebenso empfehlenswert, wie die Verwendung von Nachtschatten.

Oft wird AN als Gegenstück zum IN betrachtet, der Antagonismus von schöpferischem "JA" und zerstörerischem "NEIN" findet sich in Lemiandra Ferens Vom Heiligen KAL LOR erschöpfend betrachtet.

BET

Wird mit dem Aspekt "Klein" geprägt, nach der Schule Anathena Jesliwas auch mit "bedeutungslos", "nebensächlich" und "unwichtig" assoziiert. Wenngleich es im Codex 64 keinen Zauber gibt, der dieses Mantrum verwendet, so kann es doch benutzt werden, um die Stärke bestimmter angebundener Worte der Macht zu beeinflussen. BET steht gegensätzlich zu VAS, auch wenn es ein der Grammatik keine solche Regel gibt, so folgt doch harmonisch, dass die einem Zauber vorangestellte Silbe den Wirkungsradius minimiert.

BET wird nicht verwendet um eine Änderung des Status Quo durchzuführen, diese Aufgabe übernimmt das Mantrum DES. Damit kann BET in die Reihe der Schöpferworte eingeordnet werden.

CORP

Wird mit dem Aspekt "Tod" geprägt und erweist sich aufgrund der individuellen Wahrnehmung dieser Thematik oft auch sehr different. Bisweilen wird CORP mit dem Element Eis in Verbindung gebracht und steht damit antagonistisch zu MANI. Anders als möglicherweise zu erwarten, macht die unspezifizierte Prägung auf Tod die Verwendung von CORP in Kampfzaubern schwierig, die geforderte Substitution bricht mit dem Konzept der schnellen Anwendbarkeit.

Eine ausführliche Besprechung dieser Problematik findet sich in Lemurin Crichs Entepores!.

CORP wird fast einhellig als Ruferwort betrachtet, eine abweichende Interpretation des Todes als Schöpfungskraft findet sich Gerüchten zufolge in den verschollenen Magnus Dei.

DES

Wird mit dem Aspekt "Verkleinerung", "Verringerung" geprägt, bisweilen findet das Mantrum auch in Verbindung mit einer echten physikalischen Absenkung - man vergleiche dazu den Zauber Meteoritenregen.

DES wirkt sich immer modifizierend aus und ist damit ein echtes Ruferwort, welches seine besonderen Eigenschaften nur im Verbund mit anderen Mantren ins Spiel bringt, es steht gegenteilig zu UUS.

Dieses Wort der Macht kann genutzt werden, wenn es darum geht ein Object oder Subject zu verzaubern, die Modifizierung der Stärke eines Zaubers ist dagegen nicht möglich und würde das Mantrum BET erfordern.

EX

Wird mit dem Aspekt "Freigeben" oder auch "Freiheit" geprägt und stellt damit das Gegenstück zum bindenden KAL dar. EX ist eines der wenigen Worte der Macht, die sowohl als Rufer, als auch als Schöpferwort fungieren können, wenngleich gewöhnlich wohl in ersterem Sinne verwendet.

Ein Beispiel für die Verwendung zur Schöpfung findet sich im weitläufig bekannten Verschleierungszauber, der als KAL IN EX gerufen wird, nach der Caradaynschen Lehre als "Nutze die geschaffene Freiheit" interpretiert.

EX kann genutzt werden um eine Beschwörung weit effektiver aufzuheben, als die das harte "NEIN" des AN erlaubt.

FLAM

Wird mit dem Aspekt "Feuer" geprägt und stellt damit eines der einfachsten zu lernenden Worte der Macht dar. Als elementare Basis stellt sich Feuer nach der Lehre Andreis' in eine Reihe mit Wasser, Luft, Erz, Eis und Humus. Kilian C'ainthe überlieferte den Ausspruch, dass die Schamanen der Eisinseln statt des Mantrums FLAM das Wort FRIO kennen, welches für den Aspekt des Eises steht, interessant ist dabei die gegensätzliche Anordnung von Feuer und Eis, während hierzulande gewöhnlich von einem Antagonismus von Feuer und Wasser ausgegangen wird.

Entgegen möglicher Vermutungen hat Marhamo Andreis' Liber Flammae nichts mit Feuerzauberei zu tun.

GRAV - LOR

GRAV

Wird geprägt mit dem Aspekt "Feld", wobei hier gewöhnlich scharf umrissen wird - anders als bei der reinen Ausdehnung einer Zauberwirkung in die Umgebung durch ein vorangestelltes UUS, wirkt ein Feld gewöhnlich länger und besitzt einen Zusammenhalt. Ein unabdingbares Kriterium für die Stabilisierung eines zu erschaffenden Feldes ist die Kombination mit dem schöpferischen IN, ohne dieses (und die entsprechend gewählten Reagenzien), bricht die Feldwirkung rasch wieder zusammen. Bisweilen wird GRAV auch schlicht als Energie interpretiert und die Feldwirkung dann indirekt als sekundärer Effekt interpretiert - die Einschätzung als Schöpferwort wird jedoch nur selten angezweifelt.

HUR

Wird geprägt als "Luft", bisweilen auch als "Wind" mit immanenter Bewegungskomponente und ordnet sich damit in die Reihe der elementar geprägten Mantren ein.

Wie FLAM auch, ist HUR recht einfach zu prägen, dennoch unterscheidet sich der tatsächliche Effekt individuell meist sehr deutlich und ist so wandelbar, wie die Luft selbst.

In den Elementare Gezeiten von Branfried Norvenjer findet sich eine sehr farbige Darstellung dieses Mantras und eine große Anzahl an Vorschlägen zur Verwendung, dort findet sich auch die Behauptung, dass HUR antagonistisch zu YLEM steht - eine Einschätzung, der sich auch Andreis in seiner Liber Flammae anschließt.

IN

Wird geprägt als "Erschaffen", auch "Herstellen" und präsentiert damit das schöpferische "JA" des Magiers. Das Mantrum wird genutzt um vordem nicht existente Dinge zu erschaffen, für die Beschwörung oder Bindung wird dagegen das rufende KAL verwendet.

Nach Andreis werden primärelementare Aspekte wie Feuer, Wasser oder Luft immer beschworen, alle sekundären Effekte müssen dagegen erzeugt werden (Licht, Illusion) - unter den Gelehrten ist diese Sicht auch heute noch umstritten, die Wahrhaftigkeit hängt deutlich von den zur Prägung genutzten Vorstellungen ab.

Oft wird IN als Gegenstück zum AN betrachtet, der Antagonismus von schöpferischem "JA" und zerstörerischem "NEIN" findet sich in Lemiandra Ferens Vom Heiligen KAL LOR erschöpfend betrachtet.

JUX

Wird geprägt als "Falle" oder "Gefahr", grundlegender findet sich bisweilen auch die Interpretation als "Verrat" oder "Pervertierung". Dieses Mantrum kann sowohl modifizierend eingesetzt werden, um in Verbindung mit anderen Worten einen Effekt zu erzielen, als auch selbstständig in der Interpretation als Schöpferwort fungieren.

Das weite Spektrum an Möglichkeiten bei der Prägung dieses Mantrums macht es schwierig die tatsächliche Wirkung abzuschätzen, hier wird oft eine Analyse notwendig.

Gewöhnlich wird JUX als Gegenstück zum behütenden SANCT gesehen.

KAL

Wird geprägt als "Beschwörung" oder "Bindung". Dieses Mantrum ergänzt die Möglichkeit des Magiers um die Herbeirufung, sowohl von Wesenheiten, als auch von Elementen, grundsätzlich kann es darüber hinaus auch genutzt werden um generelle Bindungen hervorzurufen.

Nach Andreis werden nur primärelementare Aspekte wie Feuer, Wasser oder Luft beschworen, sekundäre Effekte wie beispielsweise Licht müssen jedoch erzeugt werden. Die Besprechung des KAL LOR durch Lemiandra Ferens löst die scheinbare Diskrepanz schlicht durch eine Neuinterpretation von LOR, greift diese umstrittene These aber nicht an.

Was mit KAL gebunden oder beschworden wurde, kann durch EX wieder freigegeben werden, dies zumeist effektiver und einfacher, als die Anrufung des "NEIN" durch das Mantrum AN.

LOR

Wird geprägt als "Licht" und stellt damit einen sekundärelementaren Effekt des Feuers dar. Sehr einfach zu prägen und Bestandteil eher trivialerer Zauber, ist LOR doch zugleich Bestandteil eines Rätsels, dessen Ursprung heute im Dunkeln liegt. Der KAL LOR - die Beschwörung des Lichts - wird dabei als schöpferisches Ja überliefert und bricht dabei mit aller hermetischen Tradition, den Überlieferungen zufolge ist es mit diesem Zauber ebenso gut möglich einen Toten wiederzuerwecken, wie eine Rüstung zu erschaffen oder einen ganzen Raum mit flackerndem Licht zu füllen. Lemiandra Ferens hat diesem Zauber ein eigenes Buch gewidmet: Vom Heiligen KAL LOR.

MANI - REL

MANI

Wird geprägt als "Leben", gern auch als "Humus", sofern man sich der bisweilen propagierten sechselementaren Sicht anschließen möchte. Das Mantrum findet in Heilzaubern ebenso Verwendung, wie generell bei Zaubern, die eine organische Komponente haben, in Verbindung mit dem "NEIN" ist es Teil einer der bekanntesten Kampfzauber.

MANI ist recht einfach zu prägen, erweist sich aber wie HUR auch, als wenig homogen.

NOX

Wird geprägt als "Gift". Bisweilen wird NOX als eine Abart des Mantrums MANI interpretiert, eine Ansicht, die auf ähnlich viel Zustimmung wie Ablehnung stößt und gewöhnlich in Zusammenhang mit der elementaren Einordnung steht.

Ebenso oft wird versucht NOX eine direkte Affinität zum Nachtschatten zuzuordnen und tatsächlich bedarf ein Giftzauber der speziellen Wirkung dieses Krautes, von Deckungsgleichheit kann angesichts der weiterführenden Kraft des Nachtschattens aber keine Rede sein.

In der verschollenen Magnus Dei soll das Mantrum NOX durch ein anderes Wort der Macht mit dem Namen NEH ersetzt sein, dem - ähnlich wie dem JUX - die Kraft der Perviertierung zugesprochen wird, Gift ergäbe sich dort durch die Kombination von MANI und NEH.

ORT

Wird geprägt als "Magie", bisweilen auch simpel als "Energie". Zwei Jahrzehnte lang stritten Marhamo Andreis und Thronwig Gerbenmacher über die theoretische Existenz eines UUS ORT, Gerüchten zufolge wurde an der Academia Ars Magica lange Zeit ein Zauber verwendet, der unter Einbeziehung dieses Mantras die Bindung an das astrale Gewebe verbessern konnte.

Weniger esoterisch präsentiert sich ORT in der Verwendung des wohl beliebtesten Kampfzaubers, der POR ORT GRAV sorgt aber trotz der häufigen Verwendung gern für Diskussionen über die theoretischen Grundlagen seiner Wirkung.

ORT wird bisweilen als fünftes, von Vertretern der Sechs-Element-Theorie auch als siebtes Elementarwort gesehen, unabhängig davon, dass selbst die anderen vier (sechs) keinen Platz im Kanon haben.

POR

Wird geprägt als "Bewegung". Gern als elementarer Sekundäreffekt der Luft interpretiert, erweist sich POR als einfach zu prägen und durchaus homogen in der individuellen Interpretation. Obgleich fast immer als Ruferwort verwendet um in Wirkung mit anderen Worten seine spezielle Wirkung hinzuzufügen, gibt es auch den Erdbebenzauber, der zuweilen so interpretiert wird, dass POR hier im Zentrum steht. Kritiker halten dagegen, dass noch immer irgendetwas vorhanden sein muss, um bewegt zu werden ..

Eine sehr unübliche Interpretation findet sich in den Elementare Gezeiten von Branfried Norvenjer - er gibt ein Beispiel, in dem POR benutzt wird, um einen Beherrschungszauber zu unterstützen - hier frei übersetzt als "Bringe Bewegung in diesen Geist".

QUAS

Wird geprägt als "Illusion", hierbei im weiteren Sinne jedoch nicht nur echte illusorische Effekte, sondern oft auch Beherrschungskomponenten einschließend. Die Diskrepanz in der Definition von "Illusion" ist auch an der Wirkung dieses Mantrums nicht spurlos vorbeigegangen und so findet man durchaus die Sichtweise, dass jede echte mentale Beeinflussung mittels QUAS nicht zulässig ist und eher eine Kombination von WIS mit anderen Mantren erfordert.

Die geringere Anwendungsbandbreite geht dabei mit einer generell schnelleren Einsatzmöglichkeit einher, es steht also zu erwarten, dass die Befürworter beider Sichten ihren Disput so schnell nicht beilegen werden.

REL

Wird geprägt als "Verwandlung" und "Veränderung". Dieses Mantrum wird gern als sekundärelementarer Effekt des Wassers betrachtet und findet generell Verwendung bei allen Formen von Verwandlungsmagie. Gewöhnlich wird REL dabei als Bindeglied zwischen Ursprung und Ziel benutzt, es ist jedoch auch möglich allein die Zielangabe zu formulieren und die Gesamtheit eines Objektes oder Subjektes als Basis zu betrachten.

Eine der interessanteren Fragestellungen beschäftigt sich noch immer mit der Frage, warum Aleida C'ainthe bei ihrer Erstadaption der Mondtore das REL einbrachte, sich damit deutlich von dem gültigen Kontrukt des runenbasierten Reisezaubers abwendend, hin zum einfacheren Teleport.

SANCT - ZU

SANCT

Wird geprägt als "Schutz", gern auch als "Wacht" und steht damit antagonistisch zum JUX. Grundsätzlich kann dieses Mantrum eingesetzt werden, um einem Zauber eine positive Intentionen zuzusprechen, in Kombination mit anderen Worten der Macht kann SANCT ebenso wie JUX sowohl als Ruferwort, als auch als Schöpferwort genutzt werden.

Ein ganzes Buch, das Trutz- und Wehrmagie beschäftigt sich mit den Möglichkeiten Schutzzauber zu entwickeln und gibt zahlreiche Hinweise auf Anwendungsmöglichkeiten und Schwächen, das Versprechen auf die universale Schutzmagie kann jedoch auch dieses Schriftstück nicht einlösen.

TYM

Wird geprägt als Zeit. Wenngleich es keinen Zauber im Kanon der Sprüche des Codex 64 gibt, der dieses Mantrum verwendet, so gibt es doch kaum ein anderes Wort der Macht, über das derart viel geschrieben und diskutiert wurde - die Zeit und der Zeitenfluß scheinen einen enorme Anziehungskraft auf Zauberer aller Art auszuüben.

Beginnend mit solchen Legenden wie dem "Zeitreiser" oder dem "Buch der Zeit" finden sich ungezählte Vorschläge für Artefakte, Zeitreisetore, Jungbrunnenhaarreifen und ähnliches.

Es existiert eine Gilde, die - aus welchen Gründen auch immer - den Namen TYM wählte, der Magier Marcel widmete sein Leben der Zeitmagie, vermochte aber nicht eine wirklich schlüssige These über das Wesen der Zeit an sich zu formulieren.

Arcomaga Aerith ya Avon formulierte einst einen Zauber, der geeignet ist um die Zeit anzuhalten - gänzlich ohne eine Verwendung des Mantras TYM, andere Kollegen mochten sich bei ähnlichen Konstrukten jedoch nicht von diesem Mantra trennen. Grundsätzlich erscheint TYM als ein Schöpfungswort, schon bei der Frage ob man Zeit so etwas wie Bewegung zuordnen könnte, scheiden sich jedoch die Gemüter.

UUS

Wird geprägt als "Vergrößerung", "Verstärkung", wie DES auch findet sich das Mantrum bisweilen in Verbindung mit einer echten physikalischen Erhöhung - eine Interpretation, die von manchen Gelehrten als vulgäre Verschmutzung der ursprünglichen Intention abgelehnt wird.

UUS wirkt sich immer modifizierend aus und fungiert daher als echtes Ruferwort, welches seine besonderen Eigenschaften nur im Verbund mit anderen Worten der Macht ins Spiel bringt, es steht gegenteiligt zu DES.

Dieses Mantrum kann genutzt werden, wenn es darum geht ein Objekt oder Subjekt zu verzaubern, die Modifizierung der Stärke eines Zaubers ist dagegen nicht möglich und würde das Mantrum VAS erfordern.

VAS

Wird mit dem Aspekt "Gross" geprägt, nach der Schule Anathena Jesliwas auch mit "bedeutend" und "wesentlich" assoziiert. Ein vorangestelltes VAS erlaubt es dabei den Wirkungsradius eines Zaubers zu erhöhen ohne an der eigentlichen Wirkung eine Änderung vorzunehmen, direkt als Modifikator verwendet vermag VAS bestimmte Aspekte eines Zaubers zu bestärken.

Damit steht dieses Mantrum antagonistisch zu BET.

VAS wird nicht verwendet um eine Änderung des Status Quo durchzuführen, diese Aufgabe übernimmt das Mantrum UUS. Damit kann VAS in die Reihe der Schöpferworte eingeordnet werden.

WIS

Wird mit dem Aspekt "Wissen" geprägt, bisweilen auch mit "Weisheit" oder schlichtem Intellekt assoziiert. Dabei vermittelt WIS keineswegs direktes Wissen, trotz vielfältigster Versuche mit diesem Mantrum ist kein wie auch immer gearteter Blick in die Zukunft möglich. Die Nähe zum Element Eis legt den Schluss dar, dass WIS primär geeignet ist, um die potentielle Geisteskraft anzusprechen, die in Verbindung mit anderen Mantren gestärkt, geschwächt oder verwirrt werden kann.

XEN

Wird mit dem Aspekt "Kreatur" oder "Wesenheit" geprägt. Trotz einer fast überall gesehenen Affinität zum Belebten, kann mittels dieses Mantrums auch die Beschwörung von Elementarwesen oder Dämonen angegangen werden. Nach Einschätzung Anathena Jesliwas sollte bei der Prägung von XEN Wert darauf gelegt werden eine Kreatur über den Aspekt eines sich selbst bewußten Verstandes zu beschreiben, was wiederum Komplikationen bei der Herbeirufung niederen Getiers impliziert, ein Preis, den die Erzmagierin offenbar zu zahlen bereit war.

Wesenheiten werden für gewöhnlich beschworen und nicht erschaffen, Verweise auf die Kunst belebte Statuen zu erschaffen, belegen jedoch durchaus weitergehende Möglichkeiten.

YLEM

Dieses Mantrum wird bisweilen direkt als "Materie" geprägt, je nach Ansicht, kann aber auch direkt auf den elementaren Aspekt "Erz" gedrungen werden. Wie andernorts auch, erlaubt eine tiefere Spezialisierung eine raschere Zauberformung auf Kosten der Vielfalt. Thronwig Gerbenmacher zufolge, kann YLEM auch genutzt werden, um den Aspekt der Verwurzelung zu fassen. Die Besinnung auf den eigenblicklichen Status ermöglicht in Kombination wirkungsvolle Schutz- oder Heilmagie, ist dennoch aber alles andere als verbreitet.

ZU

Wird mit dem Aspekt "Schlaf" geprägt. Im Magnus Dei wird dieses Mantrum als ZAN gerufen, die Wirkung ist indes äquivalent: Alle Formen des Schlafes werden durch dieses Wort der Macht abgedeckt.

Wenngleich es im Kanon der Sprüche des Codex 64 kein Anwendungsbeispiel gibt, so erlaubt dieses Mantrum doch eine weite Palette nichtverletzender Kampfzauberei, auch der Einsatz zur Unterstützung von Seelen- oder Wundenheilung ist durchaus vorstellbar.

In Schaumfänger schreibt Naled Ghuils von verschiedenen Beobachtungen in Zusammenhang mit verlängertem und induziertem Schlaf, insbesondere die auf Basis des Mantra ZU erarbeiteten Ableitungen zur Traummagie sind durchaus interessant.