Caleb Galban/Das Wesen der Dämonen

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Ein Scriptum zur Prüfung des Erzmagus

von Caleb Galban, Magier des Zirkels der Macht

"Lasst mir neben anderen Gebäuden ein entlegenes Haus errichten

mit siebzig Türen und ebenso vielen Fenstern,
durch die ich den glutatmenden Phöbus und die Venus betrachten kann
und die anderen Sterne, wenn sie über den nächtlichen Himmel ziehen.
Sie werden mich belehren über die künftigen Geschicke..."

Merlin

Die Vorgeschichte

Sein Erwachen war kein richtiges Erwachen, denn in der letzten Zeit verwehrten ihm die Hallen des Zirkels, welche ihm zur zweiten Heimat geworden waren und in denen er Freunde, Schutz und Wissen gefunden hatte, das Gefühl der Geborgenheit. So war er denn auch nur in einen dämmrigen Zustand zwischen schlafen und wachen in der Bibliothek über einigen Manuskripten eingenickt. Die Kerze auf dem Tisch war erloschen und die Dunkelheit hüllte die Umgebung mit ihrer samtigen Schwärze ein. Fahl und trocken klebte die Zunge an seinem Gaumen. Er erhob sich aus dem schweren Eichenstuhl, reckte mit leisem Knacken die Glieder und tastete in der Dunkelheit nach seinem Reagenzienbeutel. Ein leises Geräusch vor ihm... ein wisperndes Schleifen... Krächzend kam der "In Lor" über seine Lippen und tauchte die Bibliothek in ein unwirkliches Licht. Der Raum schien leer. Sein Blick ging über das mächtige Eichenregal in dem Bücher aus vielen Menschenaltern aufreihten waren und den muffigen Geruch von vergangenen Zeiten verströmten. Eines der Bücher schien größer als die anderen, oder man hatte nur vergessen es ordnungsgemäß zurück zuschieben. Er kramte seine Unterlagen zusammen, verschloss das Tintenfläschchen und wandte sich zum gehen, als ihn das Geräusch erneut herumfahren ließ.

Das Buch schlug mit lautem Klatschen auf die steinernen Bodenfliesen, gefolgt von seinem erschreckten Aufschrei. Irgend ein Witzbold schien ihn auf den Arm nehmen zu wollen. "Leo?..., Rog....?" Seine Stimme hallte durch den Raum. Draußen strich der Wind leise um die Mauern des Zirkles und der feine Wüstensand, den er mit sich trug, schmirgelte knisternd über die mächtigen Eisentüren. Er kniff die Augen zusammen, konzentrierte sich und sondierte die Umgebung nach etwas Verborgenem, schließlich schritt er auf das Regal zu, hob das Buch auf um es zurück zu stellen. Der Titel auf dem Einband war nicht mehr zu lesen, oder es hatte nie einen gegeben. Er schlug es auf und blätterte durch die ersten Seiten... "Malleus Dämonicon"..., laß er, schluckte trocken, schob es zurück und verließ den Raum. Die Listen sollten einmal überarbeitet werden, dachte er, denn dort war das Werk nicht verzeichnet. Als er die große Halle betrat hielt er erneut inne und lauschte - hoffend das sich auf dem magischen Kreis einer seiner Freunde manifestieren würde um ein Schwätzchen zu halten, oder auch nur um ein gutes Glas Wein mit ihm zu trinken - doch nichts geschah. Lotus die Magd schien sich schon zur Ruhe begeben zu haben. Er legte Hut und Stab auf den großen Eßtisch und ging über den Nordflügel nach draußen zum Wasserbecken um nach dem Wesen von Yori zu sehen. Schwarz und glänzend spiegelte sich das Mondlicht in der Oberfläche. Er beugte mich vor und berühre das Wasser, es schien unangenehm kalt zu sein, zu kalt für diese Gegend. Der Delphin zog traurig seine Bahnen und widerstand all seinem Werben zu ihm zu kommen. Man sollte ihn vielleicht doch der Tiefen See zurückgegeben, mit diesem Gedanken ging er unter dem Echo seiner Schritte zurück in die Eingangshalle um seine Sachen zu holen. Caleb´s Blick ging zu dem Tisch, die feinen Haare auf seinen Armen stellten sich auf als hätten sie das Bedürfniss aus der Haut, die sie hielt, herausspringen zu wollen. Dort auf dem Tisch, neben meinen Sachen lag das Buch. Ein verstörtes Grinsen huschte über sein Gesicht "Also ist doch jemand hier und versucht mich zu necken", dachte er, schob den Einband zurecht und schlug es auf. Seine Hand wanderte wie beiläufig zu der goldenen Kiste auf dem Tisch, in dem immer einige Leckereien aufbewahrt wurden, hier fänden sich sicherlich noch ein oder zwei süße Äpfel. Er öffnete die Kiste und beugte mich vor um besser hineinsehen zu können, als das Grauen ihm wie ein Fausthieb in sein Gesicht sprang. Sein Schrei hallte gellend durch den Raum, eine eisige Klaue schien sich um sein Herz zu schliessen . . . . in der Kiste lag der blutige, abgetrennte Kopf einer Frau. Er kannte die Dame, doch nur selten hatte er sie zu Gesicht bekommen, eine Angehörige des Zirkles. Der Kopf starrte ihn mit weit aufgerissenen Augen an und wisperte mit kalter, grinsender Freundlichkeit ein "Guten Abend, mein lieber Caleb!" Während der Schädel sprach, ergoss sich allerlei Gewürm und eine übelriechende schwarze Flüssigkeit aus dem Mund. Gefolgt von dem höhnischen Lachen des Schädels, schlug er in Panik den Deckel zu und starrte fassungslos auf die Truhe. Ohne zu wissen wie lange er dort zitternd gestanden hatte, während der kalte Schweiß seine Kleidung durchnäßte, öffnete er den Deckel abermals. Der Kopf war verschwunden, in der Truhe lagen nur einige Nahrungsmittel. Mit einem gequälten Seufzer griff er hastig nach seinen Sachen, packte das Buch in einen Leinenbeutel und verliess mit bleichem Gesicht das Gebäude. Wissend, daß er wohl keinem der Angehörigen des Zirkels von dem Ereignis berichten würde, das fehlte noch, ein vom Wahn befallener Magus in den Reihen der Arcanen. Wortlos eilte er an den beiden Torwachen vorüber. Als er an der Versammlungsstätte von Nujel'm angekommen war, kramte er mit zittrigen Fingern eine Rune heraus, murmelte hektisch die magischen Worte und überließ seinen Körper der transienten Ebene...

Er hörte das Grollen des Donners nicht mehr, das seine Abreise begleitete und aus der dunklen Wolke zu kommen schien, die sich über der Insel zusammenbraute...

Das Wesen der Dämonen

Epilog

In den nun folgenden Zeilen mag dem werten Leser meine teils emotionslose Ausdrucksweise über die Beobachtung und Erforschung der Dämonen auffallen. Es sei ihm an diesem Punkt versichert, die erste Begegnung mit einer solchen Kreatur der Dunkelheit ließ meine Haare erbleichen und die Hände fahrig werden. Blut schoss mir aus Nase und Ohren als das Wesen versuchte sich meines Geistes zu bemächtigen - und wenn nicht einige der tapfersten Krieger, sich wagemutig auf den Unhold gestürzt hätten, würde ich in den heutigen Tagen diese Zeilen wohl kaum zu Pergament bringen. Auch heute noch steht des Nächtens der Schlaf oft starräugig am Fuße meines Bettes und widersteht all meinem Werben. So ist es neben der Neugier, auch die Furcht und das Grauen vor diesen Geschöpfen, das mich zu ihrer Erforschung vorantreibt. In späteren Tagen drang ich, unterstützt von einer kleinen Heerschar aus Zauberern, Kriegern und trefflichen Bogenschützen in einige uns bekannter Höhlensysteme ein, wo wir ein solches Wesen vermuteten. Wir versuchten zunächst die Kreatur anzusprechen, doch sie schien an einer Konversation nicht sonderlich interessiert und stürzte sich sogleich auf uns. Es gelang uns, nach langem Ringen, sie zu „töten“ und ich konnte einige Untersuchungen an dem Wesen anstellen, bevor es zerfiel.

Grundlagen der Forschung

Wir wollen, entgegen einiger, in diesem Punkte abweichende Meinungen, davon ausgehen, das die „Größe“ des arcanen Gewebes unendlich ist und durch bestimmte, uns unbekannte Phänomene variiert, sie pulsiert. Wir stellen für die Grundlage unserer Überlegung weiterhin fest, daß jedwede existente Materie, sei sie tot oder lebend, Stein, Strauch, Tier oder menschliches Wesen durch die, aus der Grundlagenthese bekannten, sogenannten Knoten oder Punkte mit dem Gewebe verbunden ist. Die „Größe“ oder besser Konzentration (im Sinne von Zusammenballung von arcaner Energie) der Knoten und ihren unzähligen Verbindungen mit dem Gewebe einer einzelnen Materie wollen wir an dieser Stelle einen neuen Begriff zuordnen und nennen es, „arcanes Spektrum“ oder kurz „Spektrum“ einer Existenz.

Die Mächtigkeit des arcanen Spektrums einer lebenden Kreatur, entscheidet sich durch drei grundlegende Faktoren. Zum ersten der Intelligenz des Wesens. Zum zweiten aus der arcanen Kraft, dem Mana, das Gewebe zu formen bzw. zu beeinflussen und zum dritten aus einer uns Menschen (bzw. den sterblichen Rassen, welche auf der Schattenwelt einherwandeln) noch unbekannten Fähigkeit, die ich unter anderem bei den Dämonen beobachten konnte, nämlich die Fähigkeit zu zaubern ohne die Kräfte die den Reagenzien innewohnen verwenden zu müssen oder die Worte der Macht hörbar auszusprechen (wobei mich die Information über einen stummen Magier erreichte, der angeblich in der Lage ist, die letzte Behauptung zu entkräften.) Die Fähigkeit Magie anzuwenden ist nur einigen wenigen, der uns bekannten humanoiden Spezies, gegeben. So kann, jedenfalls in der Theorie die „Mächtigkeit“ des Manapotentials bei einem gemeinen Handwerker durchaus in ihrer Summe höher liegen als zum Beispiel bei einem Adepten der Magiekunde. Trotzdem wird der Handwerker nicht in der Lage sein, dieses Potential zu nutzen, da er nicht die Fähigkeit besitzt, diese Energie zu fokussieren um somit das arcane Gewebe nach seinem Willen zu formen.

Weiterhin sei in dieser Arbeit die Thesis vertreten, das Teleportation und die sogenannten Torreisen, die betreffende Personen aus der uns bekannten Welt herauslöst und durch die transistente Ebene zu gewünschten Zielort bringt. Somit steigt das arcane Spektrum am Zielort bzw. fällt das des Zaubernden, es kommt also zu einem Energiefluss innerhalb des Gewebes. Danach setzt der uns bekannte Rückfluss ein, der die ausgelöste Schwankung des Gewebes ausgleicht. Dieser Ausgleich nimmt normalerweise mehr irdische Zeit in Anspruch als die, welche benötigt wird um den Zauber zu wirken.

Die Problematik von „IN“ und „KAL“

Nach der hitzigen Discussion innerhalb des Zirkels, in der Unstimmigkeit und Unklarheit über die Bedeutung der Runen „IN“ und „KAL“ herrschte, versuche ich an dieser Stelle noch einmal meine Sicht bezüglich der Bedeutung diser Runen zu erläutern. Nicht zuletzt auch in ihrer Bedeutung bezüglich der Beschwörung von dämonischen Wesen. An den Beginn stelle ich den Wortlaut der Akademie zu Moonglow, so wie er mir beschrieben wurde:

IN - Etwas herstellen, erschaffen, herbeirufen, verursachen, was nicht da ist. Nun, was bedeutet „nicht da“ ? Es bedeutet, nach meiner Auffassung, das dem „Herbeigerufenen“ oder „Erschaffenen, Hergestellten“ kein eigenes Leben, welcher Art auch immer innewohnt. Man könnte auch sagen, die erschaffene Magie sei nicht beseelt. Sehen wir dies im Zusammenhang mit allen entprechenden Zaubern , könnten wir zu folgendem Schluß kommen. Mit IN erschaffen wir Auren, Felder und auch spezielle Waffenzauber.

KAL - Herbeirufen oder Beschwören, im Gegensatz zu IN, einer Wesenheit, Exsistenz. Es wird auch verwendet, wenn das Ziel des Zaubers diese Anforderung erfüllt also personenbezogen verwendet wird.

Völlig richtig in der arcanen Formula sind demnach im Bezug auf das Wort der Macht IN :

IN MANI - Verursache Heilung oder Lebenskraft [Aura] IN LOR - Verursache Licht oder Nachtsicht [Aura] IN POR YLEM - Magischer Pfeil [Waffe] IN JUX - Magische Falle [Aura] IN JUX SANCT - Magische Reflektion [Aura]

oder auch die Felder oder Wälle

IN SANCT YLEM - Steinmauer [Feld] IN FLAM GRAV - Feuerwall [Feld] IN NOX GRAV - Giftwall [Feld] IN EX GRAV - Paralysewall [Feld] IN SANCT GRAV - Energiewall [Feld]

Korrekte und nach meiner Thesis „richtige“ Formeln für KAL :

1.) Beschwörungen von Kreaturen

KAL VAS XEN HUR - Beschwörung von Wind- / Luftelementarwesen KAL XEN YLEM - Beschwörung von Erdelementarwesen KAL XEN FLAM - Beschwörung von Feuerementarwesen KAL XEN AN FLAM - Beschwörung von Wasserelementarwesen KAL XEN CORP - Beschwörung von Dämon

IN JUX HUR YLEM - der sogenannte Schwert- oder Klingengeist (Bladespirit) fällt hier heraus. Es ist durch die Rune IN und somit entgegen der landläufigen Meinung eine animierte Mechanik die nicht beschworen sondern erschaffen wird und sich jedweder Kontrolle des Magiers entzieht, somit ist die entprechende Abhandlung (in der behauptet wird es sei eine Art Wesenheit) nicht logisch. Wenn es nicht noch andere Beispiele, welche sich in meinen Augen als fehlinterpretiert darstellen, geben würde, könnte man auch annehmen, dass Erschaffenes mit dem Wort der Macht IN, nach dem Auslösen der Magie, keiner weitern Manipulation durch den Erschaffer gestatten.

2.) Personenbezogene Magie mit KAL

KAL IN EX - Inkognito (nur gültig wenn keine Aura und die Person sich optisch real verändert, morpht) KAL POR YLEM - Markieren von Runen zur Teleportation (wörtl.: Beschwörung von Bewegung(Örtliche Information auf Materie). Dies halte ich für strittig. IN ORT POR YLEM ist sinngemäß treffender [Aura einer örtlichen Information auf Rune]. Genauso verhällt es sich mit KAL ORT POR - Teleportation an den Zielort einer Rune. Ich beschwöre magische Bewegung ? Nein ! Ich verursache sie, ich stelle sie her. Demnach und folgerichtiger IN ORT POR.

Es sei denn, man sieht das KAL in Bezug auf die zaubernde Person (s.o.), also den Magier als Wesenheit. Doch mit dieser Thesis mag ich mich persöhnlich nicht so recht anfreunden, muss sie jedoch als gegeben hinnehmen.

Möglichkeit einer alternativen Thesis:

Wir stellen KAL zusätzlich zu der „Beschwörung von Wesenheiten“ die Beeinflussung von fester Materie sowie den vier Elementaren anheim.

So wären die Worte der Macht für KAL VAS FLAM - Flammenstoß, der nur dann gültig ist, wenn es sich um (wie KAL vermuten läßt um eine Art degenerierendes Feuerelementarwesen handelt (Dank für den Ausdruck an Lady Zodiac) und KAL DES FLAM YLEM - Meteorhagel durchaus logisch und nachvollziehbar. Jedoch bekommen wir mit der Beeinflussung von Erde wieder Probleme, denn IN VAS POR - (Erd)Beben passt dann genau so wenig in das Spektrum wie zum Beispiel IN FLAM GRAV.

Doch wir als Arcane wissen alle: Das Gebiet des Wissens ist groß und die Zeit wird gewiss auch mir, immer wieder neue Dinge zeigen und einer Korrektur meiner heutigen Meinung zuträglich sein. Im Bezug auf die Anrufung der dunklen Wesen sei an dieser Stelle nocheinmal jedem Arcanen gesagt:

Anmerkung: Das Thema wurde im Zirkel weiterhin erläutert und an einer auch von meinen Thesen abweichende Erklärung mit Hilfe und auf Grundlagen von Lady Zodiac verständnisvoller definiert.

Quidquid agis, prudenter agas et respice fidem!
(Was du auch tust, tu´s mit Überlegung und bedenke das Ende!)


Die Dämonen

„So wehe dir oh Sterblicher, der du das Antlitz des Dämons erblickest.

Dein schwacher Geist, der seiner Falschheit auf Gedei und Verderb augeliefert,
wie das Neugeborene dem Wolfe.
Groteske Parodie des Menschen, aus den Tiefen der Höllenfeuer emporgestiegen
als die Geissel der Lebenden, um sie zu strafen für ihre Sünden.“

Auszug aus dem Malleus Dämonicon

Erste Frage: Ob die Dämonen durch die Schattenwelt selbst hervorgebracht werden oder ob diese Teufel aus einer anderen Dimension stammen.

Wenn wir in der Vergangenheit des Menschengeschlechts zurueckblicken, so finden wir neben vielen anderen religioesen Ueberzeugungen einen allgemein verbreiteten Glauben an die Existenz von Luft- oder Hauchwesen, welche sich in der Umgebung des Menschen aufhalten und ihn unsichtbar aber wirksam beeinflussen.
(C.G. Jung - Synchronizität, Akausalität und Okkultismus dtv 06.99)

Alle mir für diese Arbeit zur Verfühgung stehenden Schriften und Publikationen gehen davon aus, daß der Dämon nicht von dieser Welt ist, sondern uns aus dunklen uns unbekannten Gefilden heimsucht. Allerdings wird mein Forscherdrang diese fremde Welt einmal zu besuchen, von dem natürlichen Willen der Selbsterhaltung meiner Selbst unterdrückt und das ist gut so. Weiterhin fielen mir, während ich mit diesem Thema beschäftigte, auf mysteriöse Weise Fragmente aus dem Malleus Dämonicon, dem Schwarzen Buch der Teufel, in die Hände. Über die Art und Weise wie dies geschah werde ich lieber schweigen, da die Erinnerung an diese Geschehnisse das Grauen in mir hervorruft. Doch eines sei an dieser Stelle gesagt, das Werk ist Segen und Fluch zugleich.

Textfragment aus dem Malleus Dämonicon:

Gebrandmarkt mit dem Zeichen des Chaos hauset das gehörnte Tier in den düsteren Gefilden der Unendlichkeit. Heischend nach Blut und Seelen derer welche sich ihnen für die niederen Gründe verkaufen. Reichtum, Macht Gelüste des Fleisches über ihre eigene Rasse. Um den Kelch der Verdammnis an die Kleingeistigen weiterzureichen, steiget das Tier aus den Tiefen seiner Welt, welche kein Sterblicher zu blicken vermag, nicht einmal in seinen schwärzesten Träumen.

Es steht also aufgrund der Auswertung aller mir vorliegenden Informationen weitestgehend fest, daß diese Wesen nicht durch Schattenwelt selbst hervorgebracht werden. Sie kommen vielmehr (oder werden geschickt) aus einer anderen Dimension als der uns bekannten. Somit wird dies als Grundlage für die weitergehenden Studien angenommen. Doch außerdem ist niedergeschrieben in dem Buche Malleus maleficarum, dem Hexenhammer daß wir, die wir die Kraft haben das Gewebe nach unserem Dünken zu formen, auf geheimnissvolle und untrennbare Bande mit dem Wesen der Dämonen, verbunden sind. Hier ist jedoch ausschließlich von den höheren Dämonen die Rede, welche in der für uns (meist) nicht sichtbaren Form auf Schattenwelt einherwandeln.

Zitat aus dem Malleus maleficarum: Isidorus, Etym VIII sagt:

. . . Sie verwirren die Elemente mit Hilfe der Dämonen, um Hagelschalg und Sturm zu erregen. Ebenso sagt er, verstören sie den Geist der Menschen, das heißt sie bringen ihn zum Wahnsinn, Haß oder ungewöhnlicher Liebe. Indem fügt er hinzu: Und ohne einen Tropfen Gift, bloß durch die Stärke ihres Zauberspruches vernichten sie die Seelen. Daher sagt auch Lucanus: „Nur durch Zaubergesang, nicht von ätzendem Gifte bewältigt, sinkt die Seele dahin. Denn nach Herbeiholung der Dämonen wagen sie zu handeln, bis sie durch ihre Künste ihre Feinde vernichten. Daraus ist ersichtlich, daß bei derartigen Werken die Dämonen immer mit den Zauberern und Hexen mitzuwirken haben.

Hier sei anzumerken, das Malleus malleficanum ist in seiner Schrift und Aussage der schärfste Gegner von Magiern und Hexen. Unabhängig ob sie sich der hellen oder der dunklen Seite der arcanen Macht zuwenden. In den Händen, der in den mystischen Dingen verblendeten Inqusitoren, kann es eine gefährliche Waffe sein.

Zweite Frage: Wie der Dämon es vermag auf die Schattenwelt zu kommen.

Noch einmal sage ich Dir:

Beschwöre nichts herauf, das Du nicht zu bezwingen vermagst...
Und hiermit meine ich alles, was seinerseits etwas gegen Dich
heraufzubeschwören vermag, etwas, gegen das Deine mächtigsten
Hilfsmittel nutzlos sein könnten.

(H.P. Lovecraft)

Eigene Untersuchungen und Befragungen von Augenzeugen, welche den Kampf mit einem Dämonen an Körper und Geist unbeschadet überstanden hatten, ergaben, daß bei der Kreatur keine Runensteine gefunden wurden, die den Gedanken naheliegen lassen würden, das Wesen nutzt für die Teleportaion (aus eigener Kraft und Antrieb) nach Schattenwelt die gleichen arcanen Strukturen wie ein Zauberkundiger. Der gemeine Dämon ist auf Schattenwelt immer wieder an bestimmten Lokalitäten zu finden, die er zu bewachen und zu verteidigen gedenkt, forscht man nach den Gründen so eröffnen sich folgende Möglichkeiten:

1.) In der unmittelbaren Umgebung der Kreatur finden sich des öfteren Hexen und Zauberer von zumeist dunkler Gesinnung, die in der Lage sein könnten, den Dämonen heraufbeschworen zu haben um ihnen untertan zu sein. Dieser Vermutung steht jedoch entgegen, dass sich die Kreaturen mit einem AN ORT nicht vertreiben lassen.

2.) Meine bevorzugte Thesis: Die Dämonen erkennen aus eigener ihnen gegebener Kraft die Schwingungen und (Rück-) Flüsse im Gewebe und nutzen dies aus um ihre eigene Ebene zu verlassen. Für diese „Reise“ benutzen sie nach meinen Vermutungen die transistenten Ebenen. Doch wie fanden sie Schattenwelt? An dieser Stelle setzen wieder die Überlegungen zu dem arcanen Gewebe und der Planaristik ein. Wir Magier benutzen die Teleportation um uns über größere Entfernungen fortzubewegen, hierbei stellt sich jedoch die Frage ob wir „nur“ die von uns gewünschte Stecke zurücklegen oder im Grunde und Wahrheit viel weiter reisen. Einigkeit herrscht jedenfalls darüber, daß die transistente Ebene alle Dimensionen, Welten und dergleichen, miteinander verbindet. Ich stelle hier nun die These auf, daß jedes Wesen, das sich mit Hilfe der Magie fortbewegt, für die Zeitspanne in der sich der Energiefluss des Gewebes ausgleicht, eine Art Spur in der transistenten Ebene zurücklässt. Diesen Spuren, so meine Vermutung, geben den Dämonen die Möglichkeit in unsere Dimension einzudringen. Er lauert auf seiner Ebene, konzentriert sich auf Schwankungen und Gefälle im Gewebe um dann diese als richtungsweisenden Pfad zu nutzen um in die Schattenwelt zu gelangen. Auf Wunsch wäre diese These einmal ausführlich mit anderen Arcanen zu diskutieren, um neue oder auch ander Aspekte beleuchten zu können.

Dritte Frage: Ob und wie der Dämon, nach weltlicher Sicht, zu töten ist.

Da ein solches Wesen, hier der gemeine Dämon, scheinbar an eine Örtlichkeit gebunden ist (denn es verfolgte uns niemals über eine größere Enternung), liegt der Verdacht nahe, das es außerhalb dieses Bereiches nicht über einen längeren Zeitraum exsitieren kann. Der Dämon ist sozusagen ein Subjekt der Instabilität wenn er sich zu weit von seinem, nennen wir es „Bannpunkt“ trennt. Ein mächtiger Zauberer sollte durchaus in der Lage sein diese, der Kreatur naturgemäß gegebene Instabilität, vermutlich hervorgerufen duch die Trennung seiner Heimatebene, dermaßen zu verstärken, daß sie gezwungen ist, in ihre Dimension zurückzukehren. Allerdings nur dann, wenn der Zeitpunkt der Herbeirufung noch nicht allzulange her ist. Ein ähnlicher Effekt geschieht duch den körperlichen Angriff auf einen Dämon, wir sind nicht in der Lage in zu töten oder seine Exsistenz auf immer zu vernichten - wir schicken durch seinen „Tod“ seine Wesenheit nur für einen gewissen Zeitraum in die Spähre die ihn hervorbrachte. Hier regeneriert sich sein Körper und Geist, bis er die Macht besitzt um erneut zu versuchen nach Schattenwelt zurück zu kehren (nach Volksglauben dauert dieser Vorgang 1000 Jahre und einen Tag).

Vierte Frage: Ob die Dämonen Namen besitzen, wie diese zu deuten seien.

Diese Frage wird im Malleus Malleficarum wie folgt kommentiert: DAEMON, das heißt nach Blut richend oder blutig, nach Sünden nämlich, nach denen er dürstet und die er begehen läßt durch dreifaches Wissen, wodurch er stark ist, nämlich durch Feinheit seiner Natur, langjährige Erfahrung und Eingebung (ooc: Daimon = grich. Gottheit). Das aber auch eine Ordnung unter ihnen bestehe, auch in Bezug auf die äußeren Pflichten in Hinsicht auf die Anfechtungen, das zeigen ihre Namen, nämlich DIABOLUS, vielfach in der Schrift ausgedrückt werden und zwar wegen ihrer verschiedenen Eigenschaften, so wird doch in der Schrift überliefert, daß diese unsauberen Taten einer vorstehe, wie auch bei bestimmten anderen Lastern. Es ist nämlich der Brauch der Schrift und der Rede, jeden beliebigen unsauberen Geist DIABOLUS zu nennen, von DIA, das heißt duo (zwei) und BOLUS, das heißt Morsellus (Biß, Tod), weil er zweierlei tötet, nämlich Leib und Seele und mag es nach einer bestimmten Etymologie übersetzt werden mit „im Gefängnis eingeschlossen“ , stimmt das auch zu ihm, denn es wird ihm nicht erlaubt zu schaden soviel er möchte. Oder DIABOLOS gleich DEFLUENS, weil er herab geflossen oder zusammengestürzt ist, gestaltlich und örtlich. In unserer Zeit kennen wir ihn als den Verbannten Fürsten der Dunkelheit, DIABOLO. Andere heißen auch BELIAL, was verdolmetscht wird mit „ohne Joch“ oder „ohne Herrn“, weil er nach Kräften gegen den anderen kämpft, dem er untertan sein müsste oder LEGION, der Herr von Vielen. Er wird ferner auch BEELZEBUB genannt, welches übersetzt wird mit „Mann der Fliegen“, das heißt der sündigen Seelen, welche die wahren Götter verlassen haben. Ebenso heißt er SATANAS, das heißt „der Gegner“ oder auch BEHEMOTH für „Bestie“. Der Dämon der Hurerei und der Fürst der Unfläterei heißt ASMODEUS, was verdolmetscht wird mit „Bringer des Gerichts“. Der Dämon des Übermutes wird LEVIATHAN genannt, was übersetzt wird mit „Zugabe“, weil er, als er unsere Eltern versuchte, denen das Leben auf Schattenwelt entsprang, ihnen im Übermute die Zugabe der Göttlichkeit versprach, so steht es überliefert: „Ich werde heimsuchen durch Leviathan, die alte gewundene Schlange“.

Fünfte Frage: Wie der Dämon an seiner Gestalt, auch für das gemeine Volk, zu erkennen sei.

Anzumerken sei hier, daß es unter den Dämonen eine Art Rangordnung zu geben scheint. Die Schriften verweisen hierauf mit folgenden Worten: So lange die Welt dauert, steht ein Engel über dem anderen, ein Mensch über dem anderen, ein Dämon über dem anderen. Sehet an den Schuppen des Leviathan, daß eine an der anderen hängt. Also ist unter ihnen Verschiedenheit der Ordnung und des Handelns. Wo keine Unterwürfigkeit ist und kein Gehorsam, da handeln alle ohne Unterschied und so ist unter den Stolzen immer Streit.“ Die Erscheinungs- oder Daseinsform der Dämonen kann sich in drei grundsätzlichen Variationen manifesteren.

  1. Seinem „wahren“ Abbild, also seiner eigentlichen, für uns auf der Schattenwelt sichtbaren Gestalt. Hier sind die Möglichkeiten jedoch so mannigfaltig das ich in dieser Hinsicht nur eine grobe Übersicht zu geben versuche, auf die ich später eingehen werde.
  2. In Körper und Gestalt eines anderen Lebewesens, welches er durch die Kraft seines Geistes übernimmt. Hier ist zu erkennen das er den menschlichen Körper bzw. Wesen mit einer gewissen Intelligenz bevorzugt.
  3. In der Lykantrophie, bei Werwölfen oder ähnlichen Kreaturen. Hier bricht die dunkle Seite in einem selbst, also der „Dämon“ der einem jeden von uns innewohnt von Zeit zu Zeit durch.

Die wahre Erscheinungsform des Dämonen

Der gemeine Dämon hat einen weitgehend humanoiden Körperbau, teilweise mit mutierten Extremitäten. Viele weisen ein zusätzliches Gelenk im Bereich des Schienbeines auf und anstelle des Fußes finden wir oft einen Huf. Die wichtigsten Mutationen wären desweiteren: fledermausartige Schwingen, und Hornauswüchse meist im Bereich der Stirn. Seine riesigen Pranken sind mit äußerst scharfen Klauen bewehrt, die in Verbindung mit seiner ernormen Körperkraft, in der Lage sind dem Unachtsamen mit nur einem Hieb den Kopf vom Rumpf zu trennen. Ihre Haut ist von rot, rotbrauner bis schwarzer Färbung uns äußerst schwer zu durchdringen. Nur starke und geschickte Krieger mit entspechend hochwertigen Waffen sind in der Lage die Kreatur ernsthaft zu schädigen. Ein Großteil der niederen Dämonen haben die Befähigung Magie anzuwenden. Schattenwelt wird nach meinem derzeitigen Stand der Forschung hauptsächlich von den niederen Dämonen heimgesucht. Diese Wesen scheinen Störungen im arcanen Gewebe zu nutzem um aus ihrer Dimension in die unsere zu gelangen (oder werden durch die Gottheiten des Chaos hierher gesannt). Ihre Aufgabe scheit die Bewachung bestimmter abgelegener Lokalitäten zu sein, die sie bis zu ihrer Vernichtung verteidigen. Warum dies so ist konnte ich bis zu diesem Zeitpunkt nicht feststellen. (hierzu gibt uns unter Umständen die Arbeit eines vereehrten Kollegen, dem hochgelehrten Herrn Noxarius alsbald Aufschluss)

Inkubi und Sukkubi

Die gefährlichsten unter ihnen sind die Incubi und Succubi, die Buhlteufel. Diese Wesen sind in der Regel gestaltlos bzw. verhüllen in der Regel ihr grauenerregendes Antliz vor uns und suchen sich menschliche Wirtskörper um in sie zu fahren. So heißt es: „In dir werden Strauße wohnen und Feldgeister werden daselbst springen.“ Unter Feldgeistern sind Dämonen zu verstehen, Waldmenschen, rauh behaart, welche Incubones oder Satyren, bestimmte Arten der Dämonen sind. In der Etymologie der Hochsprache wir der Begriff „Incubi“ daher abgeleitet von „incubare“, das heißt Unzucht treiben. Denn oft geilen sie auch nach den Weibern und beschlafen sie. Einige Völker nennen sie „Dusen“, doch den man gewöhnlich Incubo nennt, den heißen die Gelehrten „Faunus ficarius“ Mit Bezug auf ihn sangen die Barden:

„Faunus, oh Liebkoser um scheue Nymphen Durch die Feldmark mir und die Sonnenäcker

wolle sanft hinwandeln!"

So bezeichnet man den Succubus, als den Buhlteufel, der zu der Zeit diesen Namen trägt, wenn er dem Körper eines Weibes innewohnt. Er wird zum Incubus, wenn er den weiblichen Körper verlässt und in den Manne fährt. Der Dämon bricht hierbei den Geist seines Opfers und erhält Kontrolle über den Körper. In dieser Form ist das Wesen für Außenstehende nicht durch Äußerlichkeiten zu erkennen. Man spricht auch hier von der sogennanten Bessesenheit. Desweiteren versuchen Incubi und Succubi den Körper (haupsächlich den des Weibes) zu schänden um so ein hybrides Wesen zu zeugen, welches dann, so die Vermutung, den Nährboden für weitere Intrigen gegen die Menschheit vorbereitet. Hat der Dämon den Geist und den Körper einmal unter seiner Kontrolle, gestalltet es sich als äußerst schwierig, ihn aus diesem wieder zu vertreiben, zu exorzieren. Gelingt es, nach größtmöglichem Bemühen, nicht den Dämon aus dem heimgesuchten Menschen (oder einer anderen Kreatur) zu vertreiben, so ist sein Körper zu binden und nach ausreichender Verhandlung von einer entsprechend befähigten Gerichtsbarkeit, öffentlich den reinigenden Flammen des Feuers zu übergeben. Das Gericht hat sich hierbei möglichst nicht nur an die Grundsätze und Richtlinien des Malleus maleficarum zu orientieren.

Sechste Frage: Wo erläutert sei, ob es eine Rangordnung unter diesen Wesen gebe und wie sie zu vermuten sei.

So sei gesagt das der Name des Ersten welcher über die Finsternis herrscht und mit seiner Verderbtheit und Grauen über uns kommt, ist der Urvater des Bösen „Raynor“ und sein Sohn „Beelzial“. Letzterer rief den uns bekannten Gott „Diabolo“ zu Hilfe um das Schlachtenglück zu Gunsten der Dunkelheit zu wenden. In dieser brutalen Schlacht wurde er jedoch von den Völkern der Schattenwelt in sein Reich zurückgetrieben. In diesen Tagen reden viele der Bewohner von einer Verbannung. Nun wollen wir hoffen, daß sie ewig währt.

Im unterstellt sind die „Dämonenprinzen“, mächtige Kreaturen mit denen Diabolo an seiner statt, Furcht und Vernichtung in unsere Welt zu tragen versucht. Sie erhalten von ihm die Attribute des Chaos und sind in der Lage diesem dunklen Segen standzuhalten. Die Dämonenprinzen sind die obersten Führer der Horde, ihnen unterstellt sind die Krieger des Chaos, Anführer der Armeen, hier verzweigt es sich in Höhere und Niedere Dämonen. Sie sind es die regelmäßig die Schattenwelt bedrohen. Doch sie sind nur vereinzelt anzutreffen.

Außerdem wären da noch andere Wesenheiten zu nennen die nicht gezwungener Maßen einem der Prinzen unterstellt sind: Incubi und Sucubi, Gestaltwandler. Bei ihnen ist ihr Status in der Rangordnung nur schwer festzulegen.

Es folgen die sterblichen Anhänger des Bösen, sie sind in vielen der Rassen zu finden sie huldigen ihren dunklen „Göttern“.

An letzter Stelle stehen die Spawns. Es sind Prinzen oder Krieger deren Gestalt durch die „Belohnungen“ und „Segnungen“ ihrer Herrn kollabiert ist. Groteske Figuren die am Rande ihrer Exsistenz dahin vegitieren und duch eine erneute „Zuneigung“ ihres Herrschers sofort auf immer vernichtet werden.

Ein eigenes Thema: Die Lykantrophen

Was soll es uns für einen Schröken bringen,
wenn wir einen Menschen sächten, der einen Hundskopf hatte,
an statt der Red wie ein Hund kallerte
und sonst an statt der Kleyder mit einer rauchen Haut wie ein Hund hereingienge.

P. Amandus von Graz

Eine weitere Abart der Besessenheit. Als Lykantrophie bezeichnet man die Fähigkeit oder den Fluch (an dieser Stelle ausschließlich der Völker von Schattenwelt) der einer Person anlastet, sich zu bestimmten Zeiten in die geistige und körperliche Haltung eines Tieres zu begeben. Die uns allen bekannteste Gestalt der Lykantrophie ist der Werwolf. Ebenso vielfältig wie der Ursprung des Werwolfglaubens sind auch die Gründe und Möglichkeiten der Verwandlung eines Menschen in einen Werwolf (Ältere Schreibweisen: Wehrwolf und Wärwolf). War es bei Lykaon noch ein Götterfluch, so wurden bald noch weitere Möglichkeiten der Werwolfverwandlung "entdeckt". So soll ein Ring aus Menschenhaut (vorzugsweise der Haut eines Ermordeten oder Selbstmörders), durch den man dreimal kriechen muss, die Verwandlung ermöglichen. Bei der Rückverwandlung muss man wiederum dreimal durch den Ring kriechen. Eine weitere Möglichkeit bietet ein "verzauberter Gürtel" den man anlegen muss oder ein Tierfell.

(OOC Anmerkung: „Wer“ bedeutet im altgermanischen „Mann“. So auch an dieser Stelle der Verweis auf das sogen. „Wergeld“, das ein Krieger an die Familie seines Opfers zu zahlen hatte, wenn er einen Krieg oder eine Fehde verhindern wollte. Der Leichnam des Ermordeten wurde in den Hallen seines Clans aufgebart und alle für seinen Tod in Frage kommenden Personen mußten nacheinander an die Leiche herantreten. War der Täter darunter, brachen die Verletzungen des Leichnams auf und identifizierten somit den Mörder. Dieser mußte nun (sofern man ihn nicht selbst mit dem Tode bestrafte), das Gewicht der Leiche in Gold aufwiegen, oder den Leichnam so lange mit Gold bedecken, daß dieser nicht mehr zu sehen war. Die Werwesen sind in den nordischen und germanischen Sagen weit verbreitet. Vergl. hierzu: Die Nibelungen)

Doch ward auch die Kunde von Menschen die sich in Ratten, Bären und gar in Otter verwandeln konnten. So wird von einem Manne berichtet, der glaubte, er würde zu gewissen Zeiten in einen Wolf verwandelt, wo er sich in Höhlen verbarg. Denn dorthin ging er zu bestimmten Zeiten, und während er ruhig darin blieb, schien es ihm, daß er zum Wolfe geworden sei, umherlaufe und die Kinder zerreiße. Der Lykantroph ist nicht immer in der Lage diese Wandlung nach seinem Willen zu beeinflussen, bestimmte Ereignisse, wie zum Beispiel der Vollmond oder ein Verlust der geistigen Beherrschung in Folge von einem Angriff oder dem zufügen von physischem oder psychischem Schmerz, kann dazu führen, daß die dunkle Seite (der Dämon) in einem hervorbricht. Einigen Wesen ist es von ihrer ureigenen Kraft gegeben, diese Wandlung zu beeinflussen. Als Beispiel sei hier der Vampier angeführt. Aber auch ein fähiger Magier kann seinen Körper einer solchen, meist sehr schmerzhaften Metamorphose unterziehen, die ihm den Körper und die physische Kraft eines anderen Wesens anheim stellt. Die Gefahr für Freund und Feind gleichermaßen ist die, daß der Lykantroph in der Phase der Verwandlung, vollständig seine geistige Beherrschung verliert und jede lebende Kreatur in seiner Nähe angreift.

In vielen Geständnissen angeklagter "Werwölfe" ist auch von einer Salbe die Rede, welche sie von einem Dämonen für ihre Verwandlungen bekommen haben, und in vielen Fällen waren die Werwölfe Menschen, die sich Wolfsfelle überhängten und mit Hilfe von magischen und narkotischen Mitteln die Rolle des reissenden Wolfs tatsächlich erfüllten. Scharlatane nutzten lediglich die Angst des Volkes vor Werwölfen aus und nahmen die Werwolf-Rolle in rein betrügerischer Absicht ein.

Was NICHT stimmt und zu den Ammenmärchen der Geschichtenerzähler gehört ist, das sich ein Mensch durch den Biss eines Werwolfs selber in einen solchen verwandelt (wer biss den ersten?). Auch Erzählungen die Verwandlung gehe hauptsächlich bei Vollmond vonstatten ist nur schmückendes Beiwerk in den Geschichten. Die Verwandlung findet statt, wenn der Blutdurst das Tier in dem Menschen herausbrechen läßt. (ooc Anmerkung: Verwandlung durch Biss, Vollmond und das ein Werwesen nur durch silberne Waffen sind eine Erfindung Hollywoods.)

Das Malleus Dämonicon

Beurteilung seiner äußeren Beschaffenheit, nach den menschlichen Sinnen

Das Buch ist in dunkles, fast schwarzes Leder gebunden und hat eine Grösse von 15 Zoll in der Höhe und 11 Zoll in der Breite. Seine Dicke beläuft sich auf ungefähr drei Fingerbreiten und es wiegt ziemlich genau 3 Pfund. Der Einband aus dem dunklen Leder zieht sich über den Rücken und die Elemente des Buchdeckels, bzw. seiner Rückseite. Diese scheinen ebenfalls, wenn auch aus einem sehr dickeren und harten Leder zu sein. Die inneren Seiten sind von weißgelblich bis hellbrauner Färbung und sind definitiv aus Haut von Menschen. Die Seiten sind mit Hilfe der Alchemie oder der Magie, oder beidem, so präpariert, daß sie nicht der Verwesung preisgegeben sind. Ja, sie scheinen gar zu leben, und von Blut duchflossen zu sein, an einigen Stellen sprießen feine Häarchen aus der Haut und wenn man sanft über die Seite bläßt richten sie sich auf, wie bei einem fröstelnden oder beängstigten Menschen. Der Großteil der Seiten stammt augenscheinlich aus der Rückenpartie des Opfers, doch auch Haut aus Brust- und Halsbereich wurde verwendet. Auf Letzteres kam ich durch eine interessante Entdeckung, die weitere Vermutungen zulässt. Auf einigen Seiten war ein roter, zerschorfter Streifen zu sehen, der am Rand, von oben nach unten über die Seite verläuft. Es handelt sich hierbei mit Sicherheit um die Würgemale eines Stricks. Andere Seiten weisen ebenfalls die unterschiedlichsten Verwundungen auf und wie ich feststellen konnte sind sie allesammt tödlich für den Betreffenden. Da die Male der Verletzungen alle sauber und „einmalig“ platziert sind, gehe ich weiterhin von tödlichen Verletzungen durch Hinrichtungen aus . . . . somit könnte die Haut zu Sterblichen die zum Tode verurteilt waren gehört haben, Räuber, Mörder und andere schändliche Gesellen. Das Buch verströmt einen, wenn auch nicht sehr intensiven, Geruch nach Schweiß, vermischt mit einer süßlichen Schwere, ähnlich geronnenem Blut und verwesendem Fleisch. Die ganaue Herkunft des Buches ist mir bis zu diesem Tage unbekannt, jedoch scheint eine Verbindung in die dunklen Dimensionen des Äthers zu bestehen. Anfängliche überstürzte Versuche das Werk zu zerstören scheiterten. Feuer scheint im nichts anzuhaben. Zerschneidet man die Seiten und wirft die Bruchstücke in einen der unterirdischen Lavaflüsse ist das Buch spätestens in der darauffolgenden Nacht wieder unversehrt an seinem Platze. Es scheint mir außerdem zu folgen, denn weile ich länger als einige Tage, an ein und derselbem Orte, taucht das Malleus Dämonicon auf geheimnisvolle Weise in meiner Nähe auf. Das Buch scheint seid ich es fand an meine Person gebannt zu sein, oder ich an des Buch...

Der textliche Inhalt

Der Inhalt des Folianten ändert sich von Zeit zu Zeit und es schein auf Begebenheiten zu reagieren die in der Schattenwelt stattfinden. Oft ist die Schrift, wenn es denn eine sein sollte, nicht zu entschlüsseln und scheint nur wirres Gekritzel. Doch es wurden auch schon von nützlichen Hinweisen, die aktuelle Ereignisse kommentieren oder verschlüsselte Botschaften enthalten, Abschriften angefertigt. Somit mag ich nicht mit Sicherheit sagen, ob dieses Buch außschließlich den Mächten des Bösen anheim fällt. Oder ob es sich gegen seinen dämonischen Ursprung wehrt...

Bei allen Göttern ! Was rede ich da eingentlich?

Anhang / Quellen in OOC:

  • Das Malleus Malleficarum ist ein reales Buch der Inquisition (Der Hexenhammer)
  • Das Malleus Dämonicon ist frei erfunden. Die entsprechenden Geschichte hierzu ist auf der Webseite des Zirkles der Macht zu finden. Teil 1 ist die „Vorgeschichte“ (http://www.zdm.de.vu/ ) (Anm. d. Red.: Interessierte finden die alte Seite im Internetarchiv)
  • Die Rangordnung der Dämonen ist sehr frei angelehnt an die aus dem PnP-RP „Warhammer - Slaves of Darkness“ Was mich störte war, das bei vielen Queststorys immer wieder die „Großen Götter“ herangezogen werden (Diabolo, Thyrael, Dunkler Engel usw.) Mit der Rangordnung ist es nun, wenn sie als Anregung dient auch möglich kleinere Quests zu entwerfen, in denen nicht der oberhammerharte Obermotz am Ende wartet. Ähnlich wie in den Warhammer-Modulen, wo die Götter, Khorne, Tzeentch, Nurgle, Slannesh usw. selbst nie auftauchen.
  • Andere Informationen über Werwölfe/Dämonen stammen aus div. Filmen, Büchern und aus dem WWW.
  • Die Handlung der „Legion-Quest“ entspricht in kleinen Teilen einem Modul der Warhammer Campain „The Enemy Within“ - „Shaddows Over Bögenhafen“. Die entspechenden Rätzel/Reime/Verse sind, wie in diesen Seiten auch, auf meinem Mist gewachsen. Wenn ich bzw. Caleb (außer dem Malleus Dämonicon) zitiere, dann ist dieser Text nicht bzw. nicht zu 100% aus meiner Feder und durch "Zitat" bzw. den geistigen Urheber (sofern bekannt) kenntlich gemacht.
  • Weitere Quellen für Anregungen waren: Alleister Crowley "Das Tier 666", Econ-Moderne Universalgeschichte der Geheimwissenschaften "Das Zauberwesen"