Hermetik

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Ein oft getätigter Begriff ist dieses Wort Hermetik. Doch meist mag der Sinn dahinter uns verschlossen bleiben. Die geschlossene Lehre wird sie auch genannt. Nur wann ist diese wohl in sich geschlossen? Wenn Wir die Welt betrachten, so sehen Wir sie mit Unseren Sinnen aus dem Winkel des Betrachters. Wir sehen die Bäume sich im Wind wiegen, so wie es die Natur ihnen vorschreibt: Beuge dich der Kraft des Windes!

Und doch wissen Wir um diese höhere Macht. Jene welche das natürliche Wirken der Natur Unserem Willen unterwirft. Welch Möglichkeiten würden sich doch ergeben, die Weltenformel in Unseren Händen zu halten und das Wirken der Welt in seiner Gesamtheit zu betrachten. Eine Antwort wollen Wir hier geben. Jegliche Macht würden Wir hinfort werfen, so lehrt es Uns die Hermetik. Wirken kann man nur als ein Teil jenes geschlossenen Systems. Fürwahr es mag schon an Ketzerei grenzen, jenes zu behaupten. Doch wie die Herren Geweihten lehren, die Pfade ihrer Gottheit wären ihnen verborgen. So lehren Wir, dass auch ein göttliches Wesen sich dieser einen Konstante beugen muss. Und so postulieren Wir: Fernab jeglicher moralischen und körperlichen Fesseln sind Wir. Gott.

  • Vorwort aus "Der Welten Formel"

Um eine Vorstellung vom Begriff der Hermetik zu erhalten hilft auch ein Blick in die Wikipedia zu finden hier.

Abgrenzung zur irdischen Betrachtung der Hermetik

rdisch betrachtet trennt sich die Hermetik von der Naturwissenschaft durch die Verwendung von Analogien. Irdische Hermetik formuliert Aussagen wie "Was gemeinsam genannt wird, ist gleich." Schattenweltlich passt eine solche Formulierung eher zu einer der intuitiven Magierichtungen, wie beispielsweise dem Schamanismus. Ein schattenweltlicher Hermetiker würde nicht versuchen eine Erdbeere als Zutat für einen Zauber durch eine Himbeere zu ersetzen, da die Aussage "Ist doch beides rot" keinen hinreichenden Zusammenhang herstellt. In anderen Traditionen sind solche Gleichsetzungen aber durchaus an der Tagesordnung.

Tatsächlich gibt sich die schattenweltliche Hermetik weit naturwissenschaftlicher, fordert falsifizierbare Thesen. Der Anspruch der Hermetik läßt sich letztlich auf eine einzige, zentrale Aussage herabbrechen: Nachvollziehbarkeit. Die vollständige Ablehnung des Chaosgedanken ergibt sich aus dem Postulat, dass selbst im Chaos noch Regeln zu finden sind, und sei es nur die, dass man nichts erwarten kann. Ein gutes Beispiel für diese Sichtweise liefert die Mathematik:

Die Aufgabe lautet: Finde den nächsten logischen Wert für die unten stehende Kette!

1 4 14 2 76 3 1 22

Wo nun so gut wie jeder einfach nur Chaos erblicken würde, fällt es dem Hermetiker leicht die richtige Antwort zu geben: Das nächste Glied der Kette hat den Wert: 1

Ein Hermetiker glaubt an eine konsistente Welt mit einem Kausalgefüge, das einen bestimmten Auslöser mit einer bestimmten Wirkung verknüpft. Wenn es Dinge gibt, die nicht nachvollziehbar erscheinen, dann deutet das nicht auf einen Fehler im System, sondern schlicht darauf, dass es noch unbekannte Faktoren gibt.

Dabei muss sich der Hermetiker jedoch stets der Grenzen seiner Werkzeuge bewußt sein: Es ist unmöglich die tatsächliche Wahrheit über ein Ding zu erkunden, solange man mit Werkzeugen arbeiten muss, die gleichsam diesem Ding entstammen. Die Hermetik akzeptiert diese Grundproblematik jeder sauberen Analyse leichter als manch andere Geistesströmung, da ihr Dogma sich allein im Prinzip der Nachvollziehbarkeit formt.