Frostelfen
Die Frostelfen (auch Eiselfen oder Schneeelfen genannt; finmisch: Lumikeiju) sind eine Variante der Drow. Sie können, weil sie eine Variante sind, nicht wie andere Spezies in der Hall of Birth ausgewählt werden, sondern müssen seitens eines GMs gesetzt werden. Es wird empfohlen, sich mit anderen Spieler:innen der Spezies zuerst in Verbindung zu setzen; alleine spielt sich ein:e Vertreter:in dieses Volkes ohnehin nicht besonders gut - warum wird untenstehend erklärt.
Die Frostelfen bedienen sich einer eigenen Variante des Elfischen, dem Finmisch, welches in der realen Welt dem Finnischen entspricht. Es besteht keine Pflicht für diese Spezies Finnisch zu lernen; die Sprache wird lediglich als Anreicherung für das Rollenspiel genutzt, weswegen ein paar einfache Wörter bereits genügen. Spieler:innen steht es frei auch ganz darauf zu verzichten.
Gesellschaft und Kultur der Frostelfen
Die frostelfische Gesellschaft und Kultur umfasst mehrere Jahrhunderte des Verfalls und des Wiederaufstiegs. In Kürze kann gesagt sein, dass die einstige Hochkultur, ihre Städte und ihre wissenschaftlichen Erkenntnisse, verloren gegangen sind, was vor allem klimatischen Bedinungen zuzuschreiben ist. Die Heimant der heutigen Frostelfen befindet sich auf der heutigen Ice Isle, die nicht immer von Schnee bedeckt war, sondern einst ein tropisches Paradies auf einer Vulkaninsel war. Da jedoch der Vulkan erlosch (ein Ereignis, welches nurnoch fragmentarisch in sehr viel jüngeren Quellen beschrieben wird) frohr die Insel binnen weniger Jahre komplett ein. Manche Legendensänger der Frostelfen singen davon, dass der Gott Norden damit zutun hatte, jedoch kann dies nicht bewiesen werden. Den heutigen Elfen selbst ist ihre Geschichte auch weitestgehend egal, da das Überleben in einer so lebensfeindlichen Umgebung (ein Umstand, der die Eiselfen fast zum Aussterben brachte) andere Fähigkeiten verlangt, als ein Geschichtsschreiber zu sein.
Verfall einer alten Hochkultur
Vor jahrtausenden besiedelten die Vorfahren der heutigen Eiselfen die Ice Isel, welche zu jener Zeit noch geographisch von einem tropischen Regenwald und einem aktiven Vulkan dominiert wurde. Einigen der alten Gesänge der Frostelfen kann entnommen werden, dass die Insel womöglich Tulivuorisaaret genannt wurde. Wie zuverlässig diese Angabe ist - zumal es im Finmisch lediglich "Vulkaninsel" bedeutet - ist fraglich. Jedenfalls siedelten die ersten Frostelfen auf der Insel; den Namen, den sich dieses Volk selbst gab, ist nicht überliefert.
Aus den Gesängen der heutigen Frostelfen kann entnommen werden, sofern dieser mündlich tradierten Geschichten geglaubt werden kann, dass die einstigen Frostelfen ihre Städte aus Vulkangestein errichteten und Ackerbau sowie Fischerei betrieben. Diese Auskünfste lassen spekulieren, dass das Urvolk der Frostelfen wesentlich näher an ihren Verwandten der Lichtelfen und Drow liegt als an den naturliebenden Waldelfen. Ferner heißt es auch, dass die einstigen Frostelfen vermehrt arkane und mundane Experimente durchführten, welche darauf abziehlten, so etwas wie materiellen Wohlstand herzustellen.
Welchen tätigkeiten die einstigen Frostelfen nachgingen, kann jedoch nicht mehr verifiziert werden. Bisher konnten noch keine Ruinen oder konservierte Überreste der einstigen Kultur entdeckt werden, was seltsam erscheint, da zumindest das heutige Eis auf der Insel, einige Spuren hätte konservieren müssen. Die Höhlensysteme der neuzeitlichen Frostelfen sind wesentlich jüngerer Natur und entstammen wahrscheinlich der Zeit, in der sich die Elfen in das Innere der Berge zurückzogen, um vor der klirrenden Kälte geschützt zu sein.
Was jedenfalls unbestritten ist, sind die klimatischen Veränderungen, die zu dem Verfall der einstigen Hochkultur führten. Bohrungen im Permafrost der Ice Isle haben ergeben, dass die Insel tatsächlich einst ein tropisches Paradis gewesen sein könnte. Die unterschiedlichen Eisschichten, welche bei der Bohrung zutage traten, zeigen deutlich andere Beschaffenheiten bis hin zu den charakteristischen Wellenlinien, die nur fließendes Wasser, welches erstarrt, ergeben können. Der Vulkanascheboden ist zudem laut Aussagen einiger Bauern in Britain durchaus fruchtbar. Doch wie es zu dem Wetterumbruch kam, ist nicht mehr nachzuvollziehen. Es wäre durchaus möglich, dass es sich um ein natürliches Phänomen gehandelt hat: Der Vulkan erlosch und mit ihm die Wärme, welche die Insel eisfrei hielt. Eine alternative Deutung wäre der Einfluss des Gottes Norden, welcher die Dekadenz der urspürnglichen Waldelfen strafen wollte (oder sie zu unterjochen beabsichtigte). Was nun der Wahrheit entspricht, müsste mit archäologischen Funden erst bewiesen werden.
Im Endeffekt führten die klimatischen Veränderungen (woher sie auch kamen) zu dem Verfall der Kultur der Frostelfen. Unter den neuen Bedingungen wurde die Jagt auf Robben ein wesentlicher Bestandteil der Nahrungssuche, was aufgrund der Beschaffenheit einer solchen Nahrungsquelle bereits erkennen lässt, dass a) andere Fähigkeiten nötig sind als beim Ackerbau und b) deutlich weniger Nahrung zusammenkommt, was wiederum zu Hungersnöten und damit einhergehend einer Verkleinerung der Gesellschaft führt.