Blutmagie

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Am Anfang dieser Ausführungen finden sich einigen Definition zur Natur der Zauberei, die meiner Meinung nach durchaus notwendig sind. Erst die Festlegung einer Basis erlaubt es auch abweichende Eigenschaften zu beschreiben und von bekannten Dingen sauber auf Unbekanntes zu schliessen, ohne dass jeder Suchende dabei unterschiedliche Ergebnisse erhält.

Die hier getroffenen Aussagen erheben keinen Anspruch auf universelle Gültigkeit auf ganz Schattenwelt, einige der Effekte sind jedoch staffseitig bestätigt - auf diese wird an entsprechender Stelle hingewiesen.

Wer also seine eigene Theorie schnitzen möchte, kann dies gern tun, sollte jedoch die als "Wirklichkeit" bestimmten Aussagen dabei beachten.

Was ist Magie

"Magie ist die Veränderung der Wirklichkeit durch den Geist."

Zu einfach?

Versuchen wir es etwas komplizierter:

"Magie ist die Herbeiführung eines Effekt gegen den Widerstand des Weltenflusses."

Noch ein wenig ausgreifender:

Jeder Wunsch formt die Wirklichkeit. Immer. Das ist das Los des kreativen Geistes, der die Umwelt nach seinem Bild beständig erschafft, im Zaum gehalten nur durch die Trägheit des Weltenflusses. Den Magier unterscheidet vom Normalsterblichen, dass er in der Lage ist seinen Wunsch festzuhalten und gegen die Welt durchzusetzen bis sie ihn als natürlichen Bestandteil akzeptiert.
Der dafür zu zahlende Preis ist immer die Resonanz, der Verlust der Bindung an die Welt, was die Magiefähigkeiten wieder beschränkt und zugleich eine ultimate Grenze darstellt, die zu überschreiten scheinbar unmöglich ist.

Von Nichts kommt Nichts, das gilt auch bei der Zauberei. Der Magier hat in jedem Fall Bedarf an einer Kraftquelle, die herangezogen wird um den gewünschten Effekt zu verteidigen. Je stärker die Veränderung, desto mehr Kraft ist auch notwendig.

Magie ist Etwas. Sie hat Strukturen und Wurzeln, hinterläßt faßbare Zeichen. Es gibt verschiedene Möglichkeiten des Weges, in dem sich Magie ausdrückt und sie alle kennen nur ihren eigenen Pfad.
Die größte Suche der Zauberei gilt nicht umsonst dem universellen Weg, der jede Spielart der Magie erfassen kann.

Zauberei ist systemimmanent, sie ist ein Bestandteil der Wirklichkeit und als solche unterliegt sie auch ihren Regeln. Die Interpretation von Magie als Bruch, als Gesetzesverletzung folgt daher einem rein menschlichen Blickwinkel. Dennoch ist auch die Zauberei beschränkt: An das System gebunden, kann sie nur Effekte herbeirufen, die grundsätzlich möglich sind, Adaption steht an Stelle kreativer Schöpfung.

Was heisst das für uns?

  • Magie verbraucht Kraft, sie hat also Bedarf an einer Quelle.

Ein Vampir kann nicht ewig seine Magie wirken. Auch die Selbstheilung des vampirischen Leibes ist irgendwann erschöpft, wenn alles geraubte Blut verbrannt wurde. Ein Vampir kann keine Kraft durch Erholung gewinnen sondern nur und allein durch frisches Blut. Eventuell vorhandene astrale Kräfte regenerieren sich im Gegensatz dazu zwar langsam, aber immerhin durch Ruhe.

  • Die unterschiedlichen Strukturen können einander nur an der Auswirkung erkennen und begegnen.

Das heisst: Blutmagische Hellsicht kann keine herkömmlichen Zauber erkennen, herkömmliche Hellsicht kann keine blutmagischen Zauber erkennen. Die einzig mögliche Sichtweise des fremden Pfades ist die von aussen: Man sieht nur die Wirkung ohne den Weg zu kennen. Aus diesem Grunde ist eine Entzauberung solch fremdstrukturierter Magie nicht möglich.

(Staffaussage: Normale Magie kann das besondere Wirken des blutmagischen Weges weder erkennen noch beeinflussen. Ebenso kann ein echter Blutmagier normale Magie nicht beeinflussen oder erkennen.)

Bekannt sind momentan folgende Wege:

  • Der Weg der Sternenkraft (astrale Zauberei)
  • Der Weg des Heiligtums (klerikale Zauberei)
  • Der Weg des Blutes (sanguine Zauberei)

Was ist Blutmagie

Grundsätzlich ist Blutmagie auch Magie, die oben aufgeführten Regeln umfassen sie also in vollem Umfang. Damit handelt es sich bei der Blutzauberei um eine spezielle Ausformung der grundsätzlichen Definition.

Magie wird zu Blutmagie spezialisiert, wenn mindestens eine der folgenden Bedingungen erfüllt wird:

  • Blut wird als Kraftquelle genutzt.
  • Zauber werden in sanguinen Strukturen geformt

In allgemeiner Betrachtung wird auch die Schaffung von Chimären, die Verformung von Leibern und verwandte Magie gern zur Blutzauberei gezählt, wobei der Fokus hierfür auf dem lebenden Körper liegt.

Echte Blutmagie entsprechend der hier getroffenen Definition ist sie jedoch nicht - die Wirkungen könnten auch beliebig anders erzielt werden.

Grundsätzlich gibt es keinen Grund warum ein beliebiger menschlicher Zauberer nicht lernen sollte mit Blutmagie zu zaubern. Geringe Verbreitung findet jedoch nur die Nutzung von Blut als Quelle, selbst die Forschungen des Erzmagiers Yanderin Roderick stagnierten bei dem Versuch echte sanguine Strukturen zu erzeugen.

Nach dem Schluss des Erzmagiers scheint für die Fähigkeit sanguine Strukturen weben zu können ebenso eine angeborene Fähigkeit notwendig, wie für die recht verbreitete Fähigkeit astrale Strukturen zu erzeugen.

(Staffaussage: Echte menschliche Blutmagier werden nicht oder nur nach wirklich außergewöhnlichen und guten Begründungen zugelassen.)

Reagenzien, Worte, andere Hilfsmittel

Blutmagie kann beliebige Konzentrationshilfen verwenden, um die Zauberwirkung zu festigen oder zu spezialisieren. Die Verwendung der sogenannten "Worte der Macht" wird durchaus praktiziert, ist dabei ebenso sinnvoll, wie bei herkömmlicher astraler Magie.

Blutmagie kann sämtliche neutralen Energiequellen benutzen um die Zauberwirkung zu verstärken oder um den Blutaufwand gering zu halten. Die bekannten Reagenzien sind für Blutmagie einsetzbar und erzielen äquivalente Wirkungen wie bei astraler Magie.

Blutmagie kann eigene spezialisierte Kraftfoki schaffen und nutzen, ist jedoch normalerweise nicht in der Lage auf astrale Kraft angelegte Foki zu verwenden.

Blutmagie versus Astralzauberei

Einmal abgesehen von den offensichtlichen Unterschieden gibt es eine Anzahl feiner Differenzen, die deutlich machen, dass jede Spielart durchaus individuelle Ausprägungen mitbringt.

  • Blutmagie (Quelle und Weg) ist weniger chaotisch als Astralmagie, zufällige Effekte treten seltener auf, auch die Gefahr spontaner Manifestationen von Mindergeistern ist geringer.
  • Blutmagie (Weg) weist eine Affinität zu elementarem Humus und dessen Ausformungen auf, tut sich dafür indes schwer bei der Beeinflussung von Eis und dessen Aspekten.
  • Blutmagie (Quelle und Weg) wird durch die Hintergrundstrahlung eines Ortes stärker beeinflusst als astrale Zauberei, wirkt im Gegenzug aber auch stärker auf den Hintergrund ein.
  • Blutmagie (Quelle und Weg) ist nicht in der Lage rein aus dem Geist heraus zu wirken, sie braucht immer eine Verkörperung. Klassische astrale Geistreisen sind damit nicht möglich.
  • Blutmagische Konstrukte (Weg), die nicht lebende Strukturen gebunden sind, werden durch Sonnenlicht aufgelöst.
  • Blutmagie (Weg) wird durch geschmiedete Metall gleich welcher Art nicht beeinträchtigt, der Grund dafür liegt möglicherweise in der stärkeren Erdgebundenheit.
  • Die Nutzung von Blut als Quelle erfordert immer die explizite Freisetzung der Kraft, beispielsweise durch eine Schnittwunde - es ist keinem lebenden Wesen möglich mit Blut zu zaubern ohne dafür die eigene Verletzung oder die eines Opfers hinzunehmen.

Anwendungsbeispiele

An dieser Stelle nur einige kleine Beispiele zur Verdeutlichung, unbeachtet der Tatsache, ob die hier dargestellten Szenarien auf Schattenwelt tatsächlich vorkommen können.

Ein Blutmagier wird durch einen anderern Zauberer astral verflucht. Er ist nicht in der Lage den Fluch direkt aufzuheben, da er ihn weder als Struktur wahrnehmen noch modifizieren kann - daher spricht er einen Gegenzauber (Segen), der die negativen Auswirkungen ausgleicht. Ein sonstiger positiver Effekt ergibt sich nicht.

Ein Zauberer hat alle astrale Kraft verschwendet, steht jedoch noch Feinden gegenüber. Er schlitzt mit einem Dolch den eigenen Unterarm auf und nutzt die entfliehende Lebenskraft als Quelle für seine Magie.

Blutmagie und Vampire

Vampire sind geborene Blutmagier und als diese haben sie einige Vorteile gegenüber gewöhnlichen Sterblichen in der Anwendung dieser speziellen Form der Zauberei mitbekommen.

  • Sie müssen sich nicht verwunden um Blutzauber zu speisen.

Das geraubte Blut des Vampirs ist nicht wirklich sein Eigen, die Bindung ist daher lose genug um Blutmagie ohne Vorbereitung wirken zu können.

  • Sie sind intuitive Blutmagier.

Jeder Vampir bringt die Begabung zur Schaffung sanguiner Strukturen mit, diesen Vorteil haben auch die im Vorleben noch so unmagischsten Geschöpfe, selbst ausgebildete Astralmagier wissen instinktiv wie ein Blutzauber zu wirken ist. Letztere nehmen zugleich einen Nachteil in das Unleben mit: Die Fähigkeit zur astralen Zauberei versiegt zwar nicht, aber sie muss mühsam neu erlernt werden, da durch die Vampirwerdung die ursprünglich vorhandene Begabung schwer in Mitleidenschaft gezogen wird.

  • Sie verschwenden keine Kraft.

Vampire sind im Gegensatz zu lebenden Wesen in der Lage den Krafteinsatz genau zu steuern, sie gehen sparsamer mit ihrem Blut um, als es ein lebendes Wesen vermag.