Viergötteredikt

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Das Viergötteredikt wurde den Einwohnern der Eisenküste von ihrer "neuen" Markgräfin als Leitfaden zur Bewertung der Religionen gegeben. Es beschreibt die von ihr als "zu verehren" genannten Götter und legt den Stellenwert der Religionsausübung im Land eindeutig fest.

Es ist ihrer erlauchten Hoheit zu Ohren gekommen, daß das Volk verunsichert ist, welche Götter wohl wohlgesonnen sind und welche nicht. Unterschiedliche Lehren wurden in der Vergangenheit verbreitet und unsere Herrin hat ihre Zeit geopfert, diese Wirrnis zu lichten und ihren treuen Untertanen Hilfe zu geben. Hört nun Ihrer Erlauchten Hoheit Worte:


"In der Urzeit der Welt schufen vier Brüder die Welt, so, wie wir sie kennen. Ihre Namen sind Osten, Westen, Norden und Süden. Sie verkörpern die Urgewalten, aus denen alles entstanden ist, haben sich in ihrem Akt der Schöpfung aber verausgabt und ihren Blick von den Sterblichen zumeist abgewandt. An ihre Statt sind andere Unsterbliche getreten, die in dieser Zeit unser Heil und Wohl sind.

Einst half die weiße Drachenmutter allen Sterblichen, die sichere Vernichtung abzuwenden. Seitdem schützt sie die Welt unter ihren weiten Schwingen und wacht über die Schöpfung. Ihre Klauen sind scharf und sie spendet jedem Kämpfer ihren Mut, der sein Schwert für die rechte Sache hebt. Ihr Geist ist scharf und weise und sie leitet die Sterblichen an auf den Wegen des Wissens und der Magie. Ihre weiten Schwingen sind uns ein fester Hort, in dem sie uns behütet. Ihr Name ist Cyclass'Thar.

Tief im Berg herrscht der Alte, dessen Leib Stein ist und dessen Blut das Feuer gebar. Seine Wut läßt die Welt erzittern und seine Gnade schenkt den Sterblichen die Metalle für Werkzeug und Waffe. Er schenkt den Bergleuten das Wissen, seine Schätze zu finden, und den Handwerkern die Kraft und den Geist, aus diesen Gaben Werke zu schaffen, die Sterbliche und Unsterbliche gleichermaßen erfreuen. Wer immer Axt, Picke oder Hammer hebt, um in Fleiß und gutem Willen sein Handwerk auszuüben, genießt sein Wohlwollen. Sein Name ist Parsius.

Über die weiten des Himmels streift der große Adler. Sein Geist ist erfüllt von Freiheit und unter seinen Schwingen treibt er Sturm, Wind und Wolken einher. Er schützt die, die auf weite Reise gehen: Die Wanderer, die Seefahrer und die Händler rufen ihn an für ein gutes Gelingen ihrer Fahrten. Auch um die Spende von Regen bittet man ihn zuweilen, doch ist er zügellos und läßt sich kein Maß auferlegen. Sein Name ist Ryonar.

Die geflügelte Schlange ist es, die freigiebig die Freude unter den Menschen verteilt. Ihre Geschenke sind der Rausch, der Genuß und die Liebe von Mann und Frau. Ihr Wirken kann die Herzen höher schlagen lassen. Doch kennt sie in der Zuteilung der Gaben kein rechtes Maß und so kann es auch zu Neid, Mißgunst und Trägheit kommen, wenn man sich treiben läßt. Ihr Name ist Nephele.

Dies sind die Götter, die den Leuten der Marken am wohlgesonnensten sind und die jeder Bewohner um Beistand, Hilfe und Gaben anrufen soll, so er er ihrer Bedarf. Cyclass'Thar soll fürderhin die Schutzpatronin der gesamten Markgrafschaft sein und ihr zu ehren der weiße Drache das Zeichen meiner Herrschaft zieren.

Neben den genannten gibt es weitere Götter, Naturgeister und andere Wesenheiten, die teils auch dem Menschen wohlgesonnen sind. Sie im Stillen zu verehren sei jedem meiner Untertanen weiterhin freigestellt, doch sei jeder gewarnt, der seine Inbrunst gegenüber seinem eigenem Glauben als Schild zu nutzen versucht um wider die Ordnung zu gehen: Das Gesetz aus meiner Hand gilt jedem Sterblichem gleichermaßen, gleich welchen Gott er für sich selbst erkoren hat, seine Schritte zu leiten. Götter mögen ihren Weg nehmen, doch für alle anderen gelten das Wort und Siegel der markgräflichen Herrschaft ohne Schranke.

Dies sind meine Worte zu den Lehren der Götter und ihrer Geistlichen an meine treuen Untertanen, gesiegelt zu Landsend ob Isenküst im Jahr meiner Thronbesteigung in der Markgrafschaft Eisenküste.

  • Amayris Tserclade von Zackbergen und Schlangenfest

Markgräfin der Eisenküste, Herrin über die Marken Landsend und Vingau, Burgsassin auf Festung Landsend ob Isenküst, Ritterin des Reiches Namoth