Visael
Beinamen
"An seiner Seite"
Status
- Seraph
- existent
Grundlegendes
Der jüngste der Seraphim, die sich Tyrael anschlossen und doch kommt dem Gleißenden die Bestimmung zu, der Herold des Wortes seines Herren zu sein. Visael ist es, der bisweilen zu den Sterblichen spricht und ihnen den Willen Tyraels offenbart, er war es auch, der Uther und Ahren Raskirson zum sterblichen Herold berief und ihnen die schimmernde Rüstung Tyraels übergab.
So ist Visael der wohl meistgesehene Seraph in der Geschichte, dessen Prophezeigungen und Offenbarungen immer den Weg in die Zukunft wiesen. So erschien er vor dem Beginn des Diablofeldzuges und rief zu gemeinsamer Stärke im Krieg der Götter auf, nach dem Erscheinen Ryonars war er es, der den Recken den Weg zum Schreinsiegel wies.
Obgleich Visael so oft unterwegs ist, kehrt er immer wieder zu Tyrael zurück, ein getreuer Diener seines Herren und so wird er gern angerufen um Schwüre und Verträge zu besiegeln, um sicheres Geleit zuzugestehen oder einfach nur um einem Boten Schutz und sichere Heimkehr zu wünschen.
Die Gestalt des Boten
Als Verkünder der Botschaft Tyraels unter den sterblichen Dienern des Lichteinen, tritt Visael zumeist in menschlicher Gestalt auf. Die Variationen seines Abbildes reichen über eine breit gefächerte Palette: So berichten manche, Visael sei als alter Mann mit weißem Rauschebart, das ureigene Symbol der Weisheit, vor sie getreten. Wiederum andere behaupten, der Bote sei ihnen in Gestalt eines jungen Weibes erschienen.
Künstlerische Darstellungen hingegen zeigen Visael in der Regel als gleißende Erscheinung, ganz in reines Weiß getaucht, in der einen Hand den Stab eines Propheten, während er die andere gen Himmel und gleichsam gen Zukunft reckt.
Die Botschaft
Als Bote des Lichteinen erscheint Visael überall dort, wo Seine Diener des Zuspruchs ihres Herrn bedürfen. So erschien der Seraph häufig vor großen Schlachten, als die menschlichen Heere unter dem Banner Tyraels den Kampf gegen die finsteren Mächte dieser Welt aufnahmen.
Visael erscheint aber auch überall dort, wo Wesen guten Herzens Gefahr laufen, vom Pfad der Tugenden abzukommen, wo sie in Seinem Namen freveln und wo Gram über die Gnade obsiegt. Vermag eine Begegnung mit dem Seraphen allein auch ein steinernes Herz nicht zu erweichen, so wird man die Worte des Boten doch niemals vergessen.
Die Menschen sahen in ihrer Hoffnung oft und gerne auf zu idealisierten sterblichen Vertreter des Lichteinen, in der Vergangenheit waren dies neben den Hohepriestern des Lichteinen, die Boten Tyraels - namentlich Uther und Ahren Raskirson, die durch Visael zu sterblichen Herolden des Ewig Gnadenvollen berufen wurden. In den schimmernden Rüstungen des Lichteinen standen sie, wie ein Fels in der Brandung für Licht und Glauben ein, symbolisierten auf ihre Weise die Beständigkeit der Schöpfung allen Gefahren zum Trotz.
Doch die letzte Ernennung eines Boten gehörte nun schon lange der Vergangenheit an und ihre Symbolkraft war für wenige mehr als eine Erinnerung, denn für die Mehrheit der Bürger galt nur das, was sie mit eigenen Augen oder zumindest aus zweiter Hand erfuhren. Geschichten und Überlieferungen fehlte der aktuelle Bezug, insbesondere in Zeiten, in denen auf ewig verbannt gehoffte Schatten erneut aufzogen. Vielleicht war es an der Zeit für einen neuen Boten Tyraels [...]
- Gedanken zu den Seraphim, handschriftliche Manuskripte des Paladins Malagen Datara, aufbewahrt in der Bibliothek des Ordo Tyraelis zu Britain