Yanderin Roderick/Entwicklung des Zauberers

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Fakten

  • Autor: Yanderin Roderick
  • Verfasst um: 774 nG
  • Auflage: Ein Original, gut zwei Dutzend Abschriften
  • Verbreitung: Das Original befindet sich in den Händen des Autors, drei Abschriften finden sich in der Bibliothek des Sternenstaub-Kollegs.

Inhalt

Der schlafende Avatar

Auf dieser Stufe existiert keinerlei Möglichkeit der magischen Einflußnahme auf die Welt, der Großteil aller Wesen verweilt zeitlebens in diesem Stadium.

Der träumende Avatar

Auf dieser Stufe ist es möglich rein unterbewußte oder instinktive magische Wirkungen zu erzielen, deren Auftreten, Ausrichtung und Wirkung sich jedoch nicht kontrollieren läßt. Die Stärke der magischen Effekte kann durchaus beträchtlich sein, in jedem Falle aber beherrscht hier eher die Magie das Wesen, als andersherum.

In diesem Stadium finden sich normalerweise Kinder, deren magisches Talent eben hervorgetreten ist, bisweilen gibt es aber auch ausgewachsene Wesen, die ihre Befähigung nie realisiert haben und quasi zufällig dann und wann Effekte bewirken.

Der erwachte Avatar - Wunsch

Auf dieser Stufe sind dem Wesen die zauberischen Fähigkeiten bewußt und es ist in der Lage über die reaktiven Möglichkeiten des träumenden Avatars hinauszugehen. Ein Bewußtsein für das Wesen und das Wirken der Magie existiert dabei nicht, die rein zielfixierte Orientierung erlaubt keinerlei Kontrolle über die Wirkungsweise des zu erzielenden Effektes. Obgleich auch hier beachtliche magische Effekte erzielt werden können, sorgt die unscharfe Ausformulierung für eine Verschwendung von Kraft und verhindert jede effiziente Ausnutzung gegebener Möglichkeiten.

Die Abstraktion von Wünschen ist hier noch nicht möglich.

In diesem Stadium finden sich normalerweise naturverbundene Zauberer, schamanistische Kulturen und Elfenvölker.

Der erwachte Avatar - Abstraktion

Auf dieser Stufe erkennt das Wesen die Möglichkeit einen Wunsch zu abstrahieren und durch Formalismen zu ersetzen. Die Fähigkeit sich auf wesentliche Aspekte des gewünschten Effektes zu konzentrieren macht die Zauberformung einfacher und sicherer auf Kosten der Flexibilität.

Es ist erstmals möglich sich von der reinen Zielbetrachtung abzulösen und über Komponenten zu einem Effekt vorzustoßen, damit kann das Erreichen dieser Stufe als ersten Schritt auf dem Weg zur Zauberkonstruktion betrachtet werden.

Zugleich wird hiermit erkennende Hellsicht möglich, magische Analyse ist durch die Identifizierung und Einordnung von Aspekten möglich. In diesem Stadium finden sich gewöhnlich die Abgänger der menschlichen Zauberschulen. Die animistische Weltsicht der meisten Naturzauberer mit ihrem ganzheitlichen Anspruch erschwert die Erhebung zu dieser Erkenntnisstufe, unmöglich sie jedoch nicht.

Der erwachte Avatar - Handwerker

Auf dieser Stufe werden die Beschränkungen der Abstraktion gleichzeitig abgelegt und durchstoßen, die Fixierung auf das Ziel wird in Richtung des Weges verschoben. Damit findet sich ein Paradigmenwechsel in der Herangehensweise an die Zauberwirkung, anstelle der scharfen Orientierung zur Wirkung hin, wird es auf dieser Stufe möglich einen Wunsch indirekt durch das Auslösen anderer Umstände zu erreichen.

Die Kontrolle über den Weg erlaubt erstmals die genaue Ausarbeitung eines Zaubers und ist der erste Schritt zur Matrixmanipulation und Metamagie hin.

Die Stabilität und Flexibilität des gewirkten Zaubers nimmt deutlich zu, der Aufwand um gegen Widerstand oder veränderte Bedingungen eine Wirkung aufrechtzuerhalten sinkt.

In diesem Stadium finden sich begabte Magier, größtenteils Anhänger der hermetischen Schule.

Der erwachte Avatar - Magier

Auf dieser Stufe findet sich die Weiterentwicklung des zur Metamagie führenden Pfades. Die Manipulation von Mustern um den gewünschten Effekt als Sekundärwirkung zu erzielen findet sich erweitert um ein tiefgehendes Verständnis der Matrizen selbst. Mit der Verbesserung von Analyse, Konstruktion, Identifikation und Modifikation von Zaubern geht zugleich ein erwachendes Verständnis für unvollständige Muster einher. Dem Magier bietet sich die Möglichkeit damit nicht nur indirekt und strukturiert, sondern auch harmonisch zu zaubern, den Effekt nicht aus sich, sondern aus der Welt heraus zu wirken.

Es ist momentan kein Sterblicher bekannt, der dieses Stadium erreicht hat, wenngleich bisweilen behauptet wird, dass alte Drachen diesen Grad erlangt haben könnten.

Der erwachte Avatar - Erleuchteter

Die Beschränkungen von Strukturen werden auf dieser Stufe abgelegt - hier findet sich die Erlangung des vollständigen Verständnisses der Weltenmatrix und die damit einhergehende Möglichkeit diese in Harmonie mit der Welle zu beeinflussen. Ein Zauberer auf diesem Grad erscheint uneingeschränkt und findet eine Grenze nur in ähnlich oder noch höher erleuchteten Wesen. Es ist nicht auszuschließen, dass die uns unverrückbar erscheinbaren Gesetze der Welt nichts anderes als die Auswirkung des Wirkens eines erleuchteten Wesens sind. In diesem Stadium finden sich möglicherweise die hohen Seraphim Tyraels, besonders genannt sei hier Ubirath als Schutzherr der Magie, den man auch als den Fädenweber bezeichnet.

Der erwachte Avatar - Quelle

Auf dieser Stufe wird das Wesen selbst zur Welt und damit zur Welle, die Wahrnehmung kehrt sich von außen nach innen und ermöglicht die transzendente Ausbreitung ohne dafür noch auf Zauberei zurückzugreifen. In diesem Stadium gibt es keine Manipulation mehr, denn das Wesen ist selbst zur Quelle und damit zum Ursprung geworden.

Es erscheint folgerichtig, dass es in einer Welt nur ein Wesen dieses Grades geben kann, welches zugleich den Mittelpunkt darstellt - aus diesem Grunde haben die uns bekannten Götter dieses Stadium nach unserem menschlichen Ermessen nicht erlangt.