Martius/De praestigiis daemonum
Fakten
- Autor: Bruder-Scriptor Martius
- Auflage: Ein unvollendetes Original
- Verfügbarkeit: Das Buch befindet sich in der Privatbibliothek des Verfassers
Inhalt
Vom Inhalt des Buches ist Außenstehenden nur wenig bekannt. Allein einige wenige Passagen wurden gegenüber Brüdern im Glauben zitiert.
Die Schrift befasst sich mit dem Wesen der Dämonen, ihren Trugbildern und den Gefahren, die von selben ausgehen, ihrer Bekämpfung und der Rechtssprechung über Dämonenanbeter.
Auszüge
Dämonenverehrung führt zu zwei Verbrechen: Du wendest Dich ab vom Weg der Rechtschaffenheit und Du wendest Dich ab vom Lichteinen als Objekt Deiner Verehrung. Für das Erste ist der Tod nur die gerechte Strafe. Das zweite ist eine derart grässliche Häresie, dass keine Bestrafung ausreichend sein kann. Doch die Suche nach einer angemessenen Vergeltung geht weiter. Und sie wird gefunden werden.
- De praestigiis daemonum, IX. Kapitel, "Dämonenanbetung"
Die Schwachen werden immer von den Starken geführt. Wo die Starken gegen das Schicksal ankämpfen, beugen die Schwachen ihr Haupt und unterwerfen sich. Es gibt viele, die schwach sind und zahlreich sind ihre Versuchungen. Verachte die Schwachen, denn sie folgen dem Rufe des Dämonen und des Ketzers. Bemitleide sie nicht und achte ihre Unschuldsbeteuerungen nicht – es ist besser, wenn hundert Unschuldige vor dem Zorn des Lichteinen fallen, als dass einer vor dem Dämonen kniet.
- De praestigiis daemonum, XV. Kapitel, "Wie dem Treiben durch die Juristerei Einhalt zu gebieten sei"
Immer wieder wird man an Uns die Frage herantragen, wie denn Tyrael, der Ewig Gnadenvolle und Allmächtige, das Leiden sogar seiner demütigsten und treuesten Diener zulassen kann, wo er doch das Leben behüten will? Hierzu muss zuvorderst ein Missverständnis ausgeräumt werden: Das Leben ist für den Lichtgeborenen erst von zweitrangiger Bedeutung. Die Seelen seiner Schafe gilt es zu behüten, die er durch das Leben, und insbesondere das Martyrium geformt wissen will, damit sie dann im Nachleben ihrer höheren Bestimmung zugeführt werden.
Auch Unsere geistigen Vorväter haben diese einfachen Wahrheiten schon in vergangenen Epochen erkannt. Einem von diesen, dem Ekklesiarchen Innonzenz nämlich, sei an dieser Stelle das Wort gegeben:
Du sollst nicht falsches Zeugnis geben, als Dir das ewige Leben lieb sei. Der höchste König setzt uns einen Tag, dass er sein Recht walten lässt. Richte Du Dich nach des Buches Lehre, damit Seele und Ehre fürwahr werden können. Wo Du Geduld hast in der Pein, da wird sie zu höherem gereichen. Darum gib Dich willig drein.
- De prastigiis daemonum, XXII. Kapitel, "Folget der Beschluss des ganzen Buchs"