Isilion Calvinius/Kausalität der Magie

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Fakten

  • Autor: Isilion Calvinius
  • Verfasst um: 777 nG
  • Auflage: ein Original, eine Abschrift
  • Verbreitung: Das Original befindet sich im Besitz von Katharina Emelie Tarlis-Mertenhoeh, die Abschrift in der Bibliothek des Sternenstaub-Kollegs.

Inhalt

Vorwort

Warum Zaubern wir eigentlich und was geschieht genau wenn wir Zaubern? Dies ist wohl eine Frage die wir, Wissende und Unwissende, Begabte und Unbegabte uns früher oder später alle stellen wenn wir uns der Magie bewusst werden, sie erfahren. Diese Ausarbeitung soll Anreize über die Kausalität der Magie geben, das Umfassende schildern, ohne dabei so tief einzudringen um die Wirkung zu verfehlen, ein Grundverständnis von Magie zu erlangen. Ich behaupte, und ziehe somit gewiss den Unmut vieler weiser, studierter Magier auf mich, dass Magie nichts weiter ist als Kausalität. Ursache und Wirkung. Ich Handel und es zeigt sich ein Effekt. Wir verändern einen Zustand auf einer anderen Ebene, die wir Begabte mit Übung sogar sehen können und meist Astrale Ebene nennen. Sie beinhaltet alles was uns auch in der normalen, der Physikalischen Ebene bekannt ist, nur nehmen wir sie anders wahr. Wir erkennen ihren Elementaren Aufbau, sehen Strukturen und Muster die einem System unterlegen sind, das wir gewillt sind immer tief greifender zu verstehen um die Kausalität bewusst stattfinden zu lassen, denn in dieser Ebene, sind wir in der Lage die Dinge stärker zu Manipulieren, als in der Physikalischen. Doch auch wenn der Begabte nun zum ersten mal beginnt bewusst magische Kausalität zu betreiben schafft er dies vorerst nur auf der Astralebene. Seinem Erfolg entgegen steht der Widerstand der Welt.

Widerstand der Welt

Viel gebraucht und selten verstanden ist dieser Begriff oft der Anfang vom Ende, wenn ein Begabter und ein Unbegabter sich unterhalten. Dabei ist es zu erklären und hilft dabei sogar beiden Seiten. Die Physikalische Ebene unterliegt, wie der Name schon sagt, der Physik. Im Laufe der Zeit haben wir mehr oder weniger die Kausalität dieser Ebene erfassen können. Wir wissen wie sie Funktioniert. „Ein Stein fällt auf die Erde, weil er von ihr Angezogen wird. Eine Feder fliegt durch die Luft weil sie leicht genug ist, vom Wind getragen zu werden“. Wir wissen was geschehen sollte bevor es geschieht, wir kennen die Wirkung von Ursachen. Ein Bruch dieser Kausalität stellt das wirken von Magie da. Je unwirklicher, je unbegreifbarer eine magische Wirkung ist, umso größer wird der Widerstand der Welt sein. Verankert in allen Lebewesen, wissend was sein kann und was nicht, stellt er die größte Hürde für das Wirken eines Begabten da. Ich stelle die Theorie auf, dass eine Welt aus Begabten, die sich vollends bewusst über die Kausalität der Magie ist, keinen Weltenwiderstand hat. So wäre nun auch eine weitere Intention meiner Ausarbeitung gegeben. Das Bewusstsein für Unbegabte und Begabte gleichermaßen zu erweitern um den Widerstand der Welt zu schwächen.

Widerstand in sich selbst

Den Ansatz einer Bestätigung dieser Theorie findet sich in zwei Grundlagen der Magie wieder. Zum einen in den Worten der Macht und zum anderen bei der Reagenzienkunde. Es wird an Akademien der jungen Völker gelehrt, dass beides Notwendig ist oder zumindest das Zaubern erleichtert. Doch warum ist dies so? Ist es wirklich so das mir die Worte der Macht meine Kräfte Kanalisieren lässt und die Reagenzien selbst Kraft beinhalten die ich mir zu Nutzen machen kann oder ist es nur der Glaube an sie, eine künstlich geschaffene Wissenschaft um zu erklären wie Magie funktioniert? Ich selber tendiere zu zweitem und will auch erklären warum. Zum einen ist bekannt des es Intuitivmagier gibt, wie Druiden oder Schamanen, welche sich auf andere Art ihr wirken erklären, durchaus aber gleiche Resultate erzielen, zum anderen gibt es aber auch bewusste Magier die auf beides Verzichten. Auf der anderen Seite gibt es aber auch jene, die ohne Reagenzien und Worte der Macht gar nicht zaubern können. Hiermit wäre eine weitere Begrifflichkeit erklärt, den ich „Widerstand in sich selbst“ betiteln würde und als größten Faktor innerhalb des Widerstandes der Welt einordnen würde. Was ich selbst nicht glaube, das schaffe ich auch nicht zu bewirken, nur wer sich über selbst gesetzte Richtlinien hinaus wagt, kann großes schaffen. Nun haben wir eine Basis geschaffen um einen Zauber von der Astralen in die Physikalische Ebene zu transportieren, meinem Erachten nach, gegebene Irrtümer aufgeklärt, und sind nun in der Lage tief greifender auf die Kausalität der Magie einzugehen.

Stoffursache

Um Magie wirken zu können bedarf es dem Begabten einem Stoff, dessen er sich bedienen kann welchen wir Mana betiteln. Die Wirkung Zauber bedarf der Ursache Mana, ohne sie kann kein Zauber gewirkt werden. Gemeinhin wird gelehrt das man mehr Mana benötigt, je weniger man auf Dinge zurück greift die ich im Vorfeld als Widerstand gegen sich selbst betitelt hatte und daher stelle ich die Theorie auf, das ein zunehmend mächtiger werdender Begabter immer weniger Mana verbraucht welches ihm Letztendlich ermöglicht aus einer gegebenen Menge Mana, Magie zu wirken zu der ein Studierender wohl nicht im Ansatz fähig wäre. Der gegebene Stoff als Ursache, muss also beherrschbar sein, seine effiziente Nutzung ein Teilschlüssel zum erfolgreichen Magier sein.

Formursache

Um einen Zauber wirken zu können bedarf es dem Begabten einer bestimmten Form in die er das Mana zu bringen hat um die Astrale Ebene zu verändern. Die Vielfalt, der Artenreichtum auf dieser Ebene ist jedoch so Zahlreich, das dies nur ein endlos langes Leben annähernd verstehen könnte wie alles ist und sein kann. Auch die Tatsache dass jeder Begabter die Astrale Ebene ein Stück weit anders wahrnimmt trägt dazu bei das es kein brauchbares, Schriftliches Material geben dürfte, das einem Begabten jedwede Formursache erklärt. Vielmehr muss er lernen sich selber zurecht zu finden, erkennen wie welches Element aussieht, wie sie verbunden werden, welches Gewebe was bewirkt, wie er sie formt und wie er Nuancen schafft. Wie ein Bildhauer seinem Schüler zwar ein Grundverständnis geben kann, so ist auch der Gelehrte in der Lage dem Lernenden zu lehren, doch wird er wie der Bildhauer beim schulen einer persönlichen Note, der kleinen Abweichungen hier und da, versagen. Zu erlernen was wie zu sein hat, erachte ich aus eigener Erfahrung als mitunter am schwersten zu verstehende Ursache, und so lege ich jedem Begabten nahe, sich diesem Feld am intensivsten zuzuwenden.

Wirkursache

Um Kausalität zu erreichen, bedarf es letztendlich auch einer Quelle. Diese finden wir im Magier wieder. Er ist der jenige, der den Zauber wirkt, ihn erschafft. Nötig hierfür ist allein ein Werkzeug, die Gabe. Sie bildet bildlich gesprochen den Hammer des Schmiedes ohne den selbst der kräftigste Schmied nicht in der Lage wäre, sein Metall zu formen. Bewusste Wirkursache verlangt auch immer einen geschulten Verstand. Gewiss ist nachweisbar, das sogar Kleinkinder und geistig labile Wesen als Wirkursache eines Zaubers verantwortlich zu machen sind, doch tun sie dies nicht bewusst und so ist es wohl eher als minder qualitative Magie zu bewerten auch wenn hierbei das Resultat beachtlich sein kann. Ich behaupte, nur wer seine Gabe zu verstehen lernt, sie auf seine ganz individuelle Art und Weise begreift und akzeptiert, kann großes mit ihr erreichen. Je mehr Wissen ich mir aneignen kann und sei es auch in magiefernen Themenbereichen, umso mehr wächst mein Verstand und ich bin in der Lage Weisheit zu erlangen die es mir letztendlich ermöglicht meine Gabe so zu gebrauchen, wie ein Maler seinen Pinsel zu führen weis.

Zweckursache

Die Zweckursache ist immer die gewünschte Absicht des Magiers. Was will er mit seinem Wirken erreichen, welches Ergebnis möchte er erzielen? Bewusstes Wirken von Magie hat immer einen Grund. Anders ist es bei unbewusst gewirkter oder entstehender Magie. Hier ist die Zweckursache nicht länger eine gewünschte Handlung sondern eher als Widerfahrnis zu betrachten. Der Begabte wirkt die Magie nicht zwangsläufig um ein Ziel zu erreichen, sondern unbewusst z.B. als Ausbruch einer Emotion wie Angst oder auch Glück, Schmerz oder Freude. Die Zweckursache wirft auch immer die Begleitfrage nach Moral und Ethik auf. Wann ist es richtig zu Zaubern und wann eher nicht, was sollten meine Zauber bewirken und was nicht, wie weit darf ich meine Umwelt verändern? All dies sind dinge die man sich bei der Zweckursache stellen sollte, dies jedoch nun zu Thematisieren würde ein eigenes Projekt hervorrufen.

Vorgangsbeispiel

Nehmen wir einen Magier mittleren Alters. Er weis um die 6 bisher beschriebenen Begrifflichkeiten und beherrscht die Kausalität der Magie. Er wird sich als erstes die Frage nach der Zweckursache stellen. Hier hat er schnell eine Antwort drauf, denn er gebraucht Magie vorzugsweise um sich das leben zu erleichtern. In diesem Falle möchte er zwei weitere der drei Kerzen in seinem Raum entzünden, die auf dem Tisch vor ihm stehen. Er selbst als Wirkursache, fähig als ein Begabter die Magie sich zum Untertan zu machen, greift mittels seiner Gedanken in die arkane Ebene. Seine Sicht verändert sich, er sieht vor sich den Elementaren Aufbau seiner Einrichtung. Ebenso den der drei Kerzen. Er bedient sich seines Werkstoffes, dem Mana ohne auf Worte der Macht und Reagenzien zurück zu greifen, womit die Stoffursache geklärt wurde und beginnt ganz genauso so wie bei der bereits brennenden Kerze, die Elementarstruktur des Feuers nachzubauen. Er formt das Konstrukt allein mit dem Mana und seiner Vorstellungskraft bis er zweimal, das Feuer der brennenden Kerze in ihrem Aufbau kopiert hat und die Formursache gegeben ist. Er selber weis um seine Fähigkeiten, hat diesen Vorgang nahezu jeden Abend getätigt und so fällt es ihm leicht den Widerstand gegen sich selbst zu brechen und er braucht nichts weiter tun als die zwei neu geschaffenen Konstrukte in die physikalische Ebene zu zerren, und gegen den Widerstand der Welt bestehen zu lassen. Dieser wiederum ist nicht so hoch wie man erwarten würde, denn Kerzen können in der tat brennen, man entzündet sie auf unterschiedliche Art und Weise und es könnte ebenso mit einem Trick, wie mit Magie auf diese Art und weise geschaffen worden sein. So gelinkt es dem Magier und alle 3 Kerzen brennen.

Schlusswort

Ich bin überzeugt davon wer sich dieser sechs genannten Dinge (Widerstand gegen die Welt, Widerstand in sich selbst, Stoff-, Form-, Wirk-, und Zweckursache) bewusst wird, sein Wissen um sie vertieft, erweitert, daran arbeitet, der ist in der Lage einst ein großer Magier zu werden. Ich habe für meine Lehren beschlossen, dieses mir selbst schlüssig gemachte Prinzip als Grundlage meiner weiteren Forschungen zu verwenden und so will ich weiter in allen Bereichen lernen um sie mir begreifbarer zu machen. Denn wer sich letztendlich alles ergründen kann, wer die Magie als ganzes, vollends begreift, der ist in der Lage mit einem Wimpernschlag die Welt zu verändern und er würde sie zum Guten, zum Richtigen verändern, denn er bedient sich eines vollendeten Verstandes, der keinen Fehlern unterliegt. Das streben eines Magiers sollte immer die Perfektion sein und so ist dies die meine.