Kodex der letztgültigen Weisheit
Der Kodex der letztgültigen Weisheit beschreibt die Tugenden und die Drei Prinzipien, sowie ihre Dunklen Gegenstücke: Die Acht Laster und die Drei Pervertierten Prinzipien.
Abhandlung über die Tugend
In dieser Welt leben Völker mit vielen verschiedenen Idealen, und dies ist gut. Und dennoch, was ist es das die Völker dieses Landes dazu antreibt das Gute vom Bösen und jene die wir in Ehren halten von denen die wir verachten zu unterscheiden? Die Tugend oder vielmehr die Acht Heiligen Tugenden, sage ich, und Tugendhaftigkeit ist es, die als logische Konsequenz die Völker in einer Gesellschaft zusammenhält. Denn ohne die Tugenden als einen Kodex nach dem wir unseren alltäglichen Umgang ausrichten können, würde das empfindliche Geflecht unserer Gesellschaft geschwächt, um dann letztendlich auseinander zu brechen. Damit eine Gesellschaft aber wachsen und gedeihen kann, muss man sich an etwas das allen gemein ist orientieren. Ein Konsens der für alle gleich ist. Ich nenne diesen Konsens die Tugenden, die Acht Heiligen Tugenden.
Auch wenn es für den Einzelnen vielleicht vorteilhaft wäre, diesen Konsens nicht zu beachten, so würde doch die Gemeinschaft als Ganzes darunter leiden. Der Pfad des Tugendhaften ist der wahrhaft steinigste und beschwerlichste Weg, den man beschreiten kann. Aber jene, die ihn aufrecht beschreiten, die gegen die Widrigkeiten des Lebens und die Zweifel die den Wegesrand säumen bestehen, auf die wartet der größte Lohn, den ein Tugendhafter erwarten kann, die Erleuchtung. Es gibt drei Prinzipien, die ein Volk zur Erleuchtung führen. Diese Heiligen Ideale sind: Wahrheit, Liebe und Mut. Von all den wahrhaft unendlichen Gründen, aus denen man eine Handlung begehen mag, wie Gier oder Barmherzigkeit, Neid oder Mitleid, heben sich die drei Prinzipien doch deutlich ab. Tatsächlich kann man alle Tugenden und Laster von diesen Prinzipien und ihren pervertierten Gegenteilen Falschheit, Hass und Feigheit ableiten. Die Heiligen Ideale kann man auf acht verschiedene Weisen kombinieren, diese Kombinationen ergeben die Acht Heiligen Tugenden. Diese Tugenden sind es, auf die wir unsere Gesellschaft bauen sollten.
- Wahrheit allein wird Ehrlichkeit, denn wie wollen wir ohne Ehrlichkeit unter den Völkern das Vertrauen aufbauen, welches wir brauchen um unsere hehren Ziele zu erreichen.
- Liebe allein wird Barmherzigkeit, denn irgendwann wird die Zeit kommen wo ein jeder von uns die Barmherzigkeit der anderen brauchen wird. Und vor allem jenen wird Barmherzigkeit zuteil werden, die ihrerseits barmherzig waren.
- Mut allein wird Tapferkeit, denn ohne Tapferkeit würden die Völker sich niemals in das Unbekannte wagen oder etwas Großes erschaffen.
- Wahrheit gemässigt von Liebe gibt uns Gerechtigkeit, denn nur wenn man die Suche nach der Wahrheit liebt kann man ein gerechtes Urteil bilden. Jene Völker die von diesem Pfad abweichen sind oftmals kalt und gleichgültig.
- Liebe und Mut geben uns die Opferbereitschaft, denn ein Volk das einander liebt wird bereit sein Opfer zu bringen, für jene die seine Hilfe brauchen, durchaus in dem Wissen, das ihm eines Tages in der Not auch geholfen wird.
- Mut und Wahrheit geben uns die Ehre. Oft sind es die edlen Streiter und Paladine, die der ritterlichen Ehre folgen, jenem Verhaltenskodex den man oft bei diesen Rittern findet.
- Verbindet man nun Wahrheit, Liebe und Mut, so findet man die Spiritualität. Jene Tugend, die unseren Blick in unser Inneres lenkt. Die uns darüber nachdenken lässt, ob unser Dasein und unsere Taten uns zu einem Geschenk oder einer Plage an die Welt machen.
- Die letzte Tugend ist komplizierter. Denn die achte Kombination, jene ohne Wahrheit, Liebe und Mut, kann wohl nur in einem Zustand großen Stolzes existieren, welcher wahrhaftig in keinster Weise tugendhaft ist. Aber vielleicht ist es gerade dieser „Trick“ des Schicksals eine Herausforderung an unseren Verstand, an unser Herz an unsere Seele, ob wir in der Lage sind zu erkennen, dass die Wahre Tugend Demut ist.
Und so, abgeleitet von den unendlichen Möglichkeiten, die die drei Prinzipien hervorbrachten, entstanden die Acht Heiligen Tugenden: Ehrlichkeit, Barmherzigkeit, Tapferkeit, Gerechtigkeit, Opferbereitschaft, Ehre, Spiritualität und Demut.
niedergeschrieben im ersten Jahr der Regentschaft Melans des Ersten, König von Britain
Erondor Calendae
Primus et Eques Societatis Flammae
Die Drei Prinzipien
Das Wissen um unseres Herren Tyraels Liebe gibt uns den Mut zur Wahrheit!
Pater Morticah Brings, beliebte Weisheiten, Britain