Murosch Felsspalter/Buchauszüge: Unterschied zwischen den Versionen

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Frei übersetzt aus dem Buch „Das Wirken und Handeln des Priesters Karantûm von Umrazim – Verfasser: Kalagisch“ durch Murosch Felsspalter, Mönch Pyrdacors
Frei übersetzt aus dem Buch „Das Wirken und Handeln des Priesters Karantûm von Umrazim – Verfasser: Kalagisch“ durch Murosch Felsspalter, Mönch Pyrdacors


[[Kategorie:Literarur]]
[[Kategorie:Literatur]]

Aktuelle Version vom 16. Dezember 2025, 20:59 Uhr

Auszug aus dem Buch

„Das Wirken und Handeln des Priesters Karantûm von Umrazim – Verfasser: Kalagisch“

Einst, so erzählt man sich, wollte sich der König Hamrosch seine geschmiedete prunkvolle Rüstung dem Gott, an welchem sein Herz hing, Pydacor, weihen lassen. Aus diesem ehrwürdigen Anlass ließ er den derzeitigen hohen Priester, Karantûm vor den königlichen Thron zitieren um ihm von seinem Vorhaben zu unterrichten. Er versprach ihm allerlei Reichtümer und Edelsteine und Ehre des Volkes für seine Dienste. Man sagt weiter, daß der hohe Priester zutiefst erfreut war über den Wunsch des Königs und ihm versprach der Angelegenheit höchste Priorität zuzuschreiben, wobei er, so meinten es die Einen, nur wegen der seiner Person versprochenen Reichtümer agierte. Die Anderen meinten, der hohe Priester sei alles andere als erpicht darauf, auf solcherlei Weise zu Reichtum zu gelangen und stützten sich auf das Zeugnis des königlichen Kämmerers, der selber gehört hätte, wie der Priester in des Königs Gegenwart beteuert hätte, er würde auf die versprochenen Gaben verzichten. Welche der Ansichten nun der Wahrheit entspricht, vermag niemand genau zu sagen und auch ich, Kalagisch, der Schreiber, enthalte mich einer Bewertung, dem Leser hier ein Vorurteil zu unterbreiten. Im weiteren Verlauf der Ereignisse wurde dann eine große Zeremonie veranstaltet um die Weihe zu vollziehen und der König erhielt auf zweierlei Weise den Zuspruch Pyrdacors für die Weihe. Lies selbst, nach Weisheit Suchender. Der folgende Wortlaut ist ein Auszug aus einem Scriptum des Geschichtsschreibers Alangosch, der es zu seinem Lebenswerk machte, die Ereignisse der sein Leben betreffenden Zeit aufs Ausführlichste niederzuschreiben.

Es war eine Zeremonie bisher nie gekannten Ausmaßes. Fast die ganze Stadt versammelte sich im Tal vor dem prächtig geschmückten Tempel und Jung und Alt schauten staunend auf König Hamrosch, der in seiner prunkvollen Rüstung oben auf dem Tempel erschien. An seiner Seite tauchte wenig später der hohe Priester Karantûm in einem goldenen Gewand, welches mit allerlei Edelsteinen bestückt und mit Verzierungen bestickt war, die Geschichten aus der Frühzeit darstellten. In seiner Linken hielt er einen Holzstab, der auf seiner Spitze goldenen Drachen aufgesteckt hatte und in seiner Rechten trug er einen Krug. König Hamrosch hob seine Stimme um das Wort an das Volk zu richten. (Des Königs Rede ist im Buche Katogoschs, des königlichen Schreibers nierdegeschrieben)Er sprach von der anstehenden Weihe, begründete sie ausführlich und betonte, wie wichtig es ihm sei, Pyrdacor zu achten und seine Weisungen zu befolgen. Dann ließ er sich in Richtung des großen Gottesbildes auf die Knie sinken und formte mit seinem Munde ein Dankgebet an den Herrn der Elemente, alsdann folgte eine kleine Weile der Stille. Vor dem König auf einem kleinen Holzschemel befand sich eine Schale aus Mytheril. Karantûm, von Pyrdacor erkorener hoher Priester, sprach ein lautes Gebet und die Masse vor dem Tempel verstummte und richtete ihre Aufmerksamkeit auf ihn und es erschallte ein starker Donner, der von dem Abbild Pyrdacors auf dem Tempel herrührte und in Ehrfurcht verneigten sich die Zwerge in Richtung des Bildnisses. Der hohe Priester füllte während dessen die Schale mit der Flüssigkeit aus dem Krug; es war das Blut eines noch jungen Drachen. Im Hintergrund, am Altar standen dabei, von der Menge ungesehen, vier Priester, einer an jeder Seite, und goßen edelstes Bier in die immerwährende Glut und brachten Pyrdacor Barren aus feinstem Mytheril und Goldmünzen dar. Ein Choral aus etwa zehn rauen Mönchsstimmen setzte ein Lied an, begleitet auf Trommel und Laute. König Hamrosch schloß seine Augen und stimmte mit einem leisen Summen in die Melodie ein. Und der hohe Priester nahm einen Bund von Gräsern, der von dem geheiligten, mit Blute von Zwergen verteidigtem Boden stammte , tunkte ihn in das geweihte Drachenblut und fuhr damit über die Rüstung des Königs. Nur die Eingeweihten dürften erkennen, daß er nicht nach freier Intuition über die Rüstung fuhr, sondern, daß er mit dem Blute in Runen den Namen Pyrdacors auf die königliche Rüstung auftrug. Als er diesen Ritus vollendet hat, nahm er die Schale in die Hand, kniete sich in Richtung des Abbildes, verneigte sich tief und trank dann einen Schluck. Danach reichte er die Schale in die Hände des Königs, der ebenso verfuhr und im gleichen Augenblick begann das noch flüssige Blut auf der Rüstung des Königs zu zischen und zu verdampfen. Ein Raunen ging durch die Menge und auch der König erschrak in Ehrfurcht und fiel erneut vor dem Bilde des Drachens nieder.

Von hier an und fortführend ging die weitere Abschrift der Ereignisse der Weihe der königlichen Rüstung verloren
Frei übersetzt aus dem Buch „Das Wirken und Handeln des Priesters Karantûm von Umrazim – Verfasser: Kalagisch“ durch Murosch Felsspalter, Mönch Pyrdacors